Weltpremiere

Neuer Peugeot 308: Wie nah kommt er an den Kompakt-Bestseller VW Golf heran?

Fahraufnahme eines Peugeot 308
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Der neue Peugeot 308 trägt auch schon das neue Logo im Grill – den stilisierten Löwenkopf.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Seit Jahr und Tag versucht Peugeot mit seinem Kompaktklassemodell an den übermächtigen VW Golf heranzukommen. Die neue Generation des Peugeot 308 nimmt den nächsten Anlauf.

Vélizy-Villacoublay – Erst versuchte es der Peugeot 306, dann der 307 und seit ein paar Jahren der 308 – immer wieder ging es darum, den VW Golf vom europäischen Thron zu stoßen und trotz unbestrittener Qualitäten gab es am Ende immer nur einen Sieger – und der kam aus Wolfsburg. Der Peugeot 308 fuhr zumeist noch der zweiten und dritten Reihe in Form von Ford Focus, Opel Astra oder Renault Megane hinterher. Der neue Peugeot 308 – mit 4,37 Metern immerhin elf Zentimeter im Vergleich zum Vorgänger gewachsen – ist mit seinen gewachsenen Dimensionen mutig positioniert. Mit einem Design, das in der oftmals allzu gesichtslosen Volumenklasse durchaus für Aufsehen sorgen dürfte und dabei ganz bewusst in Kauf nimmt, nicht jedem zu gefallen. (Stilisierter Löwenkopf: Peugeot zeigt neues Logo – „Ich hoffe, es hat nicht zu viel gekostet ...“)

Peugeot setzt beim Antrieb des neuen 308 vor allem auf Plug-in-Hybride.

Neuer Peugeot 308: Wie nah kommt er an den Kompakt-Bestseller VW Golf heran?

Beim Antrieb sind die Franzosen nicht derart mutig, denn es gibt viel bekanntes. Immerhin ein Diesel mit überschaubaren 96 kW / 130 PS / 300 Nm bleibt im Angebot, der wahlweise mit einem manuellen Sechsstufengetriebe oder einer achtstufigen Getriebeautomatik unterwegs ist. Der 1,5 Liter große Selbstzünder führt zukünftig wohl ein Schattendasein im Antriebsportfolio, denn geht es um sparsame Verbräuche, setzt Peugeot beim neuen 308 nunmehr in erster Linie auf Plug-In-Hybriden. Der 308 PHEV in zwei Leistungsstufen von 180 und 225 PS zu bekommen. Die Basisarbeit verrichtet dabei ein 1,6 Liter großer Vierzylinder-Turbo (150 / 180 PS / 250 Nm Drehmoment) aus dem Konzernregal, der in seinen zwei Leistungsstufen von einem an der Vorderachse verbauten Elektromotor mit jeweils 81 kW / 110 PS / 320 Nm unterstützt wird. Der im Unterboden versteckte Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 12,4 kWh. Rein elektrisch kann der Golf-Konkurrent damit immerhin Strecken von bis zu 60 Kilometern zurücklegen. Die Normverbräuche liegen unter zwei Litern Super auf 100 Kilometern, wodurch das 52-Liter-Tankvolumen der reinen Verbrenner auf gerade einmal 40 Liter reduziert wurde. (Stellantis: „Das klingt wie ...“ – so spottet das Netz über den Namen des neuen Autokonzerns)

Neuer Peugeot 308: Ein Allradantrieb wird vorerst nicht angeboten

Überraschend klein präsentiert sich dabei das Angebot an normalen Benzinerversionen, denn hier wird der kommende Peugeot 308 allein in zwei vergleichsweise schwachen Leistungsstufen von 110 und 130 PS angeboten. Für die stärkere Version des 1,2 Liter großen Dreizylinder-Turbos ist immerhin eine Achtstufenautomatik zu bekommen. Wer mehr Sportlichkeit oder gar einen Allradantrieb will, muss sich gedulden. Wie beim großen Bruder Peugeot 508 ist eine besonders leistungsstarke PSE-Variante mit mehr als 300 PS im Gespräch, der dann auch zumindest eine elektrische Hinterachse haben dürfte. (Peugeot 508 PSE im Test: Die sportlichen Ambitionen des Hybriden haben ihren Preis)

Geschmackssache: Auch im neuen Peugeot 308 sitzen die Instrumente über dem kleinen Lenkrad.

Neuer Peugeot 308: Viel Platz und bequeme Sitze

Ähnlich expressiv wie das Außendesign ist das Innere des rund 1,3 Tonnen schweren Fronttrieblers, von dem eine Elektroversion ebenfalls nur eine Frage der Zeit bleiben dürfte. Geblieben ist das gute Platzangebot (plus 5,5 Zentimeter Radstand) und ein stattlicher Laderaum von 412 bis 1.323 Litern. Im Innern gibt es bequeme Sitze, zwei große Becherhalter, USB-Ports und eine Weiterentwicklung des bekannten Cockpits mit kleinem Lenkrad und darüber positionierten Instrumenten. Die Bedienung der einzelnen Fahrzeugfunktionen erfolgt über Lenkradtasten, Sprache oder einen zehn Zoll großen Touchscreen in der Mitte der Armaturentafel. Für mehr Komfort und Sicherheit als beim Vorgänger sorgen doppelschichtiges Glas an den vorderen Seitenscheiben, eine beheizte Frontscheibe, sowie LED-Scheinwerfer und verschiedene Fahrerassistenzsysteme. Abwarten, ob es diesmal reicht, den VW Golf der Generation acht vom Thron in Europa zu stoßen. Dessen härtester Konkurrent scheint mit dem elektrischen Doppelpack aus ID.3 und ID.4 mittlerweile aus den eigenen Reihen zu kommen. (Stefan Grundhoff / press-inform)

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