1. 24auto
  2. News
  3. Neuheiten

Ora Cat One: Chinesischer Retro-Stromer mit Gesichtserkennung

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Sebastian Oppenheimer

In Europa kennt die chinesische Marke Ora, die auf E-Autos im Retrodesign setzt, kaum jemand. Das soll sich durch die IAA Mobility 2021 in München ändern.

Chengdu – In China ist der Autohersteller Ora als elektrische Kleinwagenmarke von Great Wall bekannt wie ein bunter Hund. Nun kommt Great Wall Motors nach Europa und zeigt gleich zum Start auf der IAA Mobility in München mit seinen beiden Marken GWM Ora und Wey, wohin die Reise gehen soll. Während GWM Ora als elektrische Kleinwagen- und Kompaktwagenmarke positioniert werden soll, klopft Wey an die Premiumtüren der deutschen Hersteller. „Mit GWM Ora bauen wir eine völlig neue Lifestyle-Marke in Europa auf. Wir sprechen eine Mode- und Lifestyle-orientierte Zielgruppe an und integrieren die Marke in die Kultur einer progressiven urbanen Generation“, erläutert Rebecca Grajecki, Brand and Marketing Director Europe für Wey und GWM Ora.

Zuletzt sorgte Ora allerdings in Europa für Aufsehen, als im Netz Bilder einer ziemlich frechen Käfer-Kopie des chinesischen Herstellers auftauchten. Und auch die Front des nun präsentierten Ora Cat mit den runden Kulleraugen erinnert durchaus an die (umstrittene) Käfer-Neuauflage VW Beetle.

Ein Ora Cat One
Der Stromer Cat One des chinesischen Herstellers Ora setzt auf Retro-Design. © Ora

Ora Cat One: Chinesischer Retro-Stromer mit Gesichtserkennung

Das 4,24 Meter lange Elektromobil aus China soll in seiner Basisvariante rund 30.000 Euro kosten und ab kommendem Jahr auch in Europa erhältlich sein. Für entsprechenden Vortrieb des 1,5 Tonnen schweren Elektromodells sorgt ein Motor an der Vorderachse mit 126 kW / 171 PS und 250 Nm maximalem Drehmoment. Dank der 63-kWh-Batterie bietet der Ora Cat One eine Akkureichweite von 400 Kilometern. Aus dem Stand geht es in 3,8 Sekunden immerhin auf Tempo 50 und in 8,3 Sekunden auf Tempo 100. Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160 km/h. Technisch ist das Kompaktmodell mit den Abmessungen eines VW Golf auf der Great-Wall-Plattform Lemon unterwegs. (VW ID.4 in China: Elektro-SUV sorgt für Ernüchterung in Wolfsburg)

Ein Ora Cat One
Während der Ora Cat One an der Front auf Retro-Design setzt, wirkt das Heck mit dem LED-Band eher der Zukunft zugewandt. © Ora

Ora Cat One: Hohe Ladekante erschwert das Be- und Entladen

Der Retrocharme von der Front findet sich am Heck des Chinesen nur eingeschränkt wieder. Hier fallen in erster Linie die hoch sitzenden LED-Rückleuchten auf, die sich unterhalb der Fensterlinie von einer Seite zur anderen ziehen. Das Be- und Entladen des Laderaums wird mit der hohen Ladekante jedoch kein Vergnügen. (E-Autos: Sofort wieder volle Akkus – China-Konzept kommt nach Europa)

Blick ins Cockpit des Ora Cat One
Den Fahrer erkennt der Ora Cat One per Gesichtserkennung – und passt die Einstellungen entsprechend an. © Ora

Ora Cat One: Auslieferungen sollen im zweiten Quartal 2022 starten

Schon angenehmer sieht es im Innern aus, denn der Ora Cat hat in dieser Klasse ein stattliches Raumangebot und zwei digitale Bildschirme. Die Einstellungen des jeweiligen Fahrers erledigt kein Schlüssel oder eine Chipkarte, sondern eine Gesichtskennung, die je nach Person Radiosender, Klimatisierung oder Sitzposition einstellt. Updates gibt es „over the air“ – auch dank 5G-Funktechnik. Vorbestellbar ist der GWM Ora Cat One ab Ende des Jahres. Die Auslieferungen sollen im zweiten Quartal 2022 starten. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant

Kommentare