Neuauflage mit PSA-Technik

Abschied vom „klassischen Kühlergrill“: Der neue Opel Mokka kommt mit mutigem Frontdesign

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Der neue Opel Mokka basiert nicht mehr auf GM-Technik, sondern einer PSA-Plattform. Die Verbrenner werden deutlich leichter – doch eine Technik entfällt leider.

  • Der neue Opel Mokka wird das erste Auto der Rüsselsheimer mit dem neuen Frontdesign
  • Erstmals basiert das SUV nun auf einer PSA-Plattform
  • Eine von vielen Opel-Kunden geschätzte Technik entfällt beim neuen Modell leider

Update vom 10. Juni: Opel hat eine erste Skizze veröffentlicht, die einen Vorausblick auf die Front des neuen Opel Mokka erlaubt. Das SUV wird das erste Fahrzeug der Rüsselsheimer sein, der das neue Markengesicht trägt. Der Autobauer bezeichnet das neue Frontdesign als Opel-Vizor. In der Front werden Scheinwerfer, Markenlogo und Grill in einem gemeinsamen Element integriert.

So wird die Front des neuen Opel Mokka aussehen.

„Wir wollen der Marke ein frisches neues Gesicht geben, das unsere klare und mutige Designphilosophie der Zukunft widerspiegelt“, sagt Opel-Designchef Mark Adams. „Der klassische Kühlergrill spielt bei Elektroautos wie dem Mokka-e kaum noch eine Rolle.“ Zentrales Element der neuen Front ist das Opel-Logo.

Die Studie Opel GT X Experimental gab bereits 2018 einen Ausblick auf das neue Vizor-Design.

Ganz überraschend kommt das neue Design indes nicht: In der Studie Opel GT X Experimental, hatte der Rüsselsheimer Autobauer bereits 2018 die Gestaltungsrichtung für künftige Modelle vorgegeben. Doch mit dem neuen Opel Mokka geht das neue Design nun erstmals in Serie.

Rüsselsheim – Der auslaufende Mokka war für Opel ein echtes Erfolgsmodell. Schickes Design, solide Technik und ein optionaler Allradantrieb machten die Kaffeespezialität auf Rädern nicht nur in Europa zu einem beliebten SUV. Auch in den USA und China wurde der Opel Mokka als Buick angeboten. Zum Jahreswechsel kommt der Nachfolger. Und der ist im Gegensatz zum ersten Opel Mokka, der im Laufe seiner Produktionszeit den Zusatz Mokka X bekam, kein GM-Geschöpf mehr, sondern auf einer PSA-Plattform unterwegs. Gebaut werden soll der neue Opel Mokka im PSA-Werk in Poissy nordwestlich von Paris.

Die Technik des Opel Mokka, der aktuell in die finale Phase seiner Erprobungen eintaucht, stammt dabei vom DS3 Crossback, der seit vergangenem Jahr als Verbrenner und mit Elektroantrieb angeboten wird. „Wir bei Opel freuen uns alle riesig darauf, den neuen Mokka in Kundenhand auf der Straße zu sehen. Die Testfahrten laufen wie am Schnürchen, auch da unser Neuer mit seinem niedrigen Gewicht und seinen kompakten Außenmaßen sehr gut abzustimmen ist. Handling und Komfort sind super. Mokka-Fahren ist die pure Freude. So macht die Entwicklungsarbeit Spaß“, sagt Opel-Ingenieur Karsten Bohle.

Der neue Opel Mokka – hier als Elektroversion – basiert auf deiner PSA-Plattform

Neuer Opel Mokka: das SUV setzt die Designlinie des Opel Corsa fort

Was das Design angeht, wird es weder innen noch außen Anlehnungen an den DS3 Crossback geben, denn der Opel Mokka setzt die Designlinie des neuen Opel Corsa konsequent und somit deutlich technischer und gradliniger als beim französischen DS3 Crossback fort. Einige optische Details werden von der elektrischen Studie des GT X Experimental stammen.

Vom Innenraum des Opel Mokka gibt es eine erste Skizze. Touchscreens sollen die meisten Schalter und Knöpfe überflüssig machen. Das Display soll die wichtigsten Informationen bereithalten – etwa zum Ladezustand der Batterie – und ansonsten auf störende optische Reize verzichten.

Viel Display, kaum noch Knöpfe: so soll der Innenraum des neuen Opel Mokka aussehen

Bei der Technik sind Opel Mokka und DS3 Crossback sehr ähnlich unterwegs und basieren beide auf der Multi-Energy-Plattform CMP (Common Modular Platform) des PSA-Konzerns. Die 1,5 Tonnen schwere Elektroversion des Opel Mokka wird von einem 100 kW (136 PS) starken Elektromotor mit 260 Nm maximalem Drehmoment angetrieben, dessen 50-kWh-Akku eine Reichweite von über 300 Kilometern garantieren soll. Im Unterschied zum elektrischen DS3 Crossback dürfte die Höchstgeschwindigkeit des Opel Mokka jedoch kaum bei 150 km/h abgeriegelt sein, denn dann wird es auf deutschen Autobahnen und auch bei den Kunden schwierig. An einer 11-kW-Wallbox kann sich der deutsche Franzose in fünf Stunden wieder aufladen und an einer 100-kW-Ladestation erstarkt das Lithium-Ionen-Akkupaket in einer halben Stunde auf 80 Prozent.

Noch gut getarnt: der neue Opel Mokka-e. Das SUV wird es auch als Diesel und Benziner geben.

Neben der Elektroversion wird der Opel Mokka auch als rund 1,2 Tonnen schweren Benziner oder Diesel mit jeweils 100 und 130 PS sowie ein knapp 160 PS starker Topbenziner angeboten, die im Vergleich zum Vorgänger rund 120 Kilogramm abgespeckt haben.

Neuer Opel Mokka: dieses Feature entfällt durch die PSA-Plattform

Die PSA-Plattform kostet den Opel Mokka leider den von vielen geschätzten Allradantrieb, denn aus Kostengründen verzichtet PSA bei seinen Modellen nach wie vor auf einen echten Allradantrieb und bietet ausschließlich bei Plug-In-Hybriden und später den Elektroautos auf Wunsch eine elektrische Hinterachse an. Im Normalfall wird der Opel Corsa ebenso wie der Opel Grandland X oder der kommende Opel Mokka daher nur über die Vorderachse angetrieben.

Während die Benziner aufgeladene 1,2-Liter-Dreizylinder haben, dürfte der 1,5 Liter große Commonrail-Diesel in beiden Motorvarianten des Opel Mokka besonders sparsam sein. Die Topversion bietet ebenso wie im Opel Corsa eine Achtgang-Automatik. Zur optionalen Ausstattung werden Matrix-LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Autobahn- und Parkassistent, elektrische Sitze sowie ein schlüsselloser Zugang per Smartphone gehören, mit dem der Besitzer die Fahrberechtigung per App auch für Dritte freigeben kann. Der Basispreis dürfte bei rund 22.000 Euro starten.

Mit Material von press-inform

Rubriklistenbild: © Opel

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