Viele Assistenzsysteme an Bord

Neuer Opel Mokka: So viel kostet das Kompakt-SUV in der Basisversion und als E-Modell

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Nach dem Corsa will Opel auch mit dem Mokka ins Elektro-Zeitalter starten. Mit dem kompakten SUV stellen die Rüsselsheimer ihr neues Markengesicht vor – und nennen auch erste Preise.

  • Die zweite Generation des Opel Mokka basiert auf Technik des Mutterkonzerns PSA
  • Mit dem Kompakt-SUV feiert auch die neue Designsprache Premiere
  • Der Opel Mokka-e wird rein elektrisch angetrieben – hat allerdings einen kleinen Makel

Update vom 22. September, 16:46 Uhr: Nun hat Opel Preise für den Opel Mokka bekanntgegeben. Der Einstiegspreis für das Kompakt-SUV liegt in Deutschland bei 19.990 Euro – dafür bekommt man den 74 kW (100 PS) starken Basisbenziner mit Sechsgang-Schaltgetriebe. Auch einige Assistenzsysteme sind dann schon an Bord: Etwa ein Frontkollisionswarner mit Fußgängererkennung, ein Spurhalteassistent sowie eine Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung.

Der rein elektrische Opel Mokka-e startet bei 32.990 Euro. Zieht man die Innovationsprämie für E-Autos ab, bekommt man den Stromer aus Rüsselsheim (100 kW/136 PS, 50 kWh-Batterie) schon für 23.420 Euro.

Update vom 2. September, 14:01 Uhr: Die E-Variante ist in Sachen Leistung die Top-Variante des neuen Opel Mokka. Aber es wird den neuen Opel Mokka auch mit konventionellen Motoren geben. Basis-Verbrenner ist ein 1,2-Liter-Dreizylinderbenziner mit Turboaufladung und 74 kW/100 PS, der an ein manuelles Sechsganggetriebe gekoppelt ist. Alternativ gibt es eine 96 kW/130 PS starke Variante, die optional mit Achtgangautomatik angeboten wird. Einziger Diesel ist ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 81 kW/110 PS und Sechsgang-Handschaltung.

Bereits bekannt ist die Elektrovariante, die mit 100 kW/136 PS und einer Reichweite von 322 Kilometern aufwartet. Alle Motoren treiben die Vorderräder an, ein Allradantrieb ist nicht zu haben. Preise nennt Opel noch nicht, der technisch eng verwandte Konzernbruder Peugeot 2008 ist ab 21.500 Euro zu haben, die Elektrovariante kostet bei den Franzosen rund 35.000 Euro.

Die zweite Generation von Opels Mini-Crossover startet Anfang 2021 und soll für die Marke eine neue Design-Ära einläuten. Herzstück des neuen Familiengesichts ist eine dunkel getönte Plexiglasspange, die sich über die gesamte Fahrzeugbreite zieht. Sie fungiert nicht nur als Wiedererkennungsmerkmal und Hingucker, sondern beherbergt neben Scheinwerfern und Blitz-Logo auch die Sensorik der Assistenzsysteme. (Von Holger Holzer/SP-X)

Erstmeldung vom 24. Juni 2020: Rüsselsheim – Mit der ersten Mokka-Generation begann für Opel eine neue Ära. Der City-SUV gefiel mit modernen Motoren, schickem Design und Allradantrieb. Jetzt soll die zweite Mokka-Generation den Erfolg des Erstlings noch übertrumpfen. Und wieder dreht sich vieles um das neue Design. Beim Antrieb gibt es künftig das volle Programm mit Diesel, Benziner und Elektroantrieb. Etwas überraschend ist der Allradantrieb im Vergleich zur ersten Generation jedoch durch die PSA-Vorgaben verschwunden. Gebaut werden soll der neue Opel Mokka im PSA-Werk in Poissy.

Opel Mokka: Die zweite Generation ist rund zwölf Zentimeter kürzer

„Der neue Mokka ist ein echter Blickfang und wird die Wahrnehmung unserer Marke verändern. Mit dem Mokka erfinden wir Opel neu und zeigen unsere Designsprache der kommenden zehn Jahre“, so Opel-CEO Michael Lohscheller (51), „er zeigt alles, wofür Opel heute und in Zukunft steht: Der Mokka macht Spaß, ist effizient und in jeder Hinsicht innovativ.“ Mit einer Länge von 4,15 Metern ist der Opel Mokka mehr als zwölf Zentimeter kürzer als die erste Generation und hat dabei um bis zu 120 Kilogramm abgespeckt. Das Leergewicht des Elektromodells dürfte bei knapp über 1,5 Tonnen liegen; die Verbrenner knapp 300 Kilo weniger. Aufgrund der variablen CMP-Plattform soll man die geschrumpften Dimensionen dem Fahrzeug jedoch gerade im Innenraum nicht anmerken.

Mit „Maske“: Der Opel Mokka auf PSA-Basis ist der erste Rüsselsheimer mit der neuen Designsprache.

Durch die PSA-Plattform hat der Kunde die freie Auswahl, ob der Opel Mokka von einem Diesel-, Benzin- oder Elektromotor angetrieben wird. Sämtliche Triebwerke kennt man bereits bestens aus dem Konzernregal. Insofern ist der Opel Mokka ein technischer Zwilling von Modellen wie dem Opel Corsa (Opel Corsa: Dieses Extra aus der Oberklasse ist ein echtes Highlight), Peugeot 208 / 2008 oder DS3 Crossback, die ebenfalls ein breites Antriebsportfolio bieten, einen Allradantrieb jedoch auch bei den SUV außen vorlassen. So dürfte der Opel Mokka Diesel mit 100 und 130 PS sowie die Benziner mit 100, 130 und 160 PS angeboten werden, die wahlweise über eine Sechsgang-Handschaltung oder eine Achtstufenautomatik verfügen.

Beim neuen Opel Mokka wurde der Modellschriftzug in der Mitte der Heckklappe positioniert.

Opel Mokka: Die Elektroversion ist leider schon früh abgeregelt

Der Elektromotor ist der gleiche, der auch den DS3 Crossback E-Tense oder den Opel Corsa-e (Höhere Kaufprämie für E-Autos: Die 10 größten Elektro-Schnäppchen) antreibt. Er leistet 100 kW (136 PS) und ein maximales Drehmoment von 260 Nm. Die maximale Reichweite liegt bei 322 Kilometern und allzu früh wird der elektrische Mokka bei 150 km/h abgeregelt (E-Autos: Mit welchen Überraschungen Sie bei der ersten Fahrt rechnen müssen).

Die Modelle mit Verbrennermotoren werden dagegen autobahntaugliche Geschwindigkeiten bieten. An einer 100 kW-Gleichstrom-Säule kann das 50-kWh-Akkupaket im Unterboden in einer halben Stunde auf bis zu 80 Prozent wieder aufgeladen werden. Der Rüsselsheimer bietet alle Ladeoptionen vom ein- bis zum dreiphasigen Laden mit elf Kilowatt.  

Die Marke Opel
HauptsitzRüsselsheim
Gründungsjahr1862
GeschäftsführerMichael Lohscheller
Bekannteste ModelleOpel Corsa, Opel Astra, Opel Mokka
Ausgelieferte Fahrzeuge 2019977.000

Mit dem Mokka führt Opel sein neues Markengesicht ein, dass Designer und Marketingexperten Vizor getauft haben (Abschied vom „klassischen Kühlergrill“: Der neue Opel Mokka kommt mit mutigem Frontdesign). Vizor wirkt wie die Augenmaske des Zorro aus der an den Seiten LED-Augen die Umgebung erhellen. „Klar und mutig – so sieht das Opel-Design der Zukunft aus. Der neue Mokka zeigt athletische Proportionen kombiniert mit präzise strukturierten, fließenden Oberflächen“, sagt Opel-Designchef Mark Adams.

Die Instrumenteneinheit des neuen Opel Mokka besteht aus zwei Displays.

Opel Mokka: Sogar Massagesitze sind optional erhältlich

Betont klar und mit dem zentralen Modellschriftzug versehen, präsentiert sich das Heck. Von der Seite fallen die kurzen Überhänge, die 18-Zöller sowie die schwarze Kontrastlackierung für Dach und Hauben auf. Komplett neu ist beim Opel Mokka auch der Innenraum. Gefallen kann hier besonders die neue Instrumenteneinheit, die sich aus zwei Displays bestehend vom Fahrer bis weit in die Mitte der Armaturentafel zieht. Die beiden Displays im Opel haben in der größten Version Bildschirmdiagonalen von zehn und zwölf Zoll. Klar und puristisch gestylt: die Mittelkonsole mit wenigen Tasten und mittigem Gangwahlschalter.

Neben LED-Matrixscheinwerfern bietet der kompakte Opel-SUV unter anderem Ausstattungsdetails wie Abstandstempomat, Vernetzung, beheizte Ledersitze mit Massagefunktion (Entspannung während der Fahrt: So funktionieren Massagesitze im Auto) oder verschiedene Fahrerassistenzsysteme. Neben Platz für bis zu fünf Personen gibt es einen Laderaum, der 350 bis 1.050 Liter schluckt. Marktstart für den neuen Opel Mokka ist Anfang 2021. Die Preise stehen aktuell noch nicht fest. Doch der 100 PS starke Basisbenziner dürfte bei rund 23.000 Euro beginnen; der elektrische Mokka-e sollte bei über 35.000 Euro starten (Stefan Grundhoff / press-inform).

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