Bis zu 200 km/h schnell

Nissan Ariya: Wenn sich der Fahrer dem Elektro-SUV nähert, passiert DAS

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Mit dem Leaf hat Nissan vor Jahren das Segment der Elektroautos dominiert. Mittlerweile ist das elektrische Kompaktklassemodell eher in die zweite Reihe zurückgetreten. Nissan will mit dem Elektro-SUV des Ariya den Erfolg des Leaf wiederholen.

  • Mit dem Elektro-SUV Ariya will Nissan in der Klasse des Audi Q4 e-tron und des Mercedes EQB punkten
  • Den japanischen Stromer gibt es optional sogar mit Allradantrieb
  • Wenn sich der Fahrer dem Nissan Ariya nähert, passiert das...

Yokohama – Der Nissan Leaf hatte es seinerzeit besonders einfach, denn die elektrische Konkurrenz der Alltagsautos war dünner als dünn gesät – speziell in der Kompaktklasse, die in vielen europäischen Ländern von Dieselantrieben dominiert wurde. Mit dem Ariya will Nissan eine neue Ära der bezahlbaren Elektro-SUV einläuten und nach vielen schlechten Nachrichten und entsprechenden Geschäftszahlen wieder einmal positive Nachrichten generieren (Höhere Kaufprämie für E-Autos: Die 10 größten Elektro-Schnäppchen). Wie schon beim Leaf soll die Gunst der frühen Geburt für eine entsprechende Aufmerksamkeit nebst Nachfrage sorgen. Groß sind Hoffnungen und Druck dabei bezüglich des neuen Nissan Ariya – ein Mittelklasse-SUV, der sich ab kommendem Jahr auch in Europa mit Elektro-Crossovern wie VW ID.4, Audi Q4 e-tron oder einem Mercedes EQB auseinander setzen soll.

Nissan Ariya: Kaum Unterschiede zur Studie von der Tokio Motorshow

Bereits im vergangenen Herbst hatte die seriennahe Studie des Nissan Ariya für Aufsehen auf der Tokio Motorshow gesorgt. Nunmehr können sich alle davon überzeugen, dass das Serienmodell keine nennenswerten Unterschiede zum Konzeptstudie aufweist. „Im Ariya kommt unsere Leidenschaft zum Ausdruck, das Leben unserer Kunden besser zu machen“, erklärt Ashwani Gupta, Chief Operating Officer von Nissan, „modernes Design, innovative Antriebe und ein lounge-artiger Innenraum voller fortschrittlicher Technologie bieten Komfort und Bequemlichkeit für Fahrer und alle Passagiere.“

Das Elektro-SUV Nissan Ariya gibt es optional auch mit Allradantrieb.

Nissan Ariya: Das Elektro-SUV trägt das neue Markenlogo

Mit der Präsentation des Ariya hat Nissan auch gleich sein neues Logo vorgestellt. Wie die Japaner berichten, soll es die bedeutenden Veränderungen in der Gesellschaft in den letzten zwei Jahrzehnten widerspiegeln. „Es ist eine Neuinterpretation des legendären Nissan-Markenlogos für ein neues Kapitel.“ Eine technische Herausforderung bei der Gestaltung sei die Tatsache gewesen, dass das Logo auf kommenden vollelektrischen Modellen beleuchtet werden soll. Man habe auf eine entsprechende Dicke der Umrisse des Logos achten müssen, um einen klaren Eindruck beim Beleuchten zu gewährleisten, und natürlich die Einhaltung der behördlichen Vorschriften für beleuchtete Elemente an Autos. 

Das neue Nissan-Logo soll „digitalfreundlicher“ sein.

Das Redesigns symbolisiere den Übergang von einem „scharfkantigen, industriellen Gefühl zu einem raffinierten, vertrauten und digitalfreundlichen Look“. Es signalisiere die Entwicklung von Nissan von einem traditioneller Fahrzeughersteller zu einem Anbieter von Mobilität und Dienstleistungen.

Im Innenraum bietet der Nissan Ariya Dank seines Radstandes von 2,78 Metern viel Platz für bis zu fünf Personen und eine ebenso neue Designsprache wie das Äußere. Die Bedienung ist geradezu minimalistisch. Viele Schalter sind in den Designflächen der Mittelkonsole oder im Armaturenbrett versteckt und die illuminieren erst bei Start des Elektro-SUV (Reif für ein Elektroauto? Mit diesen fünf Fragen finden Sie es heraus). Zentrale Funktionen wie Musikbedienung oder die Temperatureinstellung lassen sich zudem per Sprache steuern. Größer als bei der Konkurrenz sind die beiden 12,3 Zoll großen Display hinter dem Steuer und in der Mitte der Armaturentafel.

Der Innenraum des Nissan Ariya wirkt ziemlich reduziert.

Nissan Ariya: Das passiert, wenn sich der Fahrer dem Auto nähert

Zudem gibt es im Nissan Ariya ein Head-up-Display. Nähert sich der Fahrer seinem Auto, werden die Türen automatisch entriegelt. Dieser Vorgang geht vollkommen berührungslos vonstatten. Fahrersitz, Lenkrad und verschiebbare Mittelkonsole fahren in die gespeicherte Position. „Der Innenraum des Ariya ist ein angenehmer Wohnraum, den die Insassen auf ihren Reisen zu bekannten und neuen Zielen genießen können“, so Nissan Designchef Giovanny Arroba. „Sorgfältig ausgewählte Materialien vermeiden die allzu vertraute Anmutung einiger Luxusfahrzeuge und vermitteln zugleich einen hochwertigen und futuristischen Eindruck.“

Ebenso wie die meisten Konkurrenten wird der 4,60 Meter lange Nissan Ariya mit verschiedenen Akkupaketen und Antrieben verfügbar sein. Für die Basisversionen mit 160 kW (218 PS) / 300 Nm gibt es ein 63-kWh-Akkupaket mit Zweiradantrieb, während das Topmodell des Ariya 87 kWh E-4orce Performance Dank 87-kWh-Batterie, zusätzlicher Leistung (290 kW / 394 PS / 600 Nm) und Allradantrieb einen deutlich größeren Aktionsradius hat (E-Autos: Mit welchen Überraschungen Sie bei der ersten Fahrt rechnen müssen).

Nissan Ariya: Das soll das japanische Elektro-SUV kosten

Der je nach Akkupaket zwischen 1,8 und 2,3 Tonnen schwere Elektro-SUV verfügt über ein Drei-Phasen-Ladegerät für das Laden mit bis zu 22 kW zu Hause oder an einer öffentlichen Säule. DC-Schnellladungen sind mit bis zu 130 kW möglich. Die Reichweiten liegen je nach Akku und Antrieb zwischen 340 und 500 Kilometern. Während die Basisversionen 160 km/h schnell sind, können die leistungsstarken Modelle immerhin 200 km/h schnell sein. Die Anhängelast: 1,5 Tonnen. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften jedoch bei rund 40.000 Euro beginnen (Stefan Grundhoff / press-inform).

Rubriklistenbild: © Nissan

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