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Nio ET7: Chinesische Elektrolimousine verspricht enorme Reichweite dank Feststoffbatterie

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Von: Sebastian Oppenheimer

Ein weißer Nio ET7
Nio-Chef William Li hat nun eine Elektro-Limousine vorgestellt – sie trägt das Kürzel ET7. © Nio

Vorbei die Zeiten, in denen das Model S von Tesla die einzige ernst zu nehmende Luxuslimousine mit Elektroantrieb war: Anfang 2022 rollt der Nio ET7 vor.

Chengdu – Nach Finanzproblemen hat sich Nio in den vergangenen Monaten prächtiger denn je gemacht. Erst ging der Aktienkurs innerhalb weniger Monate durch die Decke, dann konnten die Chinesen Ende 2020 Rekordzulassungen feiern. Viel Rückenwind für den neuen Nio ET7, die erste Elektrolimousine der Chinesen. Das Design des Luxusmodells kann sich sehen lassen und die Reichweite wird der Konkurrenz durch eine neue Feststoffbatterie Kopfzerbrechen bereiten. Denn der sehenswerte Viertürer ist als Allradler mit drei Batteriepaketen zu bekommen. Wie bei den anderen Modellen setzt Nio dabei auf ein Batteriewechselsystem. Bis Ende des Jahres sollen in China 500 solcher Wechselstationen entstehen, die einem die zähen Ladevorgänge im Alltag ersparen sollen. Pro Tag können an jeder der Ladestationen bis zu 321 Akkupakete gewechselt werden.

Nio ET7: Chinesische Elektrolimousine verspricht gigantische Reichweite dank Feststoffbatterie

Angetrieben wird die 5,09 Meter lange und stattliche 1,98 Meter breite ET7-Luxuslimousine mit den gefälligen Formen von zwei Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse. Der vordere Permanentmagnetmotor leistet 180 kW (245 PS) während am Heck ein zweiter E-Motor mit 300 kW (407 PS) arbeitet. Durch die insgesamt 480 kW (648 PS) sind sportliche Fahrleistungen garantiert und anders als bei den beiden Crossovern dürfte auch nicht bei 200 km/h Schluss mit dem dynamischen Vortrieb sein. Aus dem Stand geht es in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 und aus der gleichen Geschwindigkeit soll der elektrische Allradler nach 33,5 Metern wieder zum Stehen kommen. (Nio ES6: Ausgerechnet DIESE Technik könnte beim Deutschland-Start fehlen)

Ein Nio ET7
Das Heck des Nio ET7 erinnert dank des durchgezogenen Leuchtenbandes an den Audi A7. © Nio

Beeindruckend sind zumindest zwei der drei Akkupakete, die William Li (46), Firmengründer und CEO von Nio, bei der Weltpremiere des Fahrzeugs auf dem Nio Day in Chengdu vorstellte. Das kleine Akkupaket mit 70 kWh soll Reichweiten von rund 500 Kilometern ermöglichen. Deutlich interessanter dürften für die meisten Kunden die beiden größeren Akkupakete mit 100 kWh und sogar 150 kWh (als Festkörperbatterie) sein, mit denen der Nio ET7 Reichweiten von 700 bzw. 1.000 Kilometern ohne Nachladen realisieren soll. Die erstmals bei einem Serienfahrzeug verbaute Feststoffbatterie des Topmodells hat eine Energiedichte von 360 Wh/kg. (eBussy: Der „Bulli“ von Electric Brands hat nur 20 PS, aber mehr Drehmoment als ein Ferrari 488)

Nio ET7: Das kostet die chinesische Elektrolimousine – Assistenzsysteme gibt’s gegen Monatsgebühr

Der neue Nio ET7 ist ab sofort in der Nio-App bestellbar – ausgeliefert wird jedoch erst Anfang 2022. Das Basismodell kostet 448.000 RMB (56.000 Euro) ohne Batteriemiete und 378.000 RMB (48.000 Euro) mit der monatlichen Batteriemiete. Das besonders gut ausgestattete Modell der Premier Edition kostet 526.000 RMB (66.000 Euro). Der ET7 ist das erste Modell von Nio, das mit einem Komplettangebot von Fahrerassistenzsystemen geordert werden kann. Das volle Paket an Assistenzsystemen kostet monatlich jedoch eine Gebühr von 680 RMB (86 Euro). Mit den intelligent vernetzten Assistenzsystemen will der Nio ET7 stufenweise autonom auf Autobahnen, in der Stadt und beim Parken unterwegs sein und auch einen automatischen Batteriewechsel ermöglichen. (Das wird das Jahr der Stromer: Diese Auto-Neuheiten rollen 2021 zum Händler)

Blick in den Innenraum eines Nio ET7
Keine Spielereien: Im Innenraum des Nio ET7 geht es ziemlich aufgeräumt zu. © Nio

Bedient wird das Ganze über ein 12,8 Zoll großes Display in der Mitte der Armaturentafel sowie das bereits bekannte NOMI-Bediensystem mit künstlicher Intelligenz. Schnellste Bearbeitungszeiten soll dabei ein Hochleistungsrechner mit Namen Adam garantieren, der dank Orin-SoC-Prozessor von Nvidia mit 1.016 Tera-Operationen pro Sekunde acht Gigabyte Daten in gleicher Zeit erzeugen kann. Davon merken die Insassen nichts und sitzen wahlweise auf klimatisieren Massage-Ledersitzen oder Sesseln aus erneuerbarem Rattan. Das Soundsystem tönt aus 23 Lautsprechern mit bis zu 1.000 Watt. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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