1. 24auto
  2. News
  3. Neuheiten

Elektrische Mercedes G-Klasse: Steht sie schon auf der IAA?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marcus Efler

Offroad-Fans lieben die Mercedes G-Klasse – aber ihr Verbrauch belastet die Klimabilanz der Schwaben. Das sagt Daimler-Boss Ola Källenius zu einer Elektro-Version.

Stuttgart – Sie gilt als das Urgestein im Modell-Programm von Mercedes: Die G-Klasse, die seit 1979 nahezu unverändert gebaut wird. Jedenfalls, was die äußere Form betrifft – denn technisch hat sich in den vier Jahrzehnten durchaus viel getan. Schließlich mussten immer neue gesetzliche Anforderungen an Sicherheit und Emissionen erfüllt werden. Doch anders als der Land Rover Defender, der mittlerweile durch einen komplett neu konzipierten Nachfolger ersetzt wurde, behielt die G-Klasse selbst bei ihrer letzten großen Erneuerung 2018 ihren kantig-kernigen Charakter. (Brabus 900 Rocket: Diese getunte Mercedes G-Klasse hebt regelrecht ab)

Mercedes G-Klasse mit Elektromotor: Steht sie schon auf der IAA?

Warum sollte Daimler an Design und Image auch groß herumschrauben? Schließlich hat sich der Geländewagen, der schwierigste Offroad-Passagen meistert, zu einem hochprofitablen Luxusgefährt entwickelt. Mindestens 103.149 Euro müssen die Kunden bezahlen. Dafür gibt’s den G 350 d mit dem 286 PS starken Sechszylinder-Reihendiesel. Den, und den G 400 d, kaufen aber nur Europäer: In Arabien, Fernost und Amerika greifen die betuchten zu Kunden zu den deutlich teureren und stärkeren Benzinmodellen mit bis zu 585 PS. (Mercedes-Benz G-Klasse: Klon-Alternative viel billiger – Force Motors Gurkha kostet nur Bruchteil)

Mercedes G-Klasse, fahrend
Kantig und charakterstark: So lieben Fans die G-Klasse. © Daimler AG

Mercedes G-Klasse mit Elektromotor: Die Verbrenner sind zu durstig

So fidel es auch unter der Haube zugeht, so groß ist das Problem, das damit einhergeht: Hohe Motorleistung, das Gewicht von mindestens 2,4 Tonnen und die Aerodynamik einer Schrankwand treiben den Verbrauch in die Höhe. Die 8,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer des Basismodells mögen noch akzeptabel sein, die 14,4 Liter des Mercedes-AMG G 63 kratzen aber mittlerweile an der Grenze zur sozialen und ökologischen Unverträglichkeit – zumal es sich hier noch um Werte nach der veralteten NEFZ-Norm handelt, die in der Praxis deutlich übertroffen werden. (Jeep Wrangler Unlimited 4xe PHEV: Plug-in-Hybrid schaudert Fans – ist aber grundlos)

Mercedes G-Klasse mit Elektromotor: EQG 560 und EQG 580 geschützt

Um den offiziellen Flottenverbrauch hochzutreiben und dem Daimler-Konzern das Risiko von Strafzahlungen zu bescheren, reichen die Emissionen allemal. Und die Lösung, die alle Autohersteller dagegen parat haben, heißt Elektroantrieb. Und genau ein solcher deutet sich nun auch für die urige G-Klasse an. Daimler-Chef Ola Källenius (52) hat bereits eine „emissionsfreie EV-Version der Mercedes G-Klasse“ angekündigt. Schon auf der Münchner IAA im September, so vermelden nun verschiedenen Quellen, könnte ein Akku-getriebener EQG 560 oder EQG 580 zu bestaunen sein – diese Namen hat sich Daimler jedenfalls schützen lassen. (Mercedes-AMG G 63 für eine Million Euro: 6x6-Gebrauchtwagen ist eine absolute Rarität)

Mercedes G-Klasse mit Elektromotor: Die Diesel und Benziner bleiben

Bis die Elektro-G-Modelle zu den Kunden rollen, dürfte es allerdings noch zwei Jahre dauern. Wobei man derzeit oft überrascht wird, wie schnell die Autohersteller zum Strom umschwenken. Petrolheads können sich aber gleich wieder beruhigen: Ola Källenius sprach ja ausdrücklich von einer „Version“. Das bedeutet: Die Diesel und Benziner bleiben also im Angebot – zumindest vorerst.

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant