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Neuer Mercedes EQT: Der Innenraum des Elektro-Vans überrascht

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Von: Sebastian Oppenheimer

Mercedes baut das Schwestermodell des Hochdachkombis Renault Kangoo als T-Klasse und liefert gleich noch die Elektrovariante namens EQT.

Stuttgart – Einmal mehr war Renault seinem schwäbischen Kooperationspartner eine stattliche Nasenlänge voraus und kommunizierte nicht allein eine neue Variante des neu aufgelegten Familienmodells Kangoo, sondern unterstrich, dass dieser erstmals auch eine Elektroversion bekommen wird. Das gleiche Paket gibt es bald auch aus dem Hause Daimler, denn wie schon in der Vorgängergeneration des Mercedes Citan wird es für Privat- wie Gewerbekunden eine Sternenlösung geben.

Neuer Mercedes EQT: Im Innenraum des Elektrovans gibt es eine Überraschung

Die Gewerbeversion trägt ab Ende des Jahres wieder den Namen Mercedes Citan, der in seiner Vorgängergeneration wegen der sichtbar hohen Menge von Gleichteilen und eines desolaten Crashtests in die Kritik geraten war. Die Privatkunden sind in einer optisch leicht abgewandelten Variante unterwegs, die auf den Namen Mercedes T-Klasse hören wird – Marktstart ist jedoch erst im zweiten Quartal kommenden Jahres. Dass die etwas schicker und nobler sein wird als das an sich baugleiche Modell mit dem Renault-Rhombus zeigt der Mercedes EQT, der als seriennahe Studie nunmehr seine Premiere in schicken schwarzen Hochglanzlack und mit schmucken 21-Zöllern feiert. (Mercedes EQS: Die Türen des S-Klasse-Stromers sind ein echter Hingucker)

Fahraufnahme eines Mercedes EQT

Der Mercedes EQT wird mit zwei Radständen und somit in zwei Karosserielängen als Fünf- und Siebensitzer verfügbar sein. © Mercedes-Benz

Neuer Mercedes EQT: Platz für drei Sitze in der zweiten Reihe

Der Familienvan im bekannten Skischuhdesign wird mit zwei Radständen und somit in zwei Karosserielängen als Fünf- und Siebensitzer verfügbar sein. „Mit der kommenden T-Klasse erweitern wir unser Portfolio im Small-Van-Segment. Damit sprechen wir Familien und freizeitaktive Privatkunden jeden Alters an, die viel Platz und maximale Variabilität brauchen, aber nicht auf Komfort und Stil verzichten wollen“, sagt Marcus Breitschwerdt, Leiter Mercedes Vans. Die Studie des EQT ist auf der verlängerten Plattform unterwegs und somit 4,94 Meter lang und 1,82 Meter hoch. So gibt es viel Platz für drei Sitze in der zweiten Reihe und zwei ausklappbare Sitze im üppig dimensionierten Laderaum, wo zumindest zwei Kinder sitzen können. Der Einstieg in den Fond geschieht über zwei große Schiebetüren, die ebenso wie die weit aufschwingende Heckklappe das Be- und Entladen einfach werden lassen. (Mercedes EQB: Ordentliche Reichweite – doch andere E-Autos laden schneller)

Blick ins Cockpit des Mercedes EQT

Etwas überraschend kommt der Mercedes EQT nicht mit den aus A-Klasse und GLA bekannten großen Flachbildschirmen. © Mercedes-Benz

Neuer Mercedes EQT: Schalter und Bedienelemente aus dem Hause Renault

Das Cockpit präsentiert sich etwas überraschend nicht mit den beiden großen Flachbildschirmen, wie man diese von Daimler-Modellen auf der Frontantriebsplattform wie der Mercedes A- oder GLA-Klasse kennt. Stattdessen gibt es Schalter und Bedienelemente aus dem Hause Renault mit analogen Runduhren und einem zentralen Multifunktionsbildschirm, über den sich jedoch das MBUX-System bedienen lässt. So gelangen auch Echtzeit-Verkehrsdaten und Updates ins Fahrzeug. Auf den Markt kommt die neue Mercedes T-Klasse als Zwilling der Gewerbeversion Anfang kommenden Jahres. (Neuer Mercedes-Benz EQA 250: Kleiner Bruder des EQC ist komfortabel – aber sparsam ausgestattet)

Ein Mercedes EQT Concept

Der Mercedes EQT dürfte wohl frühestens Ende 2022 auf den Markt kommen. © Mercedes-Benz

Neuer Mercedes EQT: Elektrische Reichweite von nur 260 Kilometern?

Die Elektroversion dürfte noch bis Ende 2022 / Anfang 2023 auf sich warten lassen. Die elektrische Reichweite sollte identisch mit der des elektrischen Renault Kangoo sein – diese ist aktuell mit rund 260 Kilometern in Aussicht gestellt. Das wäre speziell für Privatkunden eine überaus schmale Nummer. Daher nicht auszuschließen, dass es wie bei den meisten Elektromodellen eine zweite Variante mit mehr Reichweite geben wird, die dann über 400 Kilometern liegen könnte. Das Ladevolumen dürfte ebenfalls identisch mit dem Renault Kangoo sein. Dieser bietet je nach Version ein Ladevolumen zwischen 3,3 und 4,9 Kubikmetern. Wahlweise wird es neben dem Elektromodell des EQT für die T-Klasse Diesel- und Benzinversionen mit einem Leistungsspektrum von 75 bis 150 PS geben. (Stefan Grundhoff / press-inform)

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