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Mercedes-AMG SL: So emotional wird der neue Luxus-Roadster

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Von: Marcus Efler

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Benzinmotoren, Stoffdach, Sportwagen-Design: Der nächste Mercedes SL macht sofort Lust aufs Cabrio-Fahren. Power-Fans werden aber einen Antrieb vermissen.

Stuttgart – Mit seiner Ikone SL hat es Mercedes in den vergangenen Jahren nicht immer nur gut gemeint. Der offene Beau, einst imageträchtiges Aushängeschild der Schwaben, parkte nur noch am Rande des prall gefüllten Modellportfolios. Doch nun steht, erstmals seit 2012, endlich wieder eine Neuauflage an der Startlinie. (Mercedes E 450 4matic Cabrio im Test: Extrastark beim Überholen)

Mercedes-AMG SL: So emotional wird der neue Luxus-Roadster

Erstmals legte Daimler die Entwicklung des Roadsters in die Hände der Power-Marke AMG. Das hat seinen Grund weniger in übertriebener Sportlichkeit, sondern liegt daran, dass der Mercedes-AMG SL mittelfristig den obsolet gewordenen AMG GT Roadster ersetzen soll. Der hätte den traditionsreichen Mercedes SL, der seit den 1950er-Jahren die Schönen und Reichen dieser Welt kommod und sportlich über die Boulevards dieser Welt transportiert, fast sogar abgelöst: Schon die bisherige SL-Generation war immer wieder verschoben worden und setzte weder in Sachen Design noch Technologie neue Bestmarken. (Einzigartiger Mercedes-Benz Pullman steht zum Verkauf – für Mega-Preis)

Mercedes-AMG SL: Fahrzeugarchitektur wurde komplett neu entwickelt

Das soll mit dem neuen Mercedes SL anders werden. Der orientiert sich optisch stark am aktuellen AMG GT Roadster mit markantem Kühlergrill. Dabei betont Daimler, dass der Wagen mit dem aktuellem AMG GT ebenso wenig gemeinsam hat wie mit dem bisherigen SL, denn er basiert auf einer komplett neu entwickelten Fahrzeugarchitektur.

Mercedes-AMG SL, fahrend
Neue Schönheit: der künftige Mercedes-AMG SL © Mercedes-Benz AG

Deren Chassis besteht aus einem Spaceframe mit selbsttragender Aluminium-Struktur. Nach wie vor setzt der SL ausschließlich auf Benziner-Power. Ein imagestarker V12, wie er die Topmodelle von Maybach oder den gepanzerten Mercedes S 680 Guard antreibt, fehlt jedoch. Zum Marktstart im Frühjahr 2022 rollt der Mercedes-AMG SL zunächst in zwei V8-Motorisierungen an den Start: Basismodell wird der SL 55 4matic, sein Vierliter-V8-Doppelturbo, 476 PS und 700 Nm Drehmoment beschleunigt den Roadster in 3,9 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 295 km/h. (Mercedes-Flügeltürer zum Spottpreis – doch wer genau hinschaut, erkennt den Haken)

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Mercedes-AMG SL: Zum Markstart bis zu 585 PS aus V8-Motor

Die stärkere Version, der SL 63 4matic, leistet mit dem ähnlichen V8-Motor beachtliche 585 PS, entwickelt 800 Nm Drehmoment und erreicht maximal 315 km/h. Der Normverbrauch der beiden obligatorischen Allrad-Roadster liegt bei 11,8 Litern Super auf 100 Kilometern. 2023 dürfte sich ein Plug-in-Hybrid dazugesellen.

Mercedes-AMG SL, fahrend, von seitlich hinten
Das Stoffverdeck des Mercedes-AMG SL ermöglicht ein schlankes Heck. © Mercedes-Benz AG

Serienmäßig sind Hinterradlenkung, sechs Fahrprogramme, Allradantrieb und Neungangautomatik – dazu wieder ein klassisches Stoffdach. Es lässt sich in 15 Sekunden bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h öffnen und schließen. Der kleine V8 ist mit einem Stahlfederfahrwerk mit Aluminium-Stoßdämpfern und Leichtbau-Schraubenfedern ausgestattet. Vorne wie hinten arbeitet eine Fünflenkerachse. Im SL 63 ist dagegen eine hydraulische Wankstabilisierung verbaut, bei der aktive Hydraulikelemente die mechanischen Querstabilisatoren ersetzen und Karosseriebewegungen ausgleichen. Wahlweise rollt der offene SL mit Stern auf 19-, 20-, oder 21-Zöllern. Die Fahrerassistenzsysteme liegen auf dem Niveau von S- und E-Klasse. (50 Jahre Mercedes SL R 107: Luxus-Roadster hatte ungewöhnliches Extra)

Interieur des Mercedes-AMG SL
Mit Mega-Tablet: das Interieur des neuen Mercedes-AMG SL © Mercedes-Benz AG

Mercedes-AMG SL: Die hinteren Plätze taugen eher für Gepäck

Wenige Überraschungen bietet der knapp 2.000 Kilogramm schwere Mercedes-AMG SL im Innern. Obschon er offiziell als 2+2-Sitzer angeboten wird, dürften die hinteren Plätze ebenso leer bleiben wie meist beim Porsche 911 und nur als zusätzliche Gepäckablage dienen. Es gibt bequeme klimatisierte Ledersitze, die sich vielfältig verstellen lassen, animierte Instrumente, Head-up-Display und einen zentralen Multimediabildschirm, dessen Neigung sich elektrisch zwischen 12 und 32 Grad verstellen lässt. Der Laderaum fasst zwischen 213 und 240 Liter – falls das überhaupt jemanden interessiert. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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