Sollte schon 2019 kommen

Mercedes-AMG Project One: Endlich erste Tests mit voller 1.000-PS-Power (mit Video)

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Seit über drei Jahren arbeitet Mercedes-AMG intensiv am Project One. Das Plug-in-Hybrid-Hypercar soll Formel-1-Technik mit Straßenzulassung bieten. Rund 1.000 PS Systemleistung wird der Renner leisten, dessen Finalisierungs-Phase zwar später als erwartet, aber letztlich doch näher rückt.

  • Vorgestellt wurde das Project One erstmals auf der IAA 2017
  • Die Modellbezeichnung der Serienfahrzeuge wird One lauten
  • Die Auflage der Kleinserie ist auf 275 Exemplare begrenzt

Immendingen – Dass es gar nicht so einfach ist, lupenreine Renntechnik auf ein Auto mit Nummernschild – den Mercedes-AMG Project One – zu übertragen, haben die Techniker offenbar in mehreren Entwicklungsphasen feststellen müssen. Man spricht in Stuttgart und Affalterbach von einer „immensen Herausforderung“ beim Plug-in-Hybrid-Hypercar. Etwa beim Geräuschverhalten, wo „das Entwicklerteam absolutes Neuland betreten und mit sehr viel Beharrlichkeit und hoher Ingenieurskunst serienreife Lösungen gefunden“ habe (Mercedes-AMG GT Black Series: Erst bei DIESEM Tempo endet der Vortrieb des Boliden).

Mercedes-AMG
SitzAffalterbach
Gründung1967
Vorsitzender der GeschäftsführungPhilipp Schiemer
Mitarbeiterzahl 1.500 (2017)
Verkaufte Fahrzeuge 2019132.136
Bein Project One arbeiten zahlreiche aerodynamische Komponenten zusammen.

Mercedes-AMG Project One: Volle 1.000-PS-Power beim Test in Immendingen

Inzwischen drehen Vorserienfahrzeuge auf dem konzerneigenen Prüf- und Technologiezentrum Immendingen (Zutritt streng verboten: Das sind die geheimen Teststrecken der Autohersteller) ihre dynamischen Runden, und zwar mit voller Power. Erstmals hätten die Projektverantwortlichen die volle Leistung von mehr als 735 kW/1.000 PS (über 350 km/h schnell) der umfangreich elektrifizierten und hochkomplexen Hybrid-Antriebseinheit für die Fahrerprobung freigegeben, heißt es aus Schwaben (Mercedes-AMG: Dieser Kompakt-Sportler ist wenigstens ein bisschen vernünftig)

Das Heck des Project One mit markantem Spoiler, großem Auspfuffrohr und Diffusor.

Ein weiterer Schwerpunkt neben dem dynamischen Testprogramm und dem Feinschliff der Fahrbarkeit ist laut Mercedes-AMG die Aerodynamik mit ihrem komplexen Zusammenspiel zahlreicher aktiver Komponenten wie etwa der Louvers (Luftschlitze) in den vorderen Kotflügeln oder dem großen Heckflügel (Mercedes-AMG GLA 45 S: Mehr Leistung bietet kein anderes Kompakt-SUV).

Nächster Schritt im weitreichenden Test- und Entwicklungsprogramm für das Project One: In Kürze muss der Straßenrenner auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings Farbe bekennen und zeigen, was er wirklich draufhat. (Von Rudolf Huber/mid)

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG - Global Commun

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