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Mercedes-AMG Project One: Endlich erste Tests mit voller 1.000-PS-Power (mit Video)

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Von: Arne Roller

Seit über drei Jahren arbeitet Mercedes-AMG intensiv am Project One. Das Plug-in-Hybrid-Hypercar soll Formel-1-Technik mit Straßenzulassung bieten. Rund 1.000 PS Systemleistung wird der Renner leisten, dessen Finalisierungs-Phase zwar später als erwartet, aber letztlich doch näher rückt.

Immendingen – Dass es gar nicht so einfach ist, lupenreine Renntechnik auf ein Auto mit Nummernschild – den Mercedes-AMG Project One – zu übertragen, haben die Techniker offenbar in mehreren Entwicklungsphasen feststellen müssen. Man spricht in Stuttgart und Affalterbach von einer „immensen Herausforderung“ beim Plug-in-Hybrid-Hypercar. Etwa beim Geräuschverhalten, wo „das Entwicklerteam absolutes Neuland betreten und mit sehr viel Beharrlichkeit und hoher Ingenieurskunst serienreife Lösungen gefunden“ habe (Mercedes-AMG GT Black Series: Erst bei DIESEM Tempo endet der Vortrieb des Boliden).

Mercedes-AMG
SitzAffalterbach
Gründung1967
Vorsitzender der GeschäftsführungPhilipp Schiemer
Mitarbeiterzahl1.500 (2017)
Verkaufte Fahrzeuge 2019132.136
Project One Seitenasicht in Tarnfolierung auf Teststrecke.

Bein Project One arbeiten zahlreiche aerodynamische Komponenten zusammen. © Mercedes-Benz AG

Mercedes-AMG Project One: Volle 1.000-PS-Power beim Test in Immendingen

Inzwischen drehen Vorserienfahrzeuge auf dem konzerneigenen Prüf- und Technologiezentrum Immendingen (Zutritt streng verboten: Das sind die geheimen Teststrecken der Autohersteller) ihre dynamischen Runden, und zwar mit voller Power. Erstmals hätten die Projektverantwortlichen die volle Leistung von mehr als 735 kW/1.000 PS (über 350 km/h schnell) der umfangreich elektrifizierten und hochkomplexen Hybrid-Antriebseinheit für die Fahrerprobung freigegeben, heißt es aus Schwaben (Mercedes-AMG: Dieser Kompakt-Sportler ist wenigstens ein bisschen vernünftig)

Heckansicht Project One in Tarnfolierung auf Teststrecke

Das Heck des Project One mit markantem Spoiler, großem Auspfuffrohr und Diffusor. © Mercedes-Benz AG

Ein weiterer Schwerpunkt neben dem dynamischen Testprogramm und dem Feinschliff der Fahrbarkeit ist laut Mercedes-AMG die Aerodynamik mit ihrem komplexen Zusammenspiel zahlreicher aktiver Komponenten wie etwa der Louvers (Luftschlitze) in den vorderen Kotflügeln oder dem großen Heckflügel (Mercedes-AMG GLA 45 S: Mehr Leistung bietet kein anderes Kompakt-SUV).

Nächster Schritt im weitreichenden Test- und Entwicklungsprogramm für das Project One: In Kürze muss der Straßenrenner auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings Farbe bekennen und zeigen, was er wirklich draufhat. (Von Rudolf Huber/mid)

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