Extrem-Renner aus Affalterbach

Mercedes-AMG GT Black Series: Erst bei DIESEM Tempo endet der Vortrieb des Boliden

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Die Fans hatten lange auf die Krönung ihres AMG GT gewartet. Wem der AMG GT R noch nicht reicht, der kann es zukünftig auf Rennstrecke und Straße noch etwas wilder haben. AMG bringt von seinem GT das obligatorische Topmodell unter der Bezeichnung Black Series.

  • Mit der bärenstarken Black-Series-Variante krönt Mercedes-AMG seinen GT
  • Der Supersportler bekommt den stärksten Serienmotor in der Geschichte von AMG
  • Erst bei diesem gewaltigen Tempo endet der Vortrieb des Boliden aus Affalterbach

Affalterbach – Seit 15 Jahren bringt Mercedes-AMG immer wieder Kleinserien seiner sportlichsten Modelle auf den Markt und macht diese besonders für Rennstreckenfans und Sammler interessant. Das schärfste Produkt aus Affalterbach ist der AMG GT Black Series, der vom stärksten Serienmotor der AMG-Geschichte angetrieben wird. Der doppelte aufgeladene V8 unter der langen Motorhaube des Supersportlers (Lamborghini Sián Roadster: Top-Speed-Duell mit Ferrari) leistet 537 kW (730 PS) und ein maximales Drehmoment von 800 Nm, das zwischen 2.000 und 6.000 U/min anliegt.

AMG GT Black Series: Besseres Ansprechverhalten der Abgasturbolader

Im Unterschied zu den bisherigen AMG-Triebwerken (Facelift für den Mercedes AMG E63: So viel km/h schafft der Bolide) wurde beim Achtzylinder vom Typ M178 LS2 diesmal keine Kreuzwelle verbaut, bei der die Hubzapfen der vier Zylinderpaare jeweils in einem Winkel von 90 Grad zueinanderstehen. Stattdessen wurde eine flache Kurbelwelle verbaut, bei der alle Hubzapfen mit einem Versatz von 180 Grad auf einer gemeinsamen Ebene liegen (Flat-Plane). Die beiden Abgasturbolader sind für ein besseres Ansprechverhalten wälzgelagert.

Die schärfste Variante aus Affalterbach: Der Mercedes AMG GT Black Series leistet 730 PS.

Im AMG GT Black Series (78-Jähriger kauft sich McLaren 720S Spider: „Du hast ja immer ein Bremspedal“) erhalten die Lader jedoch ein größeres Verdichterrad, sodass die beiden Lader insgesamt 1.100 kg Luft pro Stunde fördern können. Zum Vergleich: Im AMG GT R sind es 900 kg/h. Die größeren Ladeluftkühler garantieren, dass sie die Ladelufttemperatur stets im bestmöglichen Bereich halten können. Die Kraft auf die Hinterräder überträgt das verstärkte Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das sich wie bei allen Modellen zur optimierten Gewichtsverteilung an der Hinterachse befindet.

Spart Gewicht: Der gewaltige Heckflügel des Mercedes AMG GT Black Series besteht aus Karbon.

AMG GT Black Series: Gewaltiger Heckflügel aus Karbon

Optisch wirkt der AMG GT als Black Series noch martialischer als die anderen Sportversionen. Ein Grund ist die deutlich veränderte Aerodynamik. Neben den deutlich größeren Kühleinlass fallen die kleinen Flics und Air Curtains für mehr Abtrieb und Bremsenkühlung an der Vorderachse auf. Der Frontspoiler aus Karbon lässt sich in zwei Stufen auf die Rennstrecke einstellen. Am Heck des AMG (Dieser Kompakt-Sportler ist wenigstens ein bisschen vernünftig) fallen der neue Diffusor, die seitlichen Radhaus-Entlüftungen und der gewaltige Heckflügel auf.

Die Marke Mercedes-AMG
HauptsitzAffalterbach
Gründungsjahr1967
ChefTobias Moers
Bekannteste ModelleAMG GT Coupé, AMG GT Viertürer, AMG G-Klasse
Ausgelieferte Fahrzeuge 2019132.136

Beide Flügelelemente bestehen aus Karbon, lassen sich mechanisch verstellen und so an unterschiedliche Streckenbedingungen anpassen. Im oberen Flügelblatt gibt es ein bewegliches Element, das sich je nach Fahrsituation und -modus um bis zu 20 Grad anstellt. Zusammen mit dem verkleideten Unterboden sorgt das bei 250 km/h für 400 Kilogramm Abtrieb.

AMG GT Black Series: Erst bei diesem Tempo ist Schluss

Serienmäßig sind Keramikbremse, einstellbares Gewindefahrwerk und Karosserieelemente aus Karbon, um das Gewicht zu reduzieren. Weitere Details aus dem Rennsport sind Schalensitze aus Karbon, Aluschmiederäder mit Michelin-Rennreifen, Leichtbautürtafeln und auf Wunsch sogar Leichtbau-Überrollschutz und Feuerlöschsystem.

Aus dem Stand beschleunigt das neue Kraftpaket in 3,2 Sekunden auf Tempo 100 und in neun Sekunden auf 200 km/h. Seine Höchstgeschwindigkeit: 325 km/h. Dann kann das Rennen nunmehr beginnen. Wenn das nötige Budget vorhanden ist. Der Preis des Mercedes-AMG GT Black Series dürfte zwischen 250.000 und 300.000 Euro liegen (Stefan Grundhoff / press-inform).

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG

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