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Mercedes-AMG EQE 53: Top-Speed nur gegen Aufpreis

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Mercedes lässt es bei seinen E-Sportversionen etwas zurückhaltender angehen als mancher Konkurrent. Bestes Beispiel sind der neue AMG EQE 53 und sein Schwestermodell EQE 43.

Affalterbach – Wohin soll die Reise bei den Motorleistungen im Elektrozeitalter noch gehen? Tesla, Lucid oder Nio – bei Kilowatt und Pferdestärken reißen einige mittlerweile ohne jede Scham die 1.000-PS-Marke. AMG, sonst kaum für seine dynamische Enthaltsamkeit bekannt, lässt es mit der Sportversion des noch jungen Mercedes EQE deutlich zurückhaltender, aber keinesfalls unsportlich angehen. Die optischen Dreingaben, die den AMG EQE 53 von seinem zahmen Bruder EQE 350 unterscheiden, sind recht überschaubar und so fallen die Sportabzeichen aus Affalterbach kaum ins Gewicht, was insbesondere jenen gefallen dürfte, die den dezenten Auftritt bevorzugen. Damit reiht sich der AMG EQE 53 entspannt hinter seinem Vorbild EQS ein, dessen AMG-53-Version optisch ebenfalls kaum kerniger auftritt als der Serien-EQS. Im Unterschied zum normalen EQE bietet die AMG-Versionen geänderte Schürzen, eine angedeutete Lamellenfront sowie Heckspoiler und Sportsitze, die nur auf Wunsch mit Leder bezogen werden.

Fahraufnahme eines Mercedes-AMG EQE 53
Nur mit dem aufpreispflichtigen AMG-Plus-Paket darf der Mercedes-AMG EQE 53 auf bis zu 240 km/h beschleunigen. © Mercedes-Benz AG

Mercedes-AMG EQE 53: Top-Speed nur gegen Aufpreis

Auch wenn AMG seinen Sportversionen nicht derart wilde Leistungsreserven implantiert hat wie die internationale Konkurrenz, dürfte sich wohl keiner der Kunden über einen Mangel an Dynamik beschweren, denn bereits der kleinere Mercedes-AMG EQE 43 leistet stattliche 350 kW/476 PS und ein maximales Drehmoment von 860 Nm. Der 53er legt mit 460 kW/626 PS und 950 Nm nochmals zwei Schaufeln drauf und kann beim Rennstart mit einer kurzzeitigen Boostversion sogar bis zu 505 kW/687 PS/1.000 Nm bieten. Im Gegensatz zu den schwächeren EQE-Modellen von der Stange, bei denen der Allradantrieb nur optional angeboten wird, ist das AMG-Doppelpack obligatorisch mit dieser sinnvollen Antriebsvariante ausgestattet. Serienmäßig sind zudem Luftfederung, verschiedene Fahrprogramme und Allradlenkung. (Ministerin unter Strom: Annalena Baerbock fährt Mercedes EQS)

Blick ins Cockpit eines Mercedes-AMG EQE 53
Auch im Mercedes-AMG EQE 53 gibt es das bekannte Riesen-Display. © Mercedes-Benz AG

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Mercedes-AMG EQE 53: In 3,3 Sekunden von 0 auf Tempo 100

Was den meisten Kunden kaum gefallen würde, ist, dass der AMG EQE 43 ebenso wie die schwächeren Varianten bereits bei 210 km/h eingebremst wird. Darüber täuscht auch der in der Realität unwichtige Spurt von null auf Tempo 100 in 4,2 Sekunden nicht weg. Der 53er schafft diesen auf Wunsch in 3,3 Sekunden und darf auch nur mit dem aufpreispflichtigen AMG-Plus-Paket 240 km/h schnell sein. Dem steht bei beiden Elektromodellen ein Normverbrauch von 19,7 bis 23,2 kWh auf 100 Kilometern gegenüber. Heißt, dass die beiden Brüder mit ihrem 90,6-kWh-Akkupaket bestenfalls nach 440 bis 530 Kilometern wieder an die Ladesäule müssen. (BMW-Stromer tönen bald schöner: Hollywood-Star designt neue Sounds)

Mercedes-AMG EQE 53: 400 Liter Kofferraumvolumen

Das DC-Schnellladesystem arbeitet mit einer Geschwindigkeit von maximal 170 Kilowatt. Großzügig ist das Platzangebot im Innern, auch wenn man bauartbedingt etwas höher als in einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor sitzt, weil das Akkupaket im Boden verbaut ist. Das Kofferraumvolumen des 4,94 Meter langen und 2.450 Kilogramm schweren Mercedes-AMG EQE 53 beträgt 430 Liter. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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