Doppel-Update

Land Rover: Diese Neuerungen bringt die Modellpflege bei Range Rover Evoque und Discovery Sport

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Land Rover nutzt die Modellpflege für das neue Jahr, um Range Rover Evoque und Land Rover Discovery Sport mit neuen Motoren und einem verbesserten Infotainment auszustatten. 

  • Land Rover führt Mild-Hybrid-Versionen bei Diesel-Modellen ein
  • Range Rover Evoque P160 mit neuem Dreizylinder-Benziner
  • Top-Ausstattung „Autobiography“ ab sofort auch für den Evoque

Kronberg (Taunus) – Bei Jaguar Land Rover bahnen sich große Veränderungen an. In zwei Wochen nimmt Thierry Bolloré im Chefsessel Platz und löst den Deutschen Ralf Speth ab. Der Wechsel kommt während herausfordernder Zeiten.

Schon vor der Corona-Krise lief es bei dem britischen Autobauer nicht mehr so rund wie zuvor, die Verkäufe brachen ein und Entlassungen trübten die Stimmung. Trotz der Zäsur durch die Pandemie gehen die Geschäfte weiter und beim Land Rover Discovery Sport sowie dem Kompakt-Bestseller Range Rover Evoque müssen dringend benötigte Modellaufwertungen her. (Jaguar: Preise, Modelle, Gebrauchtwagen – der Traditionshersteller gehört zu Tata Motors)

Der Range Rover Evoque D165 hat einen Normverbrauch von 5,0 Litern.

Das betrifft vor allem die Motorisierungen. Nachdem beide Modelle bereits das Plug-in-Hybridmodul mit einer Systemleistung von 227 kW/309 PS und einer rein elektrischen Reichweite von 62 Kilometer (Discovery Sport) beziehungsweise 66 Kilometer (Evoque) bekommen haben, stehen jetzt neue Dieselaggregate mit einer Mild-Hybridisierung auf der Agenda. Die beiden neuen Vierzylinder-Ingenium-Diesel werden mit einem riemengetriebenen 48-Volt-Starter-Generator ausgestattet und leisten 120 kW/163 PS und 150 kW/204 PS. Der Norm-Verbrauch reicht von 5,0 Liter pro 100 Kilometer beim Range Rover Evoque D165 bis hin zu 7,3 l/100 km beim Land Rover Discovery Sport D200. Beide Modelle werden mit Vorderrad- oder Allradantrieb sowie Sechsgang-Handschaltung oder der bekannten Neungang-Automatik angeboten. Vor allem das Neungang-Getriebe, das bei den bisherigen Tests nicht immer restlos überzeugt hat, dürfte von der Elektrifizierung profitieren. (Land Rover Defender: Das unterscheidet den Neuen von seinem Vorgänger)

Der Land Rover Discovery Sport ist mit zwei neuen Diesel-Aggregaten erhältlich.

Land Rover: Modellpflege beim Range Rover Evoque – Mild-Hybride recht durstig

Für den Range Rover Evoque P160 bringt die Jahres-Auffrischung den bei den Plug-in-Hybriden eingesetzten Dreizylinderbenziner mit 118 kW/160 PS, der ebenfalls einen 48-Volt-Starter-Generator und ein maximales Drehmoment von 260 Newtonmetern mitbringt. Das Triebwerk hat zwölf Ventile, einen Twin-Scroll-Turbo und variable Einlass- und Auslassnockenwellen-Verstellung. Kombiniert mit der Automatik resultiert das in einem Durchschnittsverbrauch von 5,3 l/100 km, einer Sprintzeit von 10,3 Sekunden bis 100 km/h und einer Spitzengeschwindigkeit von 199 km/h. Die weiteren Benziner (P200, P250 und P300) sind ebenfalls mit dem MHEV-Modul ausgestattet. (Jaguar Land Rover: Neues System soll bloße Absicht des Fahrers erkennen können)

Das Infotainment-System des Land Rover Discovery Sport wurde gründlich überarbeitet.

Land Rover: Modellpflege bringt neues Infotainment und Autobiography-Ausstattung

Eine andere Baustelle ist das Infotainment. Hier bekommen die beiden Modelle die letzte Ausbaustufe namens „Pivi“, das quasi mit dem Aktivieren einsatzbereit sein soll. Updates per eingebundener SMS-Karte sollen drahtlos und kostenlos aufgespielt werden. Diese Flatrate ermöglicht auch Streamingdienste wie Spotify – und während das Smartphone induktiv lädt, wird auch das Signal des Telefons verstärkt. Dass zwei Mobiltelefone gleichzeitig via Bluetooth eingebunden werden können, gehört mittlerweile zum guten Ton. Aber eine Land-Rover-Modellpflege wäre unvollständig, wenn es nicht auch ein luxuriöses Modell geben würde: Die tragen den Namen Autobiography und bieten besondere Feinheiten im Innenraum – das ist auch beim Range Rover Evoque der Fall. Zur Wohlfühloase gehört natürlich besonders gute Luft, die durch ein neues Filtersystem bei beiden Modellen auch bei den anderen Ausstattungen gewährleistet ist. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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