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Kia Sportage: Deutlich größerer Laderaum und komfortable Park-Funktion

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Von: Sebastian Oppenheimer

Nach sechs Jahren Bauzeit frischt Kia sein meistverkauftes SUV auf. Dabei möchten die Koreaner mit attraktivem Design und neuester Technik überzeugen.

Offenbach – Die Erneuerung eines gut laufenden Modells ist für einen Autohersteller immer heikel — zu viele Änderungen am Design könnten die Stammklientel abspenstig machen, das Gegenteil wiederum könnte den Vorwurf mangelnden Fortschritts laut werden lassen. Unser erster persönlicher Kontakt mit dem kommenden Kia Sportage zeigt aber, dass dieser einen deutlichen Schritt in Richtung Moderne gemacht hat. Markante LED-Tagfahrleuchten in Bumerang-Optik dürften rege Aufmerksamkeit von Passanten einbringen, während in den daneben liegenden Aussparungen jetzt mächtige LED-Einheiten in Matrix-Ausführung sitzen. So kann der Fahrer dauerhaft mit Fernlicht unterwegs sein, ohne entgegenkommende Verkehrsteilnehmer zu blenden – diese werden nämlich schlicht ausgeblendet. (Netz spottet über neues Kia-Logo: Viele erkennen darin nicht den Markennamen, sondern ...)

Ein Kia Sportage in der GT-Line
Markante Front: Der neue Kia Sportage kommt mit LED-Tagfahrleuchten in Bumerang-Optik. © Kia

Kia Sportage: Deutlich größerer Laderaum und komfortable Park-Funktion

Der neue Kia Sportage hat neben seinen futuristischen Elementen wie den Leuchtgrafiken aber auch etwas Kerniges: Vor allem in der Seitenansicht wirkt er wuchtig – und ersetzt mit seiner massiven Flanke und den schwarz abgesetzten Radhäusern zumindest in dieser Perspektive das milde SUV-Flair durch fast so etwas wie Geländewagen-Charakter. Das Heck gleicht mit seinen Rücklicht-Einheiten und insbesondere der in sanfter Rundung nach unten weisenden Partie unterhalb des Kofferraum-Deckels dem kürzlich vorgestellten Elektro-Crossover Kia EV6 (hier geht’s zum Fahrbericht).

Antriebsseitig kommen keine Überraschungen auf die Interessenten zu – genauso wie auch beim Kia Sorento wird es reine Verbrenner sowie verschiedene Hybridoptionen geben. Zwei effiziente 1,6-Liter-Vierzylinder leisten 110 kW/150 PS beziehungsweise 132 kW/180 PS. Bei der Vollhybrid-Variante kombinieren die Techniker den 1,6-Liter-Vierzylinder mit einer 44 kW/60 PS starken E-Maschine, um zusammen 169 kW/230 PS auf die Räder loszulassen. Allradantrieb kommt optional zum Einsatz. (Kia Sorento Plug-in-Hybrid im Test: „Weltneuheit“ steigert die Leistung des SUV)

Ein Kia Sportage in der GT-Line
Bis der neue Kia Sportage bei den Händlern steht, wird es noch bis Anfang 2022 dauern. © Kia

Kia Sportage: Plug-in-Hybrid-Version mit rund 60 Kilometern E-Reichweite

Spannend – nicht zuletzt in finanzieller Hinsicht – wird die in verschiedenen Disziplinen geförderte Version mit Plug-in-Hybrid: Sie wird eine Leistung von 195 kW/265 PS erreichen. Dank knapp 14 kWh großer Batterie wird der Sportage PHEV auf etwa 60 Kilometer praxisnahe rein elektrische Reichweite erreichen. Konservative Diesel-Fans erhalten die beiden aus dem Konzern bekannten Selbstzünder mit 1,6 Litern Hubraum analog zu den Benzinern in einer Leistungsbandbreite von 85 kW/116 PS bis 100 kW/136 PS.

Dass der neue Kia über sämtliche heute üblichen Assistenzsysteme verfügt, versteht sich von selbst – inklusive inzwischen weitgehenden assistierten Fahrfunktionen samt zahlreicher autonomer Brems-Szenarien. Neu hingegen ist, dass der Fahrer den Sportage jetzt auch von außen ferngesteuert einparken kann. So hat man die Chance, das Auto auch dann noch aus der Parklücke zu bugsieren, wenn man zugeparkt wurde und keine einzige Tür mehr öffnen kann.

Blick ins Cockpit des Kia Sportage
Der Innenraum des neuen Kia Sportage macht einen wertigen Eindruck. © Kia

Kia Sportage: Wertiges Cockpit mit gebogenem Instrumenten-Display

Wer den Innenraum des neuen Kia Sportage entert, dürfte sogar noch ein Quäntchen mehr staunen als beim ersten Blick auf die neu gestaltete Außenhaut: Vor allem das Kombiinstrument, ausgeführt als „Curved Display“, erfreut mit seiner wertigen Anmutung und zaubert einen Hauch Porsche Taycan in die Innenarchitektur. Schicke Dekors (z. B. schwarzer Klavierlack) tragen zum Premium-Eindruck des Innenraums bei. Ein anderer wichtiger Bestandteil eines State-of-the-Art-Interieurs ist der große Touchscreen – hier mit 12,3 Zoll durchaus vorzeigbar. (Hyundai Bayon im Test: Am Innenraum wurde gespart – aber nicht am Fahrspaß)

Mit einer Länge von 4,51 Metern setzt der Koreaner seine Tradition des Größenwachstums mit jeder Sportage-Modellgeneration fort und klopft schon an die Türe der Mittelklasse, obwohl er rein formal zur Kompaktklasse zählt.

Ein Blick in den Laderaum des Kia Sportage mit umgeklappter Rücksitzbank
Der neue Kia Sportage schluckt bei umgeklappter Rücksitzbank jetzt fast 1.800 Liter. © Kia

Kia Sportage: Ladvolumen wächst um 300 auf knapp 1.800 Liter

Darüber hinaus hat Kia seinen Sportage jetzt deutlich mehr in Richtung Praxistauglichkeit getrimmt. Mit fast 1.800 Litern Gepäckraumvolumen bei umgeklappter Rücksitzbank erhöht der Hersteller das Ladevolumen des SUV um fast 300 Liter. Außerdem finden sich vor allem im Fond viele praktische Details, darunter USB-Ports in den Sitzlehnen sowie diverse Haken, um Jacken oder andere Kleidungsstücke akkurat verstauen zu können.

Eine Weile werden Interessenten noch Zeit haben, um das neue Modell ausgiebig zu studieren – entweder am Computer-Bildschirm zu Hause oder auf der am 7. September erstmals in München startenden IAA. Denn zu den Händlern rollt der Alleskönner erst Anfang des nächsten Jahres. (Patrick Broich/SP-X)

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