Kompaktwagen und SUV

Izera: Neue Automarke aus Polen stellt zwei schicke Studien vor

Studioaufnahme vom Izera T100 und Z100
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Neben dem Kompaktwagen T100 stellte Izera das SUV Z100 vor.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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Polen will in die Produktion von Elektroautos einsteigen. Jetzt stellte das Unternehmen Electromobility Poland (EMP) in Warschau erste Designstudien vor.

  • Staatliche Energieunternehmen schließen sich zusammen und gründen Automarke
  • Izera zeigt zwei Design-Studien: ein Kompaktmodell und ein SUV
  • Die Serienproduktion soll im Jahr 2023 starten

Warschau – Die Fahrzeuge sollen demnach unter der Marke Izera auf den Markt kommen und zu mehr als der Hälfte in Polen hergestellt werden. Electromobility Poland ist eine Gründung mehrerer staatlicher Energieunternehmen. Die Firma geht dabon aus, dass die ersten Fahrzeuge im Jahr 2023 vom Fließband laufen. Die Kosten bis zum Produktionsstart werden nach Medienberichten auf knapp eine Milliarde Euro geschätzt. Der Markenname Izera ist inspiriert vom Isergebirge im Südwesten Polens im Grenzgebiet zur Tschechischen Republik. (Elektroautos erleben echte Preisschlacht – diese Rabatte sind drin)

Izera stellt zwei Prototypen vor: SUV und Kompaktwagen

Neben einem SUV stellte Izera auch eine kompakte Fließheck-Limousine vor. Die Firma nennt auch schon ein paar technische Eckdaten. So sollen beide Modelle in weniger als acht Sekunden den Standardsprint aus dem Stand auf Tempo 100 absolvieren. Die Reichweiten sollen nach eigenen Angaben bis zu 400 Kilometer betragen. Das Aufladen der Batterien soll sowohl über normale Haushaltssteckdosen als auch über Schnellladestationen funktionieren. Unter anderem zur Fernsteuerung der Klimaanlage während eines Ladevorgangs soll es eine App für das Smartphone geben. Auch die üblichen Fahrerassistenzsysteme sollen für beide Modelle erhältlich sein. Als Entwicklungspartner nennt EMP die EDAG Engineering Group, die ihren Hauptsitz in der Schweiz hat und international Ingenieurdienstleistungen anbietet. (Tesla auf Überholspur, Audi zerknirscht: „Sicher zwei Jahre ...“)

Izera: Im Innenraum des T100 setzt sich das geradlinige Design fort.

Unsere Prototypen sind entwickelt auf Basis einer detaillierten Analyse der Erwartungen polnischer Konsumenten“, sagt Lukasz Maliczenko, Leiter der technischen Produktentwicklung. Der Analyse entsprechend sollen Autos von Izera keine Luxusgüter sein, sondern für polnische Konsumenten bezahlbare Autos. (Lieferzeiten bei E-Autos: Wie viele Monate man aktuell warten muss)

Das Design des SUV und der Kompaktlimousine ist unter anderem bei Torino Design entstanden. Dieses freie italienische Design-Studio wurde vor 14 Jahren von Roberto Piatti gegründet und hat schon mit internationalen Auftraggebern zusammengearbeitet. Als Design-Berater konnte Izera den langjährigen Jaguar-Designer Tadeusz Jelec gewinnen. Entstanden ist ein sehr vorzeigbares Ergebnis: Sowohl das SUV als auch der Kompaktwagen sind dynamisch gestylt – das Design kommt ohne Schnörkel aus und ist relativ zeitlos. (Tesla-Fahrer kassiert Strafzettel, weil er seinen Wagen auflädt – „ich bin ehrlich ...“)

Die polnische Autoindustrie war jahrzehntelang geprägt von in Lizenz gefertigten Polski Fiat. Auch Daewoo- und Chevrolet-Modelle liefen in den 1990er- und 2000er-Jahren in polnischen Werken vom Band. VW lässt bis heute einige Nutzfahrzeuge wie den Caddy, Transporter und Crafter in Polen produzieren. Izera wäre die erste Marke, die „echte" polnische Autos herstellen würde. (Mit Material der dpa)

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