Japanischer Crossover

Honda HR-V Hybrid: Neuauflage mit geringerer Leistung – dafür mit cleveren Sitzen

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Honda legt seinen kompakten Crossover HR-V neu auf. Der völlig neu entwickelte Japaner sieht nicht nur schick aus, sondern ist obligatorisch als Hybridversion unterwegs.

Tokio – Bis zum Ende kommenden Jahres will Honda in Europa alle seine Volumenmodelle elektrifizieren und als nächstes kommt der neue HR-V dran. Wie schon bei seinem Vorgänger bietet auch der 4,29 Meter lange Honda HR-V viel Platz auf vergleichsweise kleinem Raum. Zudem ist der Innenraum nicht nur schick, sondern auch überaus variabel. Optisch konnte sich bereits der bisherige Honda HR-V sehen lassen, doch das neue Modell wird durch etwas mehr Bodenfreiheit, serienmäßige 18-Zöller und eine um zwei Zentimeter abgesenkte Dachlinie selbstbewusster und dynamischer als bisher. Durch die lange Motorhaube und die leicht coupéartige Dachlinie mit schmuckem Hinterteil erinnert der Japaner an Modelle wie den Porsche Macan oder den Mazda CX-30. (Kia Sorento Plug-in-Hybrid im Test: „Weltneuheit“ steigert die Leistung des SUV)

Beim HR-V setzt Honda etwas überraschend auf einen normalen Hybridantrieb an, der nicht an der Steckdose geladen werden kann.

Honda HR-V Hybrid: Neuauflage mit weniger Leistung – dafür erleichtern clevere Sitze das Beladen

Der Innenraum mit zentralem neun-Zoll-Bildschirm präsentiert sich aufgeräumt und die Honda-Designkapriolen der vergangenen Jahre scheinen nunmehr endgültig der Vergangenheit anzugehören. Stattdessen gibt es eine leicht erhöhte Sitzposition vorn und 3,5 Zentimeter mehr Beinfreiheit im Fond, die sich angenehm bemerkbar machen. Ebenso gut wie praktisch die von Modellen wie dem Jazz bekannten Magic Seats in der zweiten Reihe, die sich den entsprechenden Transportanforderungen flach umklappen oder aufstellen lassen. Auf Wunsch elektrisch: die weit aufschwingende Heckklappe. (Hyundai Bayon im Test: Am Innenraum wurde gespart, am Fahrspaß nicht)

Wie schon der Vorgänger bietet auch der 4,29 Meter lange Honda HR-V viel Platz auf vergleichsweise kleinem Raum.

Honda HR-V Hybrid: Das Fahrzeug kann nicht an der Steckdose geladen werden

Während nahezu die gesamte Konkurrenz auf hoch bezuschussten Plug-In-Hybriden setzt, bleibt sich Honda etwas überraschend auch beim HR-V treu und bietet nur einen normalen Hybridantrieb an, der nicht an der Steckdose geladen werden kann. Für den Antrieb sorgt zunächst ausschließlich ein 1,5 Liter großer Vierzylinderbenziner ohne Turboaufladung, der von zwei Elektromotoren unterstützt wird. Der Verbrenner leistet 96 kW (131 PS) und ein maximales Drehmoment von 253 Nm bei 4.500 U/min und damit deutlich weniger als der bis zu 182 PS starke Benziner der auslaufenden Generation, der wahlweise mit Front- oder Allradantrieb zu bekommen ist. (Honda e im Test: Der schicke Stromer enttäuscht vor allem in einer Disziplin)

Der Innenraum des Honda HR-V mit zentralem neun-Zoll-Bildschirm präsentiert sich aufgeräumt.

Honda HR-V Hybrid: Das kostet der japanische Crossover in der Basis

Das neue Hybridsystem beinhaltet drei unterschiedliche Fahrmodi, die automatisch ausgewählt werden. So fährt der HR-V rein elektrisch an und geht bei höherem Drehmomentbedarf in den Hybridmodus über. Beim Fahren mit höherem und gleichmäßigem Tempo wird bevorzugt der Benzinmotor genutzt, der sonst als Stromgenerator für die elektrisch angetriebene Vorderachse arbeitet. Die Fahrprogramme Sport, Normal und Econ passen dabei die entsprechende Fahrdynamik an, während per Schalthebel die Fahrstufe B ein Fahrgefühl ähnlich einem Elektroauto kreiert.

Marktstart dürfte im Herbst 2021 sein, wobei die Preise etwas über denen des aktuellen Modells beginnen dürften. Dieser startet bei rund 22.000 Euro. Neben dem Hybriden mit Frontantrieb dürfte auf einigen Märkten auch eine Allradversion folgen, die sich bisher speziell in den USA einer großen Beliebtheit erfreute. (Stefan Grundhoff / press-inform)

Rubriklistenbild: © Honda

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