Erbe des McLaren F1

Gordon Murray T.50: Dieser Supersportwagen lässt die Konkurrenz alt aussehen

Ein Gordon Murray T.50 von schräg oben.
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Flotte Flunder: Der 659-PS-starke Gordon Murray T.50 soll nur 980 Kilogramm wiegen.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Erst gab es Zeichnungen, dann Ausschnittfotos und erste Technik-Daten. Doch jetzt hat Gordon Murray das Tuch komplett von seinem Supersportwagen gezogen.

  • Gordon Murray Automotive zeigt erstmals Fotos des Supersportwagens T.50
  • Der britische Bolide kommt eher puristisch daher und verzichtet auf extremes Spoilerwerk
  • In einer Disziplin lässt der Gordon Murray T.50 die Konkurrenz weit hinter sich

Guildford – Bei der Abkürzung T-50 denken viele womöglich als Erstes an einen Panzer russischer Bauart. Doch der Supersportwagen T.50 von Gordon Murray Automotive ist das genaue Gegenteil von schwer und behäbig – von daher ist der Name vielleicht nicht ganz glücklich gewählt. Jedenfalls gibt es den Boliden nun erstmals in seiner Gesamtheit zu sehen, nachdem zuvor nur bruchstückhaft Informationen herausgegeben wurden.

Gordon Murray: Designer des legendären Supersportwagens McLaren F1

Der für 2022 erwartete Mittelmotorsportwagen (78-Jähriger kauft sich McLaren 720S Spider: „Du hast ja immer ein Bremspedal“) kommt optisch auffallend puristisch daher, die Karosserie wirkt wie aus einem Guss und verzichtet weitgehend auf ausuferndes Spoilerwerk, schlundartige Lufteinlässe oder Sicken und Hutzen in der Blechhaut. Der Fahrer nimmt auf einem zentralen Sitz im Cockpit Platz, zwei Passagiere sitzen links und rechts nach hinten versetzt. 

Wem der Name Gordon Murray nichts sagt: Der inzwischen 74-Jährige ist ein ehemaliger Konstrukteur von Formel-1-Rennwagen und der Designer des legendären Supersportwagens McLaren F1. Und wer sich den T.50 einmal näher betrachtet, wird auch eine gewisse Ähnlichkeit schwer bestreiten können.

Das Design des Gordon Murray T.50 erinnert an den legendären McLaren F1.

Gordon Murray T.50: In dieser Disziplin soll er die Konkurrenz weit hinter sich lassen

Als Antrieb kommt im T.50 ein neuentwickelter 3,9-Liter-V12-Saugbenziner zum Einsatz, der 485 kW (659 PS) und 450 Newtonmeter Drehmoment leisten sowie Drehzahlen von über 12.000 Touren vertragen soll. Ein für Supersportwagen (Unfall von McLaren Senna LM: Gehört das Auto Ex-Formel-1-Profi Adrian Sutil?) keineswegs ungewöhnliches Niveau. Anders hingegen das Gewicht, denn dieses soll laut Gordon Murray bei lediglich 980 Kilogramm liegen.

Gordon Murray T.50: 663 PS bewegen eine Tonne Gewicht

Andere Sportwagen dieses Kalibers mit ähnlich viel Leistung wiegen im Schnitt über 1,4 Tonnen. Während im Fall des Gordon Murray T.50 also 663 PS eine Tonne bewegen, müsste ein typischer Mitbewerber 950 PS bereitstellen, um das gleiche Verhältnis von Gewicht und Leistung darzustellen.

In vielen Bereichen haben die Ingenieure beim T.50 am Gewicht gefeilt. In einigen Fällen, wie den Sitzen oder der Pedalerie, wurden lediglich einige Kilogramm oder auch nur einige 100 Gramm gespart. Besonders groß waren die Einsparungen indes beim Zwölfzylindermotor (Audi A8 L Security – warum Angela Merkel in ihrem gepanzerten Auto sicher ist), der trotz 48-Volt-Mildhybridsystems nur 180 Kilogramm wiegen soll.

Laut Gordon Murray wird den T.50 damit der bisher leichteste straßenzugelassene V12 überhaupt antreiben. Zwar ist der rund 4,30 Meter lange Dreisitzer extrem leicht, doch zugleich verspricht der Hersteller Komfort und Alltagstauglichkeit (MIt Material von SP-X).

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