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Ford Ranger: Diesen Motor haben sich viele Kunden gewünscht

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Von: Simon Mones

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Der meistverkaufte Pick-up Europas bekommt eine Neuauflage. Der Ford Ranger ist zwar keine ganz so fette Nummer wie sein großes Vorbild F-150 in den USA, doch weltweit ein echtes Erfolgsmodell.

Dearborn (USA) – In Asien, Südamerika oder Australien sind Pick-ups echte Massenmodelle; in Europa führen sie seit Jahren dagegen eher ein Schattendasein und werden in erster Linie von Offroadfans und Gewerbetreibenden gefahren. So wundert es nicht, dass der neue Ford Ranger federführend in Australien für seinen Dienst am Kunden entwickelt wurde.

Auch die ersten Testkilometer legte die Schar der Prototypen in Down Under zurück. 10.000 harte Wüstenkilometer entsprechen in einem Entwicklungsleben dabei ungefähr einer Million Fahrkilometer auf befestigten Straßen und mehr als 600.000 Kilometer auf unbefestigten Offroad-Pisten. So soll der neue Ford Ranger für alles gewappnet sein. (Ford Ranger Stormtrak im Test: Noch Pick-up oder schon komfortabler Pkw?)

Ford Ranger: Diesen Motor haben sich viele Kunden gewünscht

Das Design ist nicht ungewöhnlich für einen solchen Pick-up: kraftvoll, muskulös und gerade von vorn durchaus imposant. „Unsere Kunden haben eine klare Vorstellung davon, wie der neue Ranger aussehen sollte – vom Design bis hin zu seiner Ausstrahlung auf sie“, verrät Max Tran, leitender Designer des neuen Ranger, „sie haben sich für den neuen Ranger ein präsenteres Erscheinungsbild gewünscht, das Selbstbewusstsein und Durchsetzungsfähigkeit ausstrahlt“.

Der Ford Ranger von vorne, fahrend.
Ford hat dem Ranger einen neuen Look verpasst. © Ford

An die Vorgängergeneration erinnert daher nichts mehr. Die hat trotz ihres fortgeschrittenen Alters als Marktführer in Europa gerade erst einen Verkaufsrekord erzielt – mit mehr als 45.000 verkauften Fahrzeugen, was einem spektakulären Marktanteil von 39,9 Prozent entspricht. (Ford F-150 Lightning: Deshalb ist der Elektro-Pick-up so günstig)

Ford Ranger: Pick-up bekommt neues Chassis

Der neue Ranger rollt ab Frühjahr 2022 im Ford-Werk in Thailand sowie – für die Versionen, die unter anderem in Europa verkauft werden –, in Südafrika vom Band. „Wir fahren selbst Ranger und haben unsere Begeisterung für die Ranger-Erlebniswelt in das neue Modell einfließen lassen“, so Gary Boes, Management-Direktor für Firmenfahrzeuge bei Ford Global Trucks, „wir wollten, dass unsere Kunden mit dem neuen Ranger ihren persönlichen Lebensstil verwirklichen und intensiv genießen können.“

Das neue Chassis bietet gegenüber dem Vorgängermodell einen 50 Millimeter längeren Radstand und eine ebenfalls 50 Millimeter breitere Spur. Die neue Fahrzeugstruktur der Frontpartie schafft unter der Motorhaube einen größeren Bauraum für den Einsatz eines Sechszylinderdiesels in V-Form und später folgende Elektrifizierungen. (Ford setzt Zeichen gegen Hetze – weil ein User im Netz gelästert hat)

Ford Ranger: Pick-up-Kunden wollen Diesel

Doch nach Kundenwunsch geht es erst einmal nur um Dieseltriebwerke. Neben dem zwei Liter großen Basisdiesel mit vier Zylindern, der wahlweise als Handschalter oder Automatikversion mit jeweils sechs Stufen angeboten wird, gibt es einen stärkeren Vierzylinder-Doppelturbo und als Topmodell den lange von den Kunden geforderten V6-Diesel mit drei Litern Hubraum, der obligatorisch an die bekannte Zehngang-Automatik gekoppelt ist.

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Anzunehmen, dass die stärkere Ranger-Variante mit dem gleichen Dreiliter-Diesel angeboten wird, der auf Wunsch auch im großen Bruder Ford F-150 angeboten wird und hier 250 PS/597 Nm leistet. Je nach Motorvariante gibt es den neuen Ford Ranger entweder mit einem zuschaltbaren Allradantrieb oder für die stärkeren Versionen einen permanenten Allradmodus. (Ford F-150 Lightning: Der E-Pick-up hat’s auf Elon Musk und den Tesla Cybertruck abgesehen)

Ford Ranger: Moderner als Vorgänger

Im Vergleich zu seinem erfolgreichen Vorgänger wanderten die Vorderräder um fünf Zentimeter nach vorn. Der verlängerte Radstand verbessert den Böschungswinkel und die Spurtreue im Offroad-Betrieb. Die Stoßdämpfer-Anlenkungspunkte der hinteren Radaufhängungen wanderten auf die äußere Seite des Karosserierahmens, was einem größeren Federungskomfort auf und abseits befestigter Straßen zugutekommen soll.

Der Innenraum des Ford Ranger.
Im Innenraum des Ford Ranger fällt sofort das neue Display auf. © Ford

Innen präsentiert sich der neue Ford Ranger etwas moderner als sein Vorgänger rund folgt damit dem Vorbild aktueller SUV-Modelle des Autobauers aus Dearborn. Auffällig ist ein neuer, hochkant angeordneter Multifunktionsbildschirm in der Mitte des Armaturenbretts, der wahlweise eine Diagonale von zehn oder zwölf Zoll hat und die diagonalen Instrumente hinter dem Steuer ergänzt. Das aktuelle Bediensystem Sync 4 hat Ford gerade mit dem elektrischen Ford Mustang Mach-E eingeführt. (Tesla und Ford abgehängt: Erster elektrischer Pick-up startet mithilfe dieses Konzern-Riesen)

Ford Ranger: Mehr Platz auf der Pritsche

Mindestens genauso wichtig dürfte vielen Kunden jedoch der Alltagsnutzen sein. So gibt es eine integrierte Trittstufe am hinteren Radlauf. Anthony Hall, Leiter der Ranger-Fahrzeugkonstruktion: „Einige nutzten den Reifen als Trittstufe und sind dann über die Seitenreling geklettert, andere haben sich mühsam durch die offene Heckklappe hinauf auf die Pritsche gehievt.“ Die Ladefläche selbst gewann in der Breite um fünf Zentimeter und erhält eine Kunststoffbeschichtung, die unempfindlich gegen Kratzer und Schrammen sein soll.

Der Ford Ranger von hinten.
Der Ford Ranger hat nun eine integrierte Trittstufe. © Ford

„50 Millimeter mehr Ladebreite für die Ranger-Pritsche: Das klingt im ersten Moment nicht nach sehr viel – tatsächlich kann es aber einen großen Unterschied ausmachen, wenn zum Beispiel Sperrholzplatten oder auch Paletten transportiert werden müssen“, betont Anthony Hall. Stahlrohrschienen dienen dabei als Anker für weitere Befestigungspunkte, die das Sichern der Ladung erleichtern und entlang der Seitenplanken und Heckklappe decken Kappen die Befestigungspunkte für Planen und anderes Zubehör ab. Marktstart für den neuen Ford Ranger soll nicht vor Mitte 2022 sein. Die Preise dürften auf dem Niveau des Vorgängers liegen, der aktuell bei rund 35.000 Euro beginnt. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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