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Ford F-150 Lightning: Elektrischer Pick-up zum Kampfpreis – nur nicht bei uns

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Von: Marcus Efler

Der elektrische Power-Pick-up Ford F-150 Lightning wird ein Big Deal, wird aber in Deutschland nicht zu haben sein. Jedenfalls nicht auf offiziellen Wegen.

Dearborn (USA) – Bislang hat Ford in Sachen Elektroauto nicht gerade viel gestemmt. Während der VW-Konzern schon ein gutes Dutzend Akku-Modelle am Start hat, brachte der US-Autoriese bislang nur das Elektro-SUV Ford Mustang Mach-E zustande. Umso bemerkenswerter ist es nun, dass aus der traditionsreichen Plant Rouge, eigentlich Inbegriff eines Werkes für konventionelle Massenmodelle, bald der Pick-up F-150 als vollelektrische Version rollt. (Ford F-150 Lightning: Der E-Pick-up hat’s auf Elon Musk und den Tesla Cybertruck abgesehen)

Ford F-150 Lightning: Elektrischer Pick-up zum Hammerpreis – aber nicht für Deutschland

Das seit fast einem Jahrhundert meistverkaufte Auto der USA, der mehr als fünf Meter lange Truck (wie die Amerikaner ihre Pritschenwagen nennen) F-150 Lightning leistet 318 oder 420 elektrische Kilowatt, also 430 oder 571 PS, und entwickelt ein gewaltiges Drehmoment von bis zu 1.050 Newtonmetern. Damit diese gewaltige Leistung auf den Untergrund kommt, ist der Ford F-150 obligatorisch mit Allradantrieb unterwegs und kann über 4,5 Tonnen schwere Anhänger ziehen – was derzeit kein anderes Elektroauto weltweit schafft. Aus dem Stand beschleunigt er in weniger als fünf Sekunden auf 100 km/h und packt mit dem Basisbatteriepaket von rund 80 kWh eine Reichweite von rund 380 Kilometer. Mit dem großen Akkupaket soll der F-150 Lightning sogar knapp 500 Kilometer weit kommen. (Gepanzerte Limousine von US-Präsident: Kriegt „The Beast“ einen Elektromotor?)

Ford F-150 Lightning, fahrend
Sauber durch die City: der Ford F-150 Lightning © Ford

Ford F-150 Lightning: Bis 500 Kilometer Reichweite und 4,5 Tonnen Anhängelast

Dabei ist der elektrische F-150 mehr als ein normaler Pick-up mit Elektroantrieb, nämlich mit externen Netzsteckern für Camping oder Handwerk auch ein Kraftwerk für unterwegs. In der Basisversion liefert er 2,3 Kilowatt, bei den Topmodellen Lariat und Platinum sogar 9,6 Kilowatt für die Versorgung von Werkzeug, Kühlaggregat oder Wohnanhänger. Ford legt Wert darauf, dass der rustikale Pick-up dabei jene Robustheit und Geländegängigkeit behält, die ihn seit Jahrzehnten bei den Kunden in aller Welt und speziell in den USA so beliebt macht. (Tesla-Truck verboten: Erstes Land verweigert Elon Musks Elektro-Lkw die Straßenzulassung)

Ford F-150 Lightning, durch einen Wald fahrend
Auch als E-Mobil bietet der F-150 seine bekannten Offroad-Qualitäten. © Ford

Ford F-150 Lightning: E-Pick-up kostet weniger als 40.000 US-Dollar

Und auch als Elektroversion lockt der Ford-Truck durch seine günstigen Preise. Die schlichten Gewerbe-Modelle starten knapp unter 40.000 US-Dollar, die besser ausgestatteten Privatkunden-Modelle kosten als F-150 XLT weniger als 53.000 US-Dollar. Das wären nach aktuellem Dollarkurs etwa 33.000 beziehungsweise 44.000 Euro. Selbst wenn man hierzulande erst den üblichen Euro-Aufschlag und die Mehrwertsteuer dazurechnet, dann aber die Umweltprämie von 9.670 Euro brutto wieder runter, bekämen deutsche Käufer richtig viel Elektroauto fürs Geld. Bekommen sie aber nicht. (Tesla abgehängt: In diesem Land geht der Ford Mustang Mach-E durch die Decke)

Cockpit des Ford F-150 Lightning
Tesla lässt grüßen: Auch der Ford hat einen Touchscreen im Tablet-Style. © Ford

Auf Anfrage von 24auto.de bei Ford heißt es nämlich: „Wir haben keine Pläne, den F-150 Lightning in Europa auf den Markt zu bringen. Es wird also, anders als beim Ford Explorer Plug-in-Hybrid oder beim elektrischen Mustang Mach-E mit seinem speziell für Europa abgestimmten Fahrwerk, keine Europa-Version des F-150 Lightning geben.“ Die Amerikaner scheuen also den Aufwand, den wuchtigen Stromer den hiesigen Gesetzen anzupassen, schließlich ist schon der normale F-150 hierzulande ein Nischenprodukt. Als Akku-Version zum Kampfpreis könnte er aber vielleicht ganz neue Kunden erschließen. (Ford Escort von Lady Diana († 36) wird versteigert – mit Original-Kennzeichen)

Ford F-150 Lightning: Hierzulande nur beim freien Importeur erhältlich

Ford-Fans, die jetzt traurig sind, empfiehlt der Hersteller den Gang zum freien Importeur. Dort wird der Lightning zu haben sein, wegen des Aufwandes des Einzel-Importes dann aber zu einem erheblich höheren Preis. Doch auch andere Autohersteller haben ja schöne Trucks: etwa VW den Amarok. Wenn es die Wolfsburger wirklich ernst meinen mit ihrer elektrischen Zukunft, müssten sie ihren Pritschenwagen künftig ebenfalls als Elektromobil anbieten. Und dem Ford F-150 Lightning ordentlich einheizen. Oder wir warten mal wieder auf Elon Musk und seinen Tesla Cybertruck. (Mit Material von press-inform)

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