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Ferrari: SF90-Stradale-Werbevideo fällt bei Fans durch – „ein Schülerprojekt?“

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Auch bei Ferrari läuft wegen der Coronakrise nicht alles nach Plan. Eigentlich sollte das neue halbelektrische Supercar aus Maranello, der SF90 Stradale, in der ersten Hälfte des Jahres durchstarten. Eine Werbevideo kommt bei den Fans ebenfalls nicht gut an.

  • Der Ferrari SF90 Stradale ist ein 1000-PS-Supersportwagen
  • Wegen der Coronakrise verzögert sich der Marktstart des Plug-in-Hybriden
  • Das neueste Marketing-Video zum Stradale kam zudem bei den Fans nicht sonderlich gut an

Maranello – Ferrari hat dieses Jahr viel Zeit und Aufwand in den Hype um seinen ersten Plug-in-Hybrid-Supersportwagen gesteckt. Der SF90 Stradale bekam sogar seinen eigenen kleinen Film. Trotz eines Auslieferungsplans für die erste Jahreshälfte wird der SF90 Stradale jetzt wohl erst im vierten Quartal des Jahres die kaufkräftigen Kunden erreichen.

Ferrari
SitzMaranello, Italien
Gründung1947
LeitungLouis Camilleri
Mitarbeiter4.285
Umsatz3,76 Milliarden Euro

Ferrari SF90 Stradale: Marktstart fällt ins vierte Quartal

Wie Automotive News berichtet, sind die Gründe dafür bei der Covid-19-Pandemie zu suchen. Auch wenn Ferrari die Produktion Anfang Mai wieder aufnahm – man ist in Maranello einfach von Zulieferern abhängig, die erst später in Betrieb gegangen sind. Infolgedessen ist die Wartezeit für einen SF90 Stradale inzwischen auf 18 Monate angestiegen. „Wir sind zuversichtlich, dass die Auslieferung an unsere Kunden zu Beginn des vierten Quartals beginnen wird, aber die Produktion wird sich zwangsläufig verzögern“, erklärt Ferrari-CEO Louis Camilleri (65). Die Pandemie zwang den italienischen Hersteller auch, seine Umsatzprognose für 2020 anzupassen, nachdem das Kernergebnis im zweiten Quartal gesunken war (Ferrari für Instagram-Post beschädigt – der Schaden ist so teuer wie ein Neuwagen).

Ferrari SF90 Stradale Werbevideo: YouTube-Nutzer machen sich über das Video lustig

In einem kleinen, fünfminütigen Werbefilm bewegt Formel 1-Pilot Charles Leclerc (22) den SF90 Stradale durch das abgesperrte Monte Carlo, genauer gesagt über die bekannte Streckenführung der Grand-Prix-Rennstrecke. Die Dreharbeiten fanden am frühen Morgen des 24. Mai statt, dem Tag, an dem der Grand Prix von Monaco ursprünglich stattfinden sollte. Zum 17-köpfigen Filmteam gesellten sich auch sechs Ingenieure und Techniker, die extra zur Untersützung aus Maranello entsendet wurden (Ferrari SF90 Stradale: Video zeigt brachiale Beschleunigung – kann das echt sein?).

Ferrari SF90 Stradale Werbevideo: „Was ist das? Ein Schülerprojekt?“

Während er den Kurs durch seine Heimatstadt fuhr, nahm Charles Leclerc auch Passagiere auf, von denen der erste kein Geringerer als Fürst Albert II. (62) höchstselbst war. Allerdings passiert in dem Video sonst nicht sonderlich viel. Man fährt umher, es gibt ein bisschen musikalische Unterlegung der seichten Art. Einen wirklichen Plot hat der Spot nicht und Gänsehaut stellt sich auch an keiner Stelle ein. Schaut man in die Kommentarspalte, scheint das Video die Fans einfach nicht „abzuholen“. Die allermeisten Kommentare ziehen über das Video her: Von „Dieser Film ergibt keinen Sinn“ über „Was ist das? Ein Schülerprojekt?“ bis zu „Sieht aus, als ob das ein Praktikant geschnitten hat“, fällt das Urteil der YouTube-User vernichtend aus. „Hat sich angefühlt wie fünf Minuten Verschwendung von Lebenszeit. Sogar in der Quarantäne.“ beschreibt ein User seine „Wertschätzung“ für den Spot. Immerhin hat das Video dennoch mehr Daumen nach oben als nach unten abbekommen, daher werden die Kommentare der Ferrari-Marketing-Abteilung wahrscheinlich egal sein (Ferrari: F40 geschrottet – Hier liegen mindestens 1.000.000 Euro im Graben).

Wenn die Fahrmaschine aus Maranello im viertel Quartal 2020 dann endlich auf den Markt kommt, dürfen sich die Kunden auf eine Systemleistung von 1000 PS freuen. Der Allrad-Ferrari erreicht mit dieser Power in nur 2,5 Sekunden 100 km/h und binnen weniger als sieben Sekunden die 200er-Marke. Der Grundpreis liegt bei 417.890 Euro.

Rubriklistenbild: © Ferrari

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