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Elaris Finn: Elektrozwerg aus China soll Deutsche begeistern – mit Tiefstpreis

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Von: Sebastian Oppenheimer

Ein Mini-Elektroauto aus China soll Deutschland erobern: Der Elaris Finn zielt auf Kunden ab, denen der smart fortwo zu viel kostet.

Grünstadt – Das Start-up Elaris mit Sitz im rheinland-pfälzischen Grünstadt will in Deutschland mit dem Elektro-Kleinstwagen Finn durchstarten – einem Zweisitzer nach Vorbild des smart fortwo. Abzüglich aller Steuervergünstigungen und Prämien liegt der Elaris Finn bei 9.420 Euro. Elaris ist dabei allerdings nicht der Produzent des Elektrofahrzeugs, sondern der europäische Anbieter. Das Fahrzeug selbst stammt von dem chinesischen Fahrzeugproduzenten Dorcen aus der Provinz Jintan.

Elaris Finn: Elektrozwerg aus China soll Deutsche begeistern – zu einem Billig-Preis

Der gerade einmal 930 Kilogramm schwere Finn bietet mit seiner Länge von 2,87 Metern zwei Personen Platz. Für den Antrieb sorgt ein Elektromotor, der 33 kW / 45 PS leistet und Dank des 31,5-kWh-Akkupaket eine Reichweite von 265 Kilometern liefern soll. Die Höchstgeschwindigkeit: 115 km/h. Per Schnellladung soll das Lithium-Ionen-Akkupaket in 45 Minuten von 30 auf 80 Prozent erstarken. Das Kofferraumvolumen liegt bei 229 Litern. Serienmäßig sind LED-Scheinwerfer, schlüsselloser Zugang, Navigationssystem sowie Frontairbags. (Dacia Spring: Billig-E-Auto vielleicht sogar zu teuer – steckt ein Trick dahinter?)

Ein Elaris Finn
Billig-Stromer: Der Elaris Finn soll eine elektrische Reichweite von 265 Kilometern liefern. © Elaris

Elaris Leo: Elektrisches MIttelklasse-SUV mit einer Reichweite von 450 Kilometern

Das Start-up aus der Pfalz will noch ein weiteres E-Auto anbieten: Der 1,8 Tonnen schwere Elaris Leo ist ein 4,51 Meter langes Mittelklasse-SUV, das abzüglich der Subventionen bei 28.330 Euro startet. Der Elektromotor an der Vorderachse leistet 125 kW / 170 PS und ein maximales Drehmoment von 410 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 160 km/h abgeriegelt. Die 80-kWh-Batterie im Unterboden sorgt für eine Reichweite von 450 Kilometern ohne nachzuladen, was einen Normverbrauch von 18,6 kWh / 100 km bedeutet. Per Schnellladung soll die Batterie des SUV von 20 auf 80 Prozent in rund 20 Minuten erstarken. Serienmäßig sind unter anderem LED-Scheinwerfer, vier Airbags, Scheinwerfer und Navigation nebst Soundsystem. (Benziner-Comeback: Gefrustete E-Auto-Fahrer kehren zum Verbrenner zurück)

Ein Elaris Leo
Mit dem Leo haben die Chinesen auch ein Elektro-SUV im Angebot. © Elaris

Elaris Finn und Leo: Die Wartung übernimmt der Auto- und Reifenservice Euromaster

Mittelfristig sollen weitere Modelle von Dorcen ins europäische Portfolio einlaufen und unter dem Elaris-Label verkauft werden. Der Onlinevertrieb wird bei Service und Wartung vom Auto- und Reifenservice Euromaster unterstützt. Neben den Fahrzeugen selbst bietet Euromaster den Kunden eine entsprechende Beratung zu Fahrzeug, Ladeinfrastruktur, Wallboxen und Photovoltaik.

„Durch unser One-Stop-Shop Angebot für E-Auto, Ladeinfrastruktur und Werkstattservice unseres Partners Euromaster wollen wir die E-Mobilität in Deutschland voranbringen“, so Elaris-CEO Lars Stevenson, „in Zusammenarbeit mit unserem Netzwerk von Qualitätshändlern antworten wir auf die wachsende Nachfrage nach günstigen E-Autos bei Firmen – und Privatkunden. Unsere Kunden profitieren davon, dass sie bei uns die Rundumlösung zum nachhaltigen Individualverkehr erhalten.“ (Vergleich der Langstrecken-Stromer: Deutsches E-Auto schlägt Tesla klar)

Blick ins Cockpit eines Elaris Finn
Im Cockpit des Elaris Finn geht es eher spartanisch zu. © Elaris

Elaris Finn und Leo: Fokus auf Firmenkunden wie Pflege- und Kurierdienste

Dabei will das pfälzische Unternehmen gerade Firmenkunden ansprechen und verspricht sich hier gerade einiges von Branchen wie Pflege- und Kurierdiensten. „2020 gegründet, ist unser Ziel, bis Ende 2021 ein Netzwerk von 75 Händlern aufzubauen und bis 2023 25.000 Fahrzeuge p.a. zu verkaufen. Wir freuen uns auf den regen Austausch mit unserer wachsenden Community von Kunden, Partnern und allen Stakeholdern, die an unserer Entwicklung teilhaben werden“, sagt COO Andreas Matthis. (Stefan Grundhoff / press-inform)

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