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Neuer DS9 legt Wert auf Design und Komfort – doch bei den Motoren hapert’s

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Von: Sebastian Oppenheimer

Ein DS9
Den Retrocharme vergangener Jahre hat der 4,93 Meter lange DS9 glücklicherweise hinter sich gelassen. © DS

Der neue DS9 setzt auf Design und Komfort – doch mit ihrem Motorenangebot werden es die Franzosen gegen die Konkurrenz schwer haben.

Vélizy-Villacoublay – Ernsthaft gegen die übermächtigen deutschen Oberklasselimousinen anzutreten – davon hat sich der PSA-Ableger DS mittlerweile weitgehend verabschiedet. Mit dem neuen DS9 zieht es die Franzosen, mittlerweile zum Stellantis-Markenkonglomerat gehörig, einmal mehr in die elegante Nische. Denn nur hier gibt es speziell in Europa eine Chance gegen die etablierte Premiumkonkurrenz. Allzu stark sind Marken wie Audi, BMW und Mercedes mit ihren Modellen aufgestellt, als dass sie sich ernsthaft mit einem DS9 beschäftigen würden. Einmal mehr setzt das neue Topmodell von DS auf stilvolles Design, viel Komfort im Innern und die ein oder andere französische Eskapade. Und wieder hakt es bei der Technik, denn mit einem 1,6 Liter großen Vierzylinder-Benziner ist man gegen einen Audi A6 ebenso wenig konkurrenzfähig wie gegen BMW 5er oder die frische überarbeitete Mercedes E-Klasse, die jeweils in China allesamt noch als Versionen mit langem Radstand angeboten werden. Und doch: Wenn man die DS-Verantwortlichen inoffiziell fragt, dann würden diese sich mit dem DS9 ohnehin lieber noch eine Klasse weiter oben tummeln und gegen Audi A8 oder Mercedes S-Klasse kämpfen – so stumpf die Waffen auch wären. (Neuer DS 4: Jetzt gibt’s Extras aus der Oberklasse auch im Kompaktsegment)

Fahraufnahme eines DS9
Motoren mit mehr als vier Zylindern sind beim DS9 nicht zu haben. © DS

DS9: Franzose mit schickem Design und viel Komfort – doch bei den Motoren hapert’s

Doch während die Konkurrenz leistungsstarke Sechs- und Achtzylinder bietet, gibt es beim DS9 nicht mehr als einen einzigen aufgeladenen Vierzylinder mit mageren 1,6 Litern Brennraum. Auf Wunsch wird dieser immerhin von einem oder zwei Elektromotoren unterstützt, die von einem 11,9 kWh großen Akkupaket mit elektrischer Energie versorgt werden. Die eher mäßige Motorleistung von 165 kW (225 PS) steigt so elektrisiert mit einer Zwischenstufe bei 185 kW (250 PS) auf jene 265 kW (360 PS), die auch das neue Topmodell des betont sportlich positionierten Peugeot 508 PSE offeriert. Abgesehen vom 225 PS starken Basisbenziner sind alle Versionen Plug-in-Hybride mit einem Verbrauch von unter zwei Litern – nur die Topvariante verfügt über einen sinnvollen Allradantrieb mit elektrischer Hinterachse. Die rein elektrische Reichweite der Modelle mit Stecker liegt zwischen 46 und 60 Kilometern. (Stilisierter Löwenkopf: Peugeot zeigt neues Logo – „Ich hoffe, es hat nicht zu viel gekostet ...“)

Blick ins Cockpit des DS9
Im Innenraum des DS9 demonstrieren die Designer Stilsicherheit. © DS

DS9: Franzose mit schickem Design und viel Komfort – das kostet die Limousine in der Basis

Wieder mal geht DS mit seinem Neuner einen anderen Weg als der Wettbewerb – und fraglos einen sehenswerten. Die 4,93 Meter lange Limousine hat glücklicherweise den Retrocharme vergangener Jahre hinter sich gelassen. Die Formen sind modern, elegant und wie aus einem Guss. Auffällig ist der betont lange Radstand von nahezu drei Metern und die irritierenden Zusatzblinker links und rechts von der Heckscheibe, die an den alten Citroën DS von 1955 erinnern sollen. Stilsicher ist der Innenraum mit klimatisierten Ledersitzen inklusive Massagefunktion vorne wie hinten in der Top-Ausstattungsvariante DS9 Opera. Und auch mit Gardemaß sitzt es sich in der zweiten Reihe vortrefflich. Für Ruhe an Bord sorgen Details wie das kameraunterstützte Komfortfahrwerk und Dämmglas rundum. Die gewünschte Unterhaltung garantieren 14 Boxen, wobei es nur in der ersten Reihe einen zwölf Zoll großen Touchscreen gibt und die Fondinsassen mit ihren eigenen Mobilgeräten arbeiten müssen.

Der DS9 kommt im Sommer auf den Markt. Die Preise beginnen für den frontgetriebenen Basisbenziner bei 47.550 Euro und der günstigste Plug-in-Hybride mit gleicher Leistung startet bei 51.400 Euro. Je nach Modell und Variante ist eine komplette Sicherheitsausstattung mit zahlreichen Assistenzsystemen sowie LED-Scheinwerfern und Nachtsichtassistent im französischen Luxuspaket enthalten. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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