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Neuer DS 4: So will der französische Kompakte am Opel Astra vorbeiziehen

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Von: Marcus Efler

Eine technische Basis, viele Modelle: Der französische DS 4 ähnelt dem Opel Astra, will aber mit individuellen Extras punkten.

Rueil-Malmaison – Das Kürzel DS steht zwar seit 2015 für eine eigenständige Automarke, gilt vielen aber noch immer als eine Art Edel-Variante von Citroën. Daran sind die französischen Autobauer, die früher mal als PSA firmierten, nicht ganz unschuldig: Zunächst montierten sie ein anderes Emblem auf den Kühlergrill und verkauften das Ganze als Citroën DS 4. Die Akzeptanz des bisherigen Modells war hierzulande entsprechend überschaubar. Aber schon damals versuchten die Franzosen, mit der Kombination von „Raffinesse und Technologie“ (so der Slogan auf der Homepage) zu punkten. Diesem Prinzip bleiben die Marketingstrategen auch jetzt, im großen Stellantis-Konzern, treu. (Neuer Peugeot 308: Das macht er anders als der VW Golf)

Neuer DS 4: So will der französische Kompakte den Opel Astra ausstechen

Ganz ohne Gleichteile geht es natürlich nicht. Der neue DS 4 teilt sich die sogenannte EMP2-Evo-Plattform mit dem neuen Opel Astra. Damit steht das 4,40 Meter lange und 1,83 Meter breite Fahrzeug im SUV-Look auf bis zu 20 Zoll großen Reifen stämmig da und blickt mit LED-Matrixlicht inklusive rotierendem Kurvenlicht und den typischen Säbelzähnen des Tagfahrlichts selbstbewusst in die Welt. Dazu passt auch die markante Standardlackierung in Kupfergold: Schluss mit teutonisch langweiligem Weiß, Schwarz oder Silber. Damit sich ab Herbst dieses Jahres dann auch jeder heimisch fühlt, bekommt die Baureihe mit DS 4, DS 4 Performance Line und den DS 4 Cross drei Varianten, die sich in der Ausstattung leicht unterscheiden. So rollt der DS 4 Cross mit der aus anderen französischen Modellen bekannten Advanced Traction Control inklusive Bergabfahrhilfe über die Straßen. Eine Allradversion sucht man dagegen (bislang) vergebens. (DS9 im Test: Franzose punktet mit Platz und Komfort – aber nicht gerade mit Sportlichkeit)

DS 4, stehend, von seitlich vorn
Mit Ecken und Kanten: Der DS 4 soll mit ungewöhnlichem Design überzeugen. © DS/Stellantis

Neuer DS 4: Die Infotainment-Bedienung ist möglich, ohne hinzusehen

Bei der Performance Line befindet sich geschmiedetes Carbon im Lenkrad, somit sieht kein Volant aus wie das andere. Im Innenraum wollen die Franzosen mit feinen Details punkten, wie zum Beispiel die aus der Mode bekannte Perlenstickerei, das bereits eingeführte Rautenmuster an Bedienelementen und verdeckten Belüftungslamellen. Das Infotainment stützt sich auf drei Säulen: das sieben Zoll große Kombi-Instrument, einen Zehn-Zoll-Touchscreen sowie eine fünf Zoll große Eingabefläche. Bei der ersten Sitzprobe funktionierte das System dank der Handablagefläche problemlos. Wir konnten, ohne den Blick von der Straße zu nehmen, fast blind durch die Apps navigieren. Alternativ steht mit „Iris“ eine Sprachsteuerung zur Verfügung. Damit die Kommandos auch klar und deutlich ankommen, ist der DS 4 mit einer Akustikverglasung versehen. (Neuer Peugeot 308 SW: Einfacher Trick soll Hybrid-Käufer zum Stromern animieren)

Neuer DS 4: Der französische Kompakte bekommt ein Hightech-Fahrwerk

Technologisch versuchen die Franzosen mit aller Gewalt, den Rückstand zu den Wettbewerbern zu verkürzen und – wenn möglich – sogar zu überholen. Deswegen bietet der DS 4 einige Assistenten, die dem Fahrer das Leben erleichtern, darunter einen Totwinkel-Assistent, das bekannte Nachtsicht-System, das sogar Kaninchen am Straßenrand entdecken soll, und Robo-Funktionen, die das halbautonome Fahren ermöglichen. Die Zeit des billig wirkenden Head-up-Display mit kleiner Plastikscheibe ist auch beim DS 4 vorbei: Ein Beamer projiziert das Bild scheinbar direkt auf die Straße, allerdings ohne fliegende Pfeile. Damit der Reisekomfort auch den selbstgesetzten Ansprüchen des Stellantis-Nobelvertreters entspricht, kombinieren die Franzosen ein aktives, kameragesteuertes Federungssystem mit sogenannten „Advanced Comfort“-Dämpfern. Die ersetzen die klassischen mechanischen Anschläge durch hydraulische, die sowohl bei Druck also auch bei Zug arbeiten. (Citroën C5 X: Diese populäre Antriebsvariante gibt’s beim neuen Crossover nicht)

Interieur des DS 4
Das Interieur des DS 4 will edler sein als im Opel Astra. © DS/Stellantis

Neuer DS 4: Hybrid ja, rein elektrisch nein

Bei den Motoren bekommt man die übliche Kost, die mit dem bekannten und wenig temperamentvollen 130-PS-Dreizylinder-startet und am oberen Ende mit dem DS 4 E-Tense als Plug-in Hybrid mit 225 PS abschließt. Dort ermöglicht ein 12,4-kWh-Akku bis zu 55 Kilometer rein elektrische Reichweite. Außerdem stehen noch ein gleichstarker Benziner ohne elektrische Unterstützung, ein 181 PS Ottomotor sowie ein 130 PS starker Diesel zur Auswahl. Eine Allradversion mit elektrischer Hinterachse ist bislang nicht vorgesehen, da das aufwendige und daher kostenintensive Eingriffe in die Architektur nach sich ziehen würde – ebenso wie eine reine Elektro-Variante. Die Preise starten bei 28.900 Euro, die „La Premiere“-Version mit Stecker bildet mit 52.500 Euro vorläufig die Top-Ausstattung. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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