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Neuer Dacia Sandero: Bleibt die Neuauflage das billigste Auto in Deutschland?

Ein blauer Dacia Sandero.
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Der Dacia Sandero ist Deutschlands günstigster Neuwagen – nun gibt es eine Neuauflage.
  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
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Das billigste Auto Deutschlands sieht künftig teurer aus: dank neuer Technik und frischem Design. Die Preise dürften trotzdem günstig bleiben.

Mioveni – Der günstigste Neuwagen Deutschlands erhält eine Neuauflage: Mit modischem Blechkleid, modernerer Technik und Autogas-Option kommt Ende des Jahres die neue Generation des Dacia Sandero auf den Markt. Neben der klassischen fünftürigen Kleinwagenlimousine gibt es wieder eine „Stepway“-Variante im SUV-Stil und für Osteuropa die Stufenhecklimousine Logan.

Neuer Dacia Sandero: Bleibt die Neuauflage das billigste Auto in Deutschland?

Optisch präsentiert sich die Kleinwagenfamilie deutlich modernisiert. Auffälligstes Merkmal sind die Y-förmigen Tagfahrlichter im Scheinwerfer, deren Linienführung vom Kühlergrill aufgenommen wird. Dazu kommen eine stärker modellierte Flanke, ein prägnanteres Heck und zahlreiche kleine Details, wie z. B. eine modernere Radioantenne. Beim „Stepway“ gibt es außerdem eine höhergelegte Karosserie, Kunststoffplanken an den Seiten und einen angedeuteten Unterfahrschutz. Eine gewissen Ähnlichkeit der Dacia-Neulinge zum Renault Clio ist dabei kein Zufall, nutzen die Rumänen doch ebenfalls die CMF-Plattform der französischen Konzernmutter. (Renault Clio E-Tech: Warum sich der Franzose von vielen anderen Hybriden unterscheidet)

Gegen Aufpreis gibt es im Dacia Sandero ein Multimedia-Navigationssystem mit 8-Zoll-Touchscreen.

Während sich die Länge beim Modellwechsel kaum ändert und knapp oberhalb der Vier-Meter-Marke verharrt, legt die neue Generation in der Breite um rund zehn Zentimeter zu. Auch das Kofferraumvolumen wächst leicht auf 382 Liter nach französischer Norm.

Neuer Dacia Sandero: 1,0-Liter-Dreizylinder mit 65 PS als Basismotor

Beim Antrieb setzt Dacia auf sparsame und günstige Technik. Den Einstieg markiert ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 48 kW/65 PS, alternativ ist eine Turbo-Variante mit 66 kW/90 PS zu haben, für die neben der Sechsgang-Handschaltung auch eine stufenlose Automatik verfügbar ist. Bei der CO2-Minderung setzt der Sandero im Gegensatz zum Technik-Bruder Clio zunächst nicht auf Elektrifizierung, sondern auf die günstigere Autogas-Technik. Der Einliter-Ottomotor kommt im LPG-Betrieb auf 74 kW/100 PS. (Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz: Bald nur noch Klon-Fahrzeuge?)

Basismotor im Dacia Sandero ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 48 kW/65 PS.

Neuer Dacia Sandero: Bordcomputer und Lichtautomatik sind Serie

Bei der Ausstattung will die Budget-Marke nachlegen. International zählen Bordcomputer, Geschwindigkeitsbegrenzer und Lichtautomatik zum Lieferumfang, optional gibt es künftig sogar Komfort-Extras wie Sitzheizung, elektrische Parkbremse und ein Kofferraum, der sich auf angedeuteten Fußtritt hin öffnet. Erstmals ist auch ein elektrisches Glas-Schiebedach zu haben.

Insgesamt sind für den neuen Dacia Sandero drei Multimedialösungen erhältlich. Die Basis-Variante ist das „Media Control System“, sie umfasst ein 3,5-Zoll-TFT-Display, zwei Lautsprecher sowie die gleichnamige App, die das Smartphone mit dem Autoradio verbindet. Das Smartphone wird mithilfe einer Halterung waagerecht mittig am Armaturenbrett angebracht, so soll es sich laut Dacia nahezu wie ein integriertes Multimediasystem mit Navigationsfunktion nutzen lassen.

Außerdem sind zwei umfangreiche Systeme mit mehr Lautsprechern und einem 8-Zoll-Display erhältlich. Diese Varianten ermöglichen auch die Nutzung von Android Auto und Apple CarPlay.

Materialen und Verarbeitung im neuen Dacia Sandero wirken hochwertiger als im Vorgänger.

Neuer Dacia Sandero: Offizielle Preise für den rumänischen Kleinwagen gibt es noch nicht

Die Preise für die dritte Sandero-Generation sind noch nicht bekannt, das aktuelle Modell startet bei 7.600 Euro, einige hundert Euro Aufschlag dürften aber wohl dazukommen. Den Titel als billigsten Neuwagen der Republik wird man dennoch halten wollen. (Dacia Sandero, Stepway und Logan: So sieht die neue Modellpalette aus)

Nicht nach Deutschland kommen wird dagegen der viertürige Logan, denkbar ist aber ein Marktstart des Kombi Logan MCV, der zu einem späteren Zeitpunkt Premiere feiert. Für Dacia ist die Neuauflage wirtschaftlich zurzeit doppelt wichtig: Die Marke leidet besonders stark unter dem europaweiten Nachfrage-Schwund in der Corona-Krise. Zum einen fehlen ihr die Flottenkunden, zum anderen ist aufgrund der niedrigen Preise der Raum für zusätzliche Rabatte eng. (Mit Material von SP-X)

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