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Dacia Jogger: Neuer Siebensitzer mit SUV-Optik zum Günstig-Preis

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Von: Sebastian Oppenheimer

Dacia plant den Großangriff auf die Kompaktklasse: Der Dacia Jogger bietet eine rustikale Offroad-Optik, jede Menge Platz – und sogar Autogas-Antrieb.

Mioveni (Rumänien) – Mit dem Jogger bringt Dacia so etwas wie eine Eier legende automobile Wollmilchsau auf den Markt. Das muss der Crossover auch sein, denn er ersetzt mit dem Lodgy und dem Logan MCV gleich zwei etablierte Modelle. „Mit dem Jogger erfindet Dacia das siebensitzige Familienfahrzeug neu“, erklärt Dacia-Chef Denis Le Vot. Sieben Sitze? Bei solchen Zahlen denkt man unweigerlich an monströse US-amerikanische Vans. Allerdings ist der Dacia Jogger lediglich 4,55 Meter lang. Aus gutem Grund, denn die Strategen der Renault-Tochter sehen im Kompaktsegment gute Verdienstmöglichkeiten und wollen mit dem Crossover ab Anfang nächsten Jahres Konkurrenten wie dem Opel Grandland und dem Peugeot 5008 Kunden wegschnappen. „Der Jogger kombiniert die Länge eines Kombis mit der Geräumigkeit eines Vans und dem Aussehen eines SUV“, erklärt Produktmanagerin Andrea Guinea die Erfolgsformel. Und das Ganze für einen Startpreis von rund 15.000 Euro. (Dacia Spring Electric im Test: Solider Billig-Stromer mit seltsamer Bedienung)

Fahraufnahme eines Dacia Jogger
Der Dacia Jogger ersetzt mit dem Lodgy und dem MCV gleich zwei Modelle. © Dacia

Dacia Jogger: Neuer Siebensitzer mit SUV-Optik zum Günstig-Preis

Mit einem Radstand von 2,90 Metern und einer Höhe von 1,63 Metern soll die Raumgleichung aufgehen. Eine erste Sitzprobe kann das belegen: Die dritte Reihe ist nicht nur für die F-Jugend geeignet, auch Erwachsene mit 1,85 Metern Körpergröße finden Platz. Eine Fahrt von München nach Hamburg wird zwar nicht das reinste Vergnügen, aber Kurzstrecken sind allemal drin. Wenn man nur zu zweit unterwegs ist, passen 1.819 Liter in den Kofferraum. Bei fünf Sitzen sind es 565 Liter und bei Vollbestuhlung 160 Liter. Um eine ebene Ladefläche zu bekommen, muss man die Sitzkissen senkrecht nach oben klappen. Wenn der Platz mal nicht reicht, lässt sich die Dachreling ruckzuck in einen Dachgepäckträger mit 80 Kilogramm Traglast verwandeln. Klingt irgendwie nach Simply Clever und das ist es auch. (Dacia Sandero TCe 90 im Test: So viel Auto gibt’s für so wenig Geld)

Der Dachgepäckträger eines Dacia Jogger
Praktisch: Die Dachreling des Dacia Jogger lässt sich zu einem Dachgepäckträger umbauen. © Dacia

Dacia Jogger: Das Cockpit gleicht dem Plattform-Bruder Sandero

Im Innenraum kann der Jogger seine Herkunft nicht leugnen. Der neue Dacia teilt sich die Plattform mit dem Sandero und daher auch die Instrumententafel inklusive Touchscreen mit einer Größe von bis zu acht Zoll. Dazu kommen einige Ablagen im Innenraum, die ein Volumen von insgesamt 24 Litern haben, unter anderem ein abschließbares Handschuhfach, das sieben Liter fasst. Neben dem Infotainment bietet der Jogger ein LED-Abblendlicht, auf Wunsch Klimaautomatik, Sitzheizung, Totwinkelwarner oder Keyless Go. (Rumänischer Hummer: Dacia Bigster könnte großer Bruder des Duster werden)

Zum Marktstart stehen zwei aufgeladenen Einliter-Dreizylinder-Benziner zur Auswahl. Darunter das neu entwickelte TCe 110 Vollaluminium-Aggregat. Das Triebwerk verfügt über reibungsarme Beschichtungen der Laufbuchsen und zentral in den Brennräumen platzierte Einspritzdüsen. Dazu kommen noch der teilweise in den Zylinderkopf integrierte Auspuffkrümmer, die variable Verstellung der Einlassnockenwelle und die bedarfsgeregelte Ölpumpe. Dieses Technikpaket resultiert in einer Leistung von 81 kW / 110 PS, einem maximalen Drehmoment von 200 Newtonmetern bei 2.900 U/min und einem geringen Verbrauch.

Blick ins Cockpit eines Dacia Sandero
Instrumententafel und Touchscreens des Dacia Jogger kennt man aus dem Sandero, mit dem er sich die Plattform teilt. © Dacia

Dacia Jogger: Bivalenter Motor verspricht Reichweite von mehr als 1.000 Kilometern

Die Alternative ist der TCe 100 ECO-G. Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um einen bivalenten Motor, der auch mit Autogas (LPG) betrieben werden kann. Mit diesem Triebwerk bestückt, soll der Jogger 7,6 l / 100 km verbrauchen und so mehr als 1.000 Kilometer weit kommen. Damit das klappt, sind zwei Tanks verbaut. Neben dem 50-Liter-Benzin-Behälter befindet sich ein weiterer mit einem Fassungsvermögen von 40 Litern in der Reserverad-Mulde. Anfang 2022 kommen die Dacia E-Freunde mit einer Vollhybrid-Variante des Jogger auf ihre Kosten. Der Antriebsstrang dieser Version wird vom Renault Clio (hier geht’s zum Fahrbericht) übernommen, deswegen dürfte die Reichweite eine ähnliche sein. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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