Erster Elektro-Spanier

Cupra El-Born: Im Grunde wie ein VW ID.3, aber DAS ist besser

  • Arne Roller
    vonArne Roller
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Cupra ist die emotionale Marke im VW-Konzern. Sie soll Fahrspaß auch im E-Zeitalter vermitteln. Zumindest das erste rein elektrische Serienmodell, der El-Born, nährt diese Hoffnung.

  • Der El-Born steht wie der ID.3 auf der MEB-Plattform von Volkswagen
  • Marktstart des Cupra El-Born ist 2021
  • Seat verspricht dynamische Performance und hohe Reichweite

Martorell (Spanien) – Das 2019 als seriennahes Konzept vorgestellte Elektroauto El-Born wird Seat kommendes Jahr unter dem sportlichen Markenlabel Cupra auf den Markt bringen. Die Spanier haben jetzt einige Bilder veröffentlicht, die eine im Vergleich zum Konzept modifizierte Variante zeigen. Sie zeichnet sich durch ein neues Kühlergrilldesign, zusätzliche Sicken im Frontbereich sowie Cupra-typische Kupferakzente aus. Die Entscheidung des Konzerns (Volkswagen: Kauft Wolfsburg diesen strauchelnden Riesen?), das Fahrzeug als Cupra auf den Markt zu bringen, dürfte von verkaufstaktischen Überlegenen herrühren. Ein Seat El-Born hätte dem ID.3 womöglich zu viele Kunden abgezwackt. Trotzdem dürfte der El-Born deutlich sportlicher zu Werke gehen als der erste rein als Elektroauto konzipierte VW. (Reif für ein Elektroauto? Mit diesen fünf Fragen finden Sie es heraus).

Cupra
SitzMartorell (Spanien)
Gründung2018
FahrzeugeLeon, Ateca, Formentor
Webseitewww.cupraofficial.de

Entwicklung und Design des El-Born stammen aus Barcelona, gebaut wird er parallel zum ID.3 in Zwickau. Das Fahrzeug basiert auf der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns und wartet im Innern mit moderner Technik auf – darunter ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Funktion und ein Infotainmentsystem mit 12-Zoll-Bildschirm und umfassenden Konnektivitäts-Optionen. (ADAC-Test: Mercedes, Audi, BMW – dieses Auto bietet die beste Konnektivität in der Kompaktklasse).

Der Innenraum des Cupra El-Born zeigt eine leicht auf den Fahrer ausgerichtete Mittelkonsole.

Seinen Performance-Anspruch unterstreicht der El-Born mit Sportschalensitzen, dem Lenkrad mit Cupra-Modus- sowie Fahrprofiltasten und dynamischem Fahrwerk. Per Dynamic Chassis Control Sport (DCC Sport) kann so das Fahrverhalten angepasst werden. Im Mittelpunkt der Entwicklung standen daher auch Leistung und Dynamik. In nur 2,9 Sekunden erreicht der El-Born Tempo 50. Nichtsdestotrotz, ganz im Zeitgeist soll der Innenraum des El-Born teilweise aus recycelten Materialien bestehen. (Ladekabel: Typ-2, CHAdeMO, CCS, Supercharger – welches Auto welchen Stecker nutzt).

Cupra El-Born: Noch keine genauen Angabe zu Motor und Batterie

Weitere technische Details zum neue E-Sportler gibt Cupra zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Bei der Enthüllung im letzten Jahr war von einem 150 kW (204 PS) starken Elektromotor die Rede, der den El-Born in 7,5 Sekunden von null auf hundert bringt. Als Reichweite nannte man gemäß des WLTP-Testzyklus 420 Kilometer, was erst mal auf den Einsatz der auch im ID.3 verbauten 58-kWh-Batterie schließen lässt. Mit welchem Antriebs- und Batterieportfolio das Cupra-Pendant letztendlich auf den Markt kommt, bleibt abzuwarten. Seat verspricht sowohl eine dynamische Performance als auch eine hohe Reichweite. Letzteres spricht eher für die 82-kWh-Batterie, mit der man rund 500 Kilometer weit kommen kann. Sollte der Cupra stets mit einer gehobenen Ausstattung und der starken Batterie verkauft werden, erleichtert das für Volkswagen Herstellung, Logistik und Vertrieb. Zum Preis des El-Born macht Cupra noch keine Angaben. (Mit Material von Mario Hommen/SP-X)

Rubriklistenbild: © Cupra

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