Maske als Schutz

In Corona-Zeiten: Bin ich im Auto wirklich sicherer vor gefährlichen Erregern?

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Aktuell ist die Angst vor einer Ansteckung durch den Coronavirus sehr groß. Viele Deutsche fahren daher lieber mit ihrem eigenen Auto als mit Bus oder Bahn. Experten klären jetzt auf.

  • Trotz Corona-Krise müssen viele Deutschen täglich zur Arbeit pendeln.
  • Die meisten entscheiden sich dazu, mit dem Auto zu fahren.
  • Experten enthüllen, ob Erreger durch die Lüftung ins Auto gelangen können.

Trotz Corona-Krise müssen viele Menschen täglich zur Arbeit pendeln. Da einige von ihnen Angst haben, sich in Bus und Bahn anzustecken, fahren sie lieber mit dem Auto dorthin. Da reicht es auch nicht, dass in allen Bundesländern eine Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr gilt.

Autofahren in Corona-Zeiten: Ansteckungsgefahr kaum möglich

Doch bietet das eigene Auto wirklich ausreichend Schutz gegen den Coronavirus? Wie sicher ist man im Auto gegen eine Infektion? Experten zufolge können Sie beruhigt sein. Das eigene Auto schützt gegen eine Infektion mit dem gefährlichen Virus.

Auch wenn der Innenraumfilter nur mäßig sein sollte, gelangen dennoch wenig bis kaum Krankheitserreger über die Lüftung ins Cockpit. „In der Regel kommen Coronaviren in Tröpfchenwolken oder Aerosolen vor“, weiß auch Anders Lövfendahl, Filterexperte beim Automobilhersteller Volvo (geführt von Martin Lundstedt (53)) mit Sitz in Torslanda bei Göteborg, Schweden.

Schließlich müsste man dazu schon durch eine hoch konzentrierte Virenwolke fahren, damit sie gefährlich werden können. Allerdings ist auch letzteres unwahrscheinlich, da allein der Fahrtwind dafür sorgt, dass die Erreger in der Luft zerstreut werden.

Coronavirus: Autofahren mit Maske - das kann in diesem Fall teuer enden

Wem der serienmäßige Innenraumfilter zu unsicher ist, dem bieten sogenannte HEPA-Filter, die auch in Operationssälen eingesetzt werden, mehr Sicherheit. Diese sollen angeblich sogar Coronaviren in Reinform aus der Luft entfernen – und das, obwohl dieser sehr klein ist.

„Im Vergleich zu einem Feinstaubpartikel entspricht das Größenverhältnis dieses neuartigen Virus dem einer Murmel zu einem Kürbis“, erklärt Martin Klein, Chef der Filtersparte beim Zulieferer Mann + Hummel. Allerdings ist diese Technik aktuell nur in den E-Autos von Tesla zu finden.

Dennoch ist es Ihnen erlaubt, sicherheitshalber auch im eigenen Auto während der Fahrt eine Maske zu tragen. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass ihr Gesicht noch erkennbar ist. Dies ist bei handelsüblichen Masken kein Problem. Doch bei selbstgemachten Masken kann es sein, dass diese zu viel des Gesichts verdecken. Wen die Polizei erwischt, dem droht in den meisten Fällen ein saftiges Bußgeld.

Mit Material von SpotPress

Rubriklistenbild: © Opel

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