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Chevrolet Silverado EV: Auch GM bringt jetzt einen elektrischen Pick-up

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Von: Marcus Efler

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Der nächste Pick-up-Truck mit Elektroantrieb rollt an: So will GM mit seinem Chevrolet Silverado EV gegen Teslas Cybertruck und den Ford F-150 Lightning bestehen.

Detroit (USA) – Für den verspäteten Cybertruck von Tesla wird es auch in den USA kein Alleingang werden – im Gegenteil. Im Frühjahr stellt Ford mit seinem F-150 Lightning eine Elektroversion seines Pritschenwagens vor, der zum Erfolgsmodell avancieren dürfte, als Newcomer lauert der Rivian R1T – und im Frühjahr 2023 folgt mit dem Chevrolet Silverado EV die Nummer zwei der Pick-ups der USA ebenfalls als Elektroversion. (Ford F-150 Lightning: Händler zocken Kunden beim elektrischen Pick-up ab)

Chevrolet Silverado: Auch GM bringt jetzt einen elektrischen Pick-up

„Zunächst stellen wir neben der First Edition im Frühjahr 2023 unseren Work Truck vor“, sagt General-Motors-Chef Mary Barra, „im Herbst folgt dann der elektrische Silverado RST.“ Dessen technische Rahmendaten machen für Privatleute und Gewerbetreibenden Lust auf mehr, denn während das 510 PS starke Basismodell als Nutzfahrzeug bei knapp unter 40.000 US-Dollar starten soll, wird es vom Stromer verschiedene Leistungsstufen und Batteriegrößen geben. Das Topmodell RST bietet dabei bis zu 664 PS und 1050 Nm. Dank der neuen „Ultium“-Plattform, auf der auch der elektrische Hummer EV unterwegs sein wird, sind Reichweiten von bis zu 400 Meilen – also 650 Kilometern – drin. (VW Amarok: Das wird bei der zweiten Generation des Pick-ups ganz anders)

Chevrolet Silverado EV, fahrend
Schicker Stromer: Der Chevrolet Silverado EV. © General Motors

Chevrolet Silverado: Zehn Minuten laden für 160 Kilometer

Der stattliche Preis der besonders exklusiv ausgestatteten Chevrolet Silverado EV First Edition: 105.000 US-Dollar (ca. 93.000 Euro). An der Schnellsäule soll das Akkupaket im Unterboden dafür mit bis zu 350 kW innerhalb von zehn Minuten für 160 Kilometer nachladen können.

„Die Ultium-Plattform ermöglichte es unseren Design- und Ingenieurteams, bei null anzufangen und einen Pick-up mit beeindruckender Leistung und Fähigkeit zu entwickeln“, wirbt Nichole Kraatz, Chefingenieurin des Silverado EV: „Das Ergebnis ist ein wirklich beeindruckender Beweis für die Kreativität und Innovation, die unsere Teams schnell und in großem Maßstab auf den Markt bringen können.“ (Pick-up-Trend: Schon wieder vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat)

Ladefläche des Chevrolet Silverado EV mit Kajak
Dank Durchlade passt auch ein Kajak auf die Ladefläche des Chevrolet Silverado EV. © General Motors

Chevrolet Silverado: Anhängelast 4,5 Tonnen –  und bald noch mehr

Optisch unterscheidet sich der Chevrolet Silverado EV dabei deutlich von seinen Verbrenner-Brüdern. So gibt es eine geschlossene Front mit neuer Lichtsignatur und ein geändertes Heck mit einer Vario-Klappe, die sich elektrisch in verschiedenen Modi öffnen und schließen lässt. Der neue Elektro-Pick-up kann Anhänger bis zu einem Gewicht von 4,5 Tonnen ziehen und hat als Pkw-Version eine Nutzlast von knapp 600 Kilogramm. Weitere Schwerlastvarianten sind in Planung, die dann ähnlich viel an den Haken nehmen und auf der Ladefläche transportieren können wie die aktuellen Versionen mit Diesel- und Benzinmotor.

Zum Starten des elektrischen Silverado wird kein Schlüssel mehr benötigt – Einsteigen mit dem entsprechenden Smartphone wie bei BMW reicht. Gang einlegen, und los geht es beinahe geräuschlos. Zudem bietet der Chevrolet Silverado EV neben dem üppigen Platzangebot in der Fahrgastzelle ein festes Glasdach, 14-Zoll-Head-Up-Display, 11-Zoll-Instrumente sowie ein 17 Zoll großes Multifunktionsdisplay. (Ford Ranger Stormtrak im Test: Noch Pick-up oder schon komfortabler Pkw?)

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Cockpit des Chevrolet Silverado EV
Voll digital: Das Cockpit des Chevrolet Silverado EV. © GM DESIGN

Chevrolet Silverado: Trucks als Wegbereiter der E-Mobilität in den USA

Die Rückseite der geräumigen Kabine kann zur Ladefläche hin geöffnet werden, sodass von hier längere Gegenstände nach vorne durchgeladen und selbst Surfboards transportiert werden können. Für Komfort und Agilität sorgen unter anderem eine Luftfederung und die optionale Allradlenkung. Da dürften bisherige Silverado-Kunden ebenso ins Grübeln kommen wie potenzielle Neukunden von Wettbewerbern. Die in den kommenden drei Jahren verfügbaren Pick-ups, die in Amerika nur Full-Size-Trucks genannt werden, könnten in den USA der Wegbereiter in die neue Elektromobilität sein – und zwar nicht nur in den Küstenstaaten, sondern auch im mittleren Westen. Hierzulande wird man den Elektro-Truck wohl nur über freie Importeure bekommen. (Stefan Grundhoff/press-inform)

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