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BMW X3 und BMW X4 Facelift: Bestseller-Modellpflege verpasst wichtige Chance

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Von: Christian Schulz

Der BMW X4 M Competition (links) und der X3 M Competition (rechts) als Facelift 2021

Verdienen trotz des iX-Hypes Aufmerksamkeit: BMW X4 M Competition und BMW X3 M Competition als Facelift 2021. © BMW

Das Duo BMW X3 und BMW X4 gehört zu den wichtigsten Baureihen des Münchner Autoherstellers. Das Facelift fällt jedoch überschaubar aus – das gilt besonders für den Plug-in-Hybrid.

München – Durch den Hype um den BMW iX gehen der BMW X3 und X4 fast unter. Völlig zu Unrecht. Denn selbst im vergangenen Corona-Krisenjahr entschieden sich fast 350.000 Autofahrer für den BMW X3 (292.328) und den BMW X4 (55.237). Das ergibt einen Verkaufsanteil von 17,1 Prozent am gesamten BMW-Absatz. Der wichtigste Markt für das BMW-Mittelklasse-SUV ist dabei China, wo mehr als 45 Prozent der Baureihe verkauft werden. Danach kommen Europa (gut 20 Prozent) und die USA (etwa 15 Prozent). Jetzt steht ein Facelift an, das Veränderung bringt.

Der BMW X4 Facelift 2021 von links vorne

Der aufgefrischte BMW X4: zurückhaltendere Optik mit etwas schmaleren LED-Scheinwerfern © BMW

BMW X3 und BMW X4 Facelift: Bestseller-Modellpflege verpasst Chance

Die Modellpflege betrifft optisch hauptsächlich die Front und das Heck. Die Niere ist zwar gewachsen, erreicht aber nicht die Dimensionen des BMW iX oder des neuen BMW 4er. Das ergibt Sinn, da die Kunden in diesem Segment auf eine zurückhaltendere Optik Wert legen. Dazu kommen noch etwas schmalere LED-Scheinwerfer, beim X4 sind adaptive Matrix LED-Scheinwerfer serienmäßig. Auf Wunsch leuchten jetzt auch Laser-Scheinwerfer beim BMW X3 und BMW X4 die Straße aus. (BMW M4 Competition Cabrio: Allrad-Power und Stoffdach haben ihren Preis)

Mehr tut sich unter der Motorhaube: BMW nutzt das Facelift, um auch längst Überfälliges nachzuholen – und stattet nach den Diesel- auch die Benzinmotoren mit einem 48-Volt-Startergenerator aus. Dass bei allen Varianten der X3- und X4-Modelle einen Allradantrieb verbaut ist, versteht sich fast von selbst. Die Diesel-Versionen sind bei diesem Crossover nach wie vor begehrt und BMW bietet das bekannte, wenn auch mittlerweile etwas ausgedünnte Motorenportfolio. (BMW iX: E-Crossover im X5-Format schafft mehr Reichweite als Tesla Model X)

Der BMW X3 Facelift 2021 von links hinten

Alle Varianten des gelifteten BMW X3 kommen mit Allradantrieb – in China wird vor allem der Plug-in-Hybrid entscheiden. © Tom Kirkpatrick/BMW

BMW X3 und BMW X4 Facelift: Plug-in-Hybrid entscheidend für Hauptmarkt China

Die Bandbreite der Diesel reicht vom xDrive20d mit 140 kW / 190 PS bis hin zum Reihensechszylinder in den M40d-Modellen mit 250 kW / 340 PS, die der Benziner reicht von 135 kW / 184 PS beim xDrive20i bis hin zu 265 kW / 360 PS beim M40i. Nur für den BMW X3 steht der Plug-in-Hybrid xDrive30e mit 215 kW / 292 PS und bis zu 50 Kilometern Reichweite zur Verfügung, da bietet die Konkurrenz mehr Strecke und der Münchner Autobauer verpasst die Chance, beim Plug-in-Hybrid nachzulegen. Die PHEV-Version dürfte vor allem für den Hauptmarkt in China wichtig sein. (BMW X5 mit verrücktem Design: Geheime Studie unerwartet aufgetaucht)

In den USA sind die BMW-M-Competition-Modelle der X3- bzw. X4-Baureihe besonders gefragt, die mit 375 kW / 510 PS nach wie vor die Leistungsspitze der Baureihe bilden. Allerdings kitzeln die Münchner Motoren-Spezialisten jetzt mit 650 Newtonmetern 50 Nm mehr als bisher aus den drei Litern Hubraum. Äußerlich folgen die Sportler bei der Modellpflege den etwas zahmeren Modellen. Natürlich mit den M-typischen Merkmalen, wie großen Lufteinlässen, mehr Carbon in und am Auto und natürlich einer Zusatz-Beplankung am Heck. Dass die Kraftprotze auf 21-Zoll-Walzen stehen können, versteht sich fast von selbst. Dafür legt der M-Fan auch mit 97.600 Euro für BMW X3 M Competition eine stolze Summe auf den Tisch des bayerischen Hauses. Beim BMW X4 M Competition sind es noch 2.000 Euro mehr. (BMW i4: Das verrät unsere Fahrt über die neue elektrische Mittelklasse)

Das Cockpit des BMW X3 M Competition Facelift 2021

Ein Blick ins Cockpit des aufgefrischten BMW X3 M Competition: Auf Wunsch wächst der 10,25-Zoll-Touchscreen auf 12,3 Zoll. © Uwe Fischer/BMW

BMW X3 und BMW X4 Facelift: Dann kommen die neuen Versionen, das kosten sie

Auch BMW schaut bei der Produktion auf den Euro und reduziert die Anzahl der angebotenen Varianten um 30 Prozent. Dazu passt, dass die Mittelkonsole vom BMW 4er übernommen wurde. Die Software und die Systeme werden bei den neuen X3- und X4-Modellen mit drahtlosen Updates auf dem neuesten Stand gehalten. Der BMW Intelligent Personal Assistant versteht mehr Sprachbefehle als bisher und kann jetzt auch die Klimaanlage einstellen, die Fenster bewegen oder den Fahrmodus definieren. Auf Wunsch wächst der 10,25 Zoll große Touchscreen auf 12,3 Zoll. Die serienmäßigen Sportsitze bekommen die neueste Generation des lederähnlichen Sensatec-Bezugs. Geschaltet wird mit der Achtgang-ZF-Automatik oder der sportlichen Version des Getriebes mit Schaltwippen. Der BMW X3 und X4 stehen ab August beim Händler und kosten mindestens 51.000 Euro beziehungsweise 55.000 Euro. (Mini Cooper SE im Test: Neues Multitone-Dach ist ein Hingucker) (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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