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BMW M5: Dieser Überflieger hat ein Detail für echte Kerle

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Von: Jan Schmidt

Die Modellpflege des BMW M5 zeigt sich nicht nur an größeren Displays und äußerlichen Designfeinheiten, sondern vor allem bei einer neuen Dämpferabstimmung.  

München – Der BMW M5 ist die Businesslimousine unter den Raketen der BMW Sportabteilung. Deswegen verbieten sich marktschreierische Designelemente, wie etwa eine brachiale Biertheke auf dem Heck. „Der M5-Kunde will bei Bedarf schnell unterwegs sein, längere Strecken zurücklegen und bevorzugt das Understatement“, sagt Produktmanager Michael Schellhorn. Diese Vorgaben erfüllt der schnellste 5er und haut optisch nicht allzu sehr auf die Pauke. Sei es mit der schwarz-glänzenden Niere, dem L-Tagfahrlicht, den Laserscheinwerfern oder den kleinen Bürzel auf der neuen Heckschürze. Trotzdem: Wenn der schnelle Bayer im Rückspiegel auftaucht, weiß man intuitiv, was die Stunde geschlagen hat.

Standaufnahme eines BMW M5 Competition von vorn

Beim BMW M5 Competition ist das Überholprestige serienmäßig. © Hersteller

Schließlich kommen da 460 kW/625 PS beim BMW M5 Competition angerauscht, das sind 18 kW/25 PS mehr als beim regulären BMW M5. Die Competition Variante kostet 129.900 Euro und ist damit stattliche 9.000 Euro teurer als der M5, der ebenfalls ab dem 1. Juli beim Händler steht. Die Leistungsdaten werden den BMW M Connoisseuren bekannt vorkommen.

Detailaufnahme des Motors eines BMW M5 Competition

Der 4,4-Liter-V8-Turbobenziner leistet 600 bis 625 PS. © Hersteller

Schließlich findet man den potenten 4,4-Liter-V8-Turbobenziner auch in anderen Modellen der Münchner, unter anderem dem M8 Gran Coupé Competition, der uns unlängst beim Test überzeugte. Also ist auch beim M5 Competition genug Kraft vorhanden: Der 1.895 Kilogramm schwere Bayer sprintet in nur 3,3 Sekunden bis zur 100 km/h Marke und ist bis zu 305 km/h schnell. Der normale M5 lässt sich mit 3,4 Sekunden minimal mehr Zeit für den Standardsprint. Aus dem Stand bis auf Tempo 200 vergehen im M5 11,1 Sekunden, der M5 Competition erledigt die gleiche Aufgabe in 10,8 Sekunden.

Der M5 Competition vertraut auf viele Komponenten des M8

Doch die Verwandtschaft der eiligen Technikbrüder beschränkt sich nicht nur auf die M-Power unter der Motorhaube sowie den Allradantrieb, sondern auch auf das Fahrwerk und vor allem die Dämpferabstimmung. Denn die stammen grundsätzlich vom größeren Bruder. Und wenn man bedenkt, wie behände das BMW M8 Gran Coupé Competition um die Ecke pfeift, ohne zum prügelharten Bandscheibenkiller zu mutieren, ist diese freundliche Übernahme durchaus zu begrüßen. „Wir haben extrem viel in die Weiterentwicklung der Verstelldämpfersysteme investiert“, erklärt BMW M Technikchef Dirk Häcker.

BMW M5 Competition im Profil

Der BMW M5 Competition teilt sich viele Komponenten mit dem M8 Gran Coupé Competition. © Hersteller

Der oberste M-Entwickler erteilt übrigens nach wie vor einer 48-Volt-Wankstabilisierung bei Modellen, wie den M5 eine klare Absage: „Es zählt der Fahreindruck und nicht das, was nicht technisch verbaut ist und nebenbei auch ein nicht ganz unerheblicher Gewichtstreiber ist.“ Rumms, das hat gesessen. Schöne Grüße nach Ingolstadt. Die Münchner setzen auf das klassische Zusammenspiel zwischen Stabilisatoren und Dämpfer garniert mit einem niedrigen Schwerpunkt.

Standaufnahme eines BMW M5 Competition von hinten

Zur Senkung des Schwerpunkts besteht die Dachhaut aus Carbon. © Hersteller

Detail für echte Kerle: „DSC aus, heißt bei uns aus“

Auch beim Allradantrieb, der nach wie vor hecklastig ausgelegt ist und dem Sperrdifferential, haben die M-Techniker nachgewürzt, um noch etwas mehr Agilität aus dem BMW M5 Competition herauszukitzeln. Für alle Lenkradkünstler, die ihr Glück gerne in die die eigene Hand nehmen, hat Christian Flessa noch einen Hinweis parat: „DSC aus, heißt bei uns aus“, also gibt es keinen elektronischen Rettungsanker mehr, der im äußersten Notfall geworfen wird. „Aber da muss schon extrem viel passieren, dass es eng wird“, schiebt der Fahrdynamiker nach. Das Ziel dieses Zusammenspiels aus verbesserter Agilität und überarbeiteter Dämpfereinstellung ist, ein gesteigerter Langstreckenkomfort mit mindestens gleichbleibender Agilität.

Cockpit-Aufnahme des BMW M5 Competition

Der Touchscreen ist von 10,25 auf 12,3 Zoll gewachsen. © Hersteller

Im Innenraum geht die erwähnte freundliche Übernahme der aus dem BMW M8 stammenden Konzepte weiter: In der Mittelkonsole kann der Fahrer mithilfe von Tasten auf verschiedene Fahrmodi zugreifen und einzelne Elemente, wie zum Beispiel Steuerung und Antriebsstrang nach seinen Wünschen konfigurieren. Wer es wirklich wissen will, nutzt den Track Mode. Das Ganze läuft auf einem 12,3 Zoll Touchscreen ab, der den bisherigen 10,25 Zoll Bildschirm ablöst und ebenfalls im M8 zu finden ist.

Von Wolfgang Gomoll (press-inform)

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