Limousine und Coupé

BMW M3 und M4: Weiterhin ohne Hybrid-Technik, dafür erstmals auch mit diesem Antrieb

Studioaufnahme eines BMW M4 von schräg vorn
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Der BMW M4 Competition leistet 375 kW/510 PS.
  • Jan Schmidt
    vonJan Schmidt
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BMW vervollständigt sein Modellportfolio mit der M3 Limousine und dem M4 Coupé. Mit maximal 375 kW/510 PS soll das dynamische Duo der Konkurrenz die vier Auspuffrohre zeigen. Puristen freuen sich über die klassische Sechsgang-Handschaltung.

München – Wenn es um Dynamik geht, bleibt beim BMW M3 und M4 die magische Zahl Sechs bestehen. Da mag die Konkurrenz aus Affalterbach ihren Mittelklasse-Sportler mit vier Töpfen plus Hybridmodul bestücken, bei der BMW M GmbH kommen der M3 und M4 ohne solchen Firlefanz aus und liefern mit dem traditionellen Reihensechszylinder samt doppelter Mono-Scroll-Turbolader-Zwangsbeatmung 375 kW/510 PS bei der Competition-Variante oder 353 kW/480 PS beim Basismodell ab. Damit hört die Klassik-Pflege aber nicht auf: Genau 35 Jahre nach dem Debüt des ersten BWM M3 gönnen die Münchner Dynamikspezialisten der 480-PS-Version immer noch eine knackige Sechsgang-Handschaltung, was vor allen bei den amerikanischen Kunden gut ankommen wird. „Das ist ein ehrliches Auto nach alter Väter Sitte“, heißt es bei BMW. (Neuer BMW 128 ti: Dem Golf-GTI-Konkurrenten fehlt ein wichtiges Extra)

BMW M3 und M4: Bayrische Power ohne Hybrid-Technik – „nach alter Väter Sitte“

Bei der Competiton-Variante kommt serienmäßig die Achtgang-Steptronic zum Einsatz. Zunächst gibt es die beiden M-Brüder wie bisher nur mit dem klassischen Hinterradantrieb, ab Sommer 2021 vervollständigt erstmals ein Allradantrieb die Palette der M3 Limousine und des M4 Coupés. Traktions-Fans werden sich auf den hecklastig ausgelegten M xDrive freuen, da die Competition-Modelle im Vergleich zum Vorgänger um 44 kW/60 PS und beim maximalen Drehmoment um 100 Newtonmeter auf jetzt 650 Newtonmeter zugelegt haben. Die Maximalgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h begrenzt, kann aber mit dem M Driver’s Package auf 290 km/h erhöht werden – gegen Aufpreis natürlich. (Neues BMW 4er Cabrio: Patentamt-Bilder offenbaren Abschied von diesem Bauteil)

Auch die BMW M3 Limousine trägt die markante Niere im Großformat.

BMW M3 und M4: Viele Verstrebungen für mehr Steifigkeit

Sechskolbenbremsen mit größeren Bremsscheiben sorgen für eine standfeste Verzögerung. Um an den Erfolg der fünften M3/M4-Generation anknüpfen zu können, die die bestverkaufte aller Zeiten ist, mussten die BMW-Techniker an einigen Stellschrauben drehen. Schließlich legen auch die Konkurrenten in Ingolstadt und Affalterbach nicht einfach die Beine hoch. Im Vorderwagen ist so gut wie alles neu. Der S58-Motor, der bereits im X3 und X4 M für Vortrieb sorgt, bedingt ein aufwendiges Kühlkonzept: Die zwei Kühler, die das Wasser wohltemperiert halten, werden von weiteren für Öl und Motorblock unterstützt. (Neuer BMW M3 Touring: Erstes Video entsetzt Fans – „Nein, nein, nein ...“)

Das Heck des BMW M4 wird von vier dicken Endrohren bestimmt.

Verschiedene Verstrebungen erhöhen die Torsionssteifigkeit. Die beiden Federbeindome werden abgestützt und vertikale Streben binden die Versteifungselemente des Motorraums an den Vorderachsträger an. Damit die Antriebskraft auch beim Hinterradantrieb beim Einlenken auf den Asphalt kommt, haben die Techniker die Achsgeometrie der Vorderachse angepasst, damit so das Optimum aus den 275er-Reifen herausgeholt wird. Die Pneus haben zudem höhere Flanken, damit sie noch besser arbeiten können. Um die Balance zu halten, gibt es auch an der Hinterachse einige Änderungen: Die Hinterachsdome haben ebenfalls zusätzliche Verstrebungen erhalten und die Anbindung an die Karosserie ist weiter verbessert worden, damit das ganze Konstrukt steifer wird. (4er BMW: Designer-Legende kritisiert Niere – „Look einfach ruiniert“ (mit Video))

Mit den beiden roten M-Tasten am Lenkrad kann man zwei vordefinierte Modi abrufen.

BMW M3 und M4: Carbon-Schalensitze und Semislicks als Extras

Damit diese technischen Verbesserungen auch in Fahrspaß münden, der beim Piloten ankommt, haben die M-Techniker die Fahrprogramme verfeinert. Dabei stand wie schon bei den M-Modellen der 5er-Reihe der M8 Competition Pate und spendiert unter anderem den Track-Mode. Der Drift Analyzer lässt das Heck leichter wirbeln. Grundsätzlich hat der M3/M4-Pilot bei den Fahrprogrammen mehr Konfigurationsmöglichkeiten als bisher. Mit den beiden roten M-Tasten am Lenkrad kann man zwei vordefinierte Modi abrufen. (München gegen Stuttgart: BMW M8 Competition vs. Porsche Taycan Turbo S – einer zieht ab)

Die Carbon-Schalensitze sind gegen Aufpreis lieferbar.

Wer will, ordert Carbon-Sitzschalen und Semislicks. Das bringt dann zehn Kilogramm weniger Gewicht und wird mit mehr Grip belohnt. Die beiden Sportler kommen natürlich auch in den Genuss des modernen BMW Infotainments mit dem 12,3 Zoll großen virtuellen Cockpit und dem 10,25 Zoll großen Zentral-Touchscreen. Damit einher gehen auch eine verbesserte Konnektivität und moderne Systeme, wie etwa der Stau-Assistent. Das dynamische Duo wird voraussichtlich erst nächstes Jahr beim Händler stehen. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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