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IAA Mobility 2021: BMW i Vision Circular als perfekt recyceltes Öko-Mobil

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Von: Sebastian Oppenheimer

Die Studie BMW i Vision Circular soll auf der IAA Mobility 2021 zeigen, wie ökologisch perfekt sich ein Auto in den Umweltkreislauf eingliedern kann.

München – Ging es früher um Leistungsdaten, Verbräuche und große Emotionen, ist im Hause BMW bezüglich der Zukunft der Marke offenbar die große Nüchternheit eingekehrt. Auf der IAA Mobility 2021 – erstmals am BMW-Standort München – ausgetragen, wollen sich die Bayern nicht vorwerfen lassen, es mit dem Thema Nachhaltigkeit nicht ernst zu nehmen. So stellt der Autobauer auf der Messe die Studie des i Vision Circular vor, der zeigen soll, dass sich Umweltschutz, Nachhaltigkeit und automobile Mobilität keinesfalls ausschließen müssen. Gleichzeitig soll das Auto auch die BMW-Designsprache der nächsten Jahre konkretisieren. (YouTuber motzt über neues BMW-Design: „Sie wissen nicht, wer sie sind“)

Die BMW-Studie i Vision Circular
Die BMW-Studie i Vision Circular geht optisch neue Wege: Die Doppelniere zieht sich nun quer über die komplette Front. © BMW

IAA Mobility 2021: BMW i Vision Circular als perfekt recyceltes Öko-Mobil

Optisch ist der BMW kaum mehr als solcher zu erkennen, denn der i Vision Circular hat keine klassische Motorhaube, sondern mutet eher wie ein Microvan mit großen Glasflächen und minimalen Überhängen an. Der Viersitzer bietet – natürlich elektrisch angetrieben – maximalen Raum auf kleinster Verkehrsfläche. Der klassische Kühlergrill ist verschwunden – die Doppelniere geht als riesige Kommunikations- und Designfläche in die Scheinwerfer-Elemente über. (BMW ZBF 7er: Geheime Studie zeigt die Mega-Niere bereits 1996)

IAA Mobility 2021: BMW i Vision Circular –mächtige Lichtfläche dominiert das Heck

Am Heck des Viertürers gibt es ebenfalls eine mächtige Lichtfläche, die das BMW-Logo umgibt und die große Heckklappe mit aufgesetzter Fin-Antenne abschließt. Wilder denn je wird es im Innern des BMW i Vision Circular mit einer zentralen Bedieneinheit in der Mitte der Armaturentafel, die aus einem Star-Trek-Film mit Captain Kirk stammen könnte. Ähnliche Bedien- und Designeinheiten gibt es in den Türen und im Lenkrad. Die Sitze im Sofadesign der 1970er-Jahre sind – ebenso wie das restliche Interieur – aus recycelten Materialien hergestellt. In die Kissen-artigen Kopfstützen wurden Lautsprecher integriert, sodass jeder Fahrgast seine individuelle Beschallung einstellen kann. (IAA Mobility 2021 in München: Diese Neuheiten warten auf die Besucher)

Blick in den Innenraum der BMW-Studie i Vision Circular
Brauchen Autos im Jahr 2040 noch ein Lenkrad? Die BMW-Studie i Vision Circular legt das zumindest nahe. © BMW

BMW i Vision Circular: Keine Zukunft für das Material Carbon?

Dass BMW im Jahre 2040 noch Autos anbietet, kann man nur hoffen – und nachdem sich einige Firmen aus den kleinen Fahrzeugsegmenten verabschieden, scheinen die Münchner allemal noch mit kompakten Modellen zu planen. Denn die IAA-Studie soll eben einen Ausblick auf ein kompaktes Luxusmodell in 20 Jahren geben. „Der BMW i Vision Circular zeigt, wie umfassend und konsequent wir nachhaltige Mobilität denken. Er steht für unseren Anspruch, Vorreiter bei der Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft zu sein. Denn die aktuelle Entwicklung von Rohstoffpreisen zeigt, mit welchen Auswirkungen eine Industrie rechnen muss, die von begrenzten Ressourcen abhängig ist“, erklärt BMW-Chef Oliver Zipse (57). (BMW iX3 mit Modellpflege: Auch optisch endlich ein Elektroauto)

Setzte BMW vor Jahren mehr als jeder andere Autohersteller auf das Material Carbon als wichtigen Zukunftsbaustoff seiner Fahrzeuge, so sieht das mittlerweile ganz anders aus. Die Karosserie des BMW-Konzepts besteht nahezu komplett aus recycelten Materialien wie Stahl, Aluminium, Kunststoff und Glas. Liegt der Anteil an wiederverwendeten Komponenten bei den aktuellen BMW-Fahrzeugen bei knapp 30 Prozent, so soll sich dies sukzessive auf 50 Prozent erhöhen.

Die Studie BMW i Vision Circular
Das zentrale Element des Hecks des BMW i Vision Circular ist eine große Leuchtfläche, die das Markenlogo umrahmt. © BMW

BMW i Vision Circular: Reifen aus nachhaltigem Naturkautschuk

Die Quote der IAA-Studie liegt bei 100 Prozent, da die Komponenten durchweg aus geschlossenen Materialkreisläufen stammen. Das gilt auch für die Feststoffbatterie, die nicht nur vollständig recyclingfähig, sondern allein aus wiederverwendeten Materialien hergestellt wurde. Selbst die Reifen bestehen aus nachhaltigem Naturkautschuk und besitzen eine leicht transparente Optik, denen zur Verstärkung farbige Gummipartikel beigemengt wurden. Na, dann sollte es ja rund laufen. (Von Stefan Grundhoff/press-inform)

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