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Neues BMW 4er Gran Coupé sieht aus wie i4 – das steckt dahinter

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Von: Marcus Efler

So weit ist es schon gekommen: Das elektrische Modell wurde zuerst entwickelt, der Verbrenner folgt als Variante. Doch darum profitiert das neue BMW 4er Gran Coupé davon.

München – Das neue BMW 4er Gran Coupé ist ein ziemliches Trumm von Auto. Gegenüber dem Vorgänger ist die zweite Generation um 14,3 Zentimeter auf 4,78 Meter gewachsen. Bei der Höhe sind es 5,3 Zentimeter und bei der Breite 2,7 Zentimeter. Platz ist also genug in dem Langstreckengleiter. Die Verwandtschaft zu den anderen Modellen der Baureihe erkennt man an der wuchtigen Niere, die nach wie vor nicht jedermanns Geschmack trifft – und das wohl auch künftig nicht tun wird. Vom Band läuft der Neue zusammen mit dem elektrischen BMW i4 im Stammwerk in München. Anstelle der großen und schweren Batterie befindet sich im 4er Gran Coupé klassische Antriebstechnik. Bei der haben die BMW-Verantwortlichen auf die Wünsche der Fans gehört und legen erstmals ein BMW M440i xDrive Gran Coupé auf. Und wo M draufsteht, ist M drin – auch wenn es „nur“ ein Performance-Modell ist, also eine Variante und kein eigenständiger M-Renner: Mit dem famosen Dreiliter-Reihensechszylinder und 374 PS markiert es die Leistungsspitze der Neuauflage. Flankiert wird der Power-Viertürer von Vierzylindern wie dem 420i mit 184 PS, dem 430i mit 245 PS sowie dem 420d mit 190 PS. (Leak im Netz: Elektrischer BMW i4 als M-Version – so stark wird der Sport-Stromer)

BMW 4er Gran Coupé 430i, fahrend

Dicke Niere, vier Türen: das neue BMW 4er Gran Coupé © Tom Kirkpatrick/BMW

Neues BMW 4er Gran Coupé sieht aus wie elektrischer i4 – das steckt dahinter

Das klassisch angetriebene Fahrzeug steht auf derselben technischen Plattform wie der elektrische, ebenfalls viertürige BMW i4 (hier geht’s zur ersten Testfahrt) und die anderen Modelle der 4er-Baureihe. Von der gemeinsamen Entwicklung profitiert er zweifellos. Denn was einem Akku-Fahrzeug recht ist, ist einem Gran Coupé nur billig – wie man am niedrigen cw-Wert von 0,26 und der perfekten Achslastverteilung sieht. Auch die zusätzlichen Versteifungsmaßnahmen im Bereich des Vorderwagens und an der Hinterachse kommen beim 4er Gran Coupé zum Einsatz und sollten bei der Agilität helfen. Das Fahrwerk hat man im Grunde eins zu eins von der zweitürigen 4er-Reihe übernommen. Alternativ steht ein M-Sportfahrwerk mit elektronisch geregelten Dämpfern und einem elektronisch gesteuerten Differenzial an der Hinterachse zur Auswahl. (BMW iX: E-Crossover im X5-Format schafft mehr Reichweite als Tesla Model X)

BMW 4er Gran Coupé 430i, fahrend

Coupé oder Limousine? Der 4er Gran Coupé fährt zwischen den Klassen. © Tom Kirkpatrick/BMW

Neues BMW 4er Gran Coupé kommt einen innen sehr bekannt vor

Der Innenraum gleicht dem der anderen 4er-Modelle (hier der Fahrbericht des 440i Cabrio) wie ein Ei dem anderen. Damit ist auch das Infotainment auf dem neusten BMW-Stand – inklusive einem bis zu 12,3 Zoll großen Touchscreen, der vom Dreh-Drück-Steller des iDrive flankiert wird. Die Grafik der Bedienoberfläche ist ebenfalls deckungsgleich mit dem der Baureihen-Geschwister: also Kacheloptik beim Infotainment und die BMW-Sicheln beim virtuellen Cockpit. Zum Bedienkonzept gehört natürlich auch ein Head-up-Display mit einer um 70 Prozent vergrößerten Projektionsfläche, bei dem der Fahrer die Anzeigen nach Bedarf anpassen kann. Auf eine Augmented-Reality-Variante müssen die BMW-Kunden allerdings verzichten. (BMW X5 mit verrücktem Design: Geheime Studie unerwartet aufgetaucht)

Innenraum des BMW 4er Gran Coupé 430i

Leder und Hightech: das Interieur des BMW 4er Gran Coupé. © Tom Kirkpatrick

Neues BMW 4er Gran Coupé – oder lieber gleich den elektrischen i4?

BMW setzt auch bei der 4er-Baureihe weiter auf cloudbasierte Dienste, wie zum Beispiel das Navigationssystem, bei dem die Echtzeit-Verkehrsdaten innerhalb von kurzen Intervallen im Auto ankommen. „Always on“ heißt bei BMW natürlich auch, dass Updates drahtlos ins Auto gespielt werden können. Bei den autonomen Fahrfunktionen steht das Gran Coupé nicht hinter seinen Brüdern zurück: Auch dieser 4er BMW wird von einer Art Autopilot bei Bedarf an den Rand der Fahrbahn gelenkt, um eine Rettungsgasse zu bilden. Im November steht das BMW 4er Gran Coupé als 420i für 45.800 Euro beim Händler. Für gut 5.000 Euro mehr bekommt man dann den 430i. Oder gleich den elektrischen i4, wenn man die Umweltprämie einrechnet. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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