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Audi Q4 e-tron: Der Edel-Zwilling von VW ID.4 und Škoda Enyaq – das macht er anders

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Von: Christian Schulz

Das Elektro-SUV-Trio Audi Q4 e-tron, VW ID.4 und Škoda Enyaq teilt sich Volkswagens MEB-Plattform. Doch anders als seine Brüder spielt der Audi ganz klar die Premiumkarte.

Ingolstadt – Mit der Konzernräson ist das bei Volkswagen so eine Sache. Oft muss man da ziemlich feinfühlig agieren, um sowohl den maximalen Profit herauszuschlagen als auch die einzelnen Marken nicht zu verstimmen. Genau das ist auch die Gemengelage bei dem Trio VW ID.4, Škoda Enyaq und Audi Q4 e-tron, die sich Volkswagens aktuelle Elektroplattform MEB teilen und auf mehr oder weniger hohen SUV-Stelzen daherkommen. Während der VW ID.4 den trendigen E-Hippster gibt, hat der Škoda Enyaq als Crossover einiges von einem Kombi, der Verbrenner-Fahrer von Elektro-Autos überzeugen soll. Bleibt also der Audi Q4-etron – und die Frage, welche Rolle er spielt? (Audi Q5 45 TFSI Sportback quattro im Test: Stark und schick – doch es gibt ein Problem)

Der Audi Q4 e-tron von vorne
Der Audi Q4 e-tron ist ein Zwilling von VW ID.4 und Škoda Enyaq – und präsentiert sich doch ganz anders. © Audi

Audi Q4 e-tron: Der Edel-Zwilling von VW ID.4 und Škoda Enyaq – das macht er anders

Der Ingolstädter Autobauer zieht ab Juni mit einem Einstiegspreis von 41.900 Euro für den Q4 35 e-tron ganz bewusst die Premiumkarte. Zudem werden vom Audi Q4-etron zwei Karosserievarianten auf den Markt kommen: der Q4 e-tron als klassisches SUV und der coupéartige Audi Q4 Sportback e-tron, der sowohl eine stärker abfallende Dachlinie als auch die vom e-tron GT übernommene ausgeprägte Heck-Schulter inklusive eines auffälligen Spoilers aufweist. Allerdings muss man auf diese sportliche Version noch bis zum Spätsommer warten und darüber hinaus 2.000 Euro zusätzlich auf den Tisch legen. Wer auf die Aerodynamik Wert legt, die bei der Elektromobilität durchaus eine Rolle spielt, für den rentiert sich das Warten – da der Sportback den regulären Q4 e-tron mit einem Cw-Wert von 0,26 um 0,02 Punkte unterbietet. (Škoda Kodiaq Facelift (2021): Neuerungen bei Licht und Lenkrad – Kodiaq RS gibt Comeback)

Der Audi Q4 e-tron von hinten
Der Audi Q4 e-tron kann sich auch aus der Heckansicht sehen lassen. Als Sportback steht er ab Spätsommer beim Händler. © Audi

Der Audi Q4 e-tron wird mit zwei Batterie- und drei Antriebsvarianten angeboten, die man schon von den Geschwistern VW ID.4 und Škoda Enyaq kennt. Die Derivate-Pyramide ist ebenfalls nach dem gleichen Prinzip aufgebaut: Die Einstiegsmodelle haben einen Heckantrieb, bei den teureren sind an beiden Achsen E-Maschinen verbaut. Der Q4 35 e-tron (150 kW / 204 PS) hat eine 55 Kilowattstundenbatterie (52 kWh netto) verbaut, beim Q4 40 e-tron (ebenfalls 150 kW / 204 PS) und beim Q4 50 e-tron quattro (220 kW / 299 PS, 150 kW / 204 hinten und 70 kW / 95 PS vorne) fassen die Akkus jeweils 77 beziehungsweise 82 kWh. (VW ID.Buzz: Volkswagens Elektro-Bus startet 2022 – auch zwei Varianten sind geplant)

Der Allradantrieb funktioniert ähnlich wie ein klassischer Quattro Ultra, bei dem sich die Vorderachse nur bei Bedarf am Geschehen beteiligt. Immerhin absolviert dieser Audi den Standardsprint von null auf 100 km/h in 6,2 Sekunden und ist maximal 180 km/h schnell und damit bei der Spitzengeschwindigkeit genauso so flott wie etwa ein Volvo XC40 Recharge. Optional bietet Audi ein Sportfahrwerk an, dass die Karosserie um 15 Millimeter tiefer über den Asphalt rollen lässt. (Volkswagen erweitert ID-Reihe stark: Das VW-Vorhaben lässt sogar Umweltschützer jubeln)

Der vordere Teil des Innenraums und das Cockpit im Audi Q4 e-tron
Das Cockpit des Audi Q4 e-tron. Exklusivität hat ihren Preis: Das SUV ist rund 8.000 Euro teurer als der Škoda Enyaq. © Audi

Beim Füllen der Akkus tanzt der Ingolstädter ebenfalls nicht aus der Reihe. Wer sich mit der kleinsten Batterie zufriedengibt, kann an einem Wechselstromlader mit maximal 7,4 kW und an einer Schnellladesäule mit bis zu 100 kW Strom tanken. Beim größeren Akku sind es bis zu 11 kW (Wechselstrom) bis zu 125 kW beim Schnellladen. Die Reichweite des Q4 40 e-tron also die Kombination als großen Akkupaketen und Heckantrieb, gibt Audi mit bis zu 520 Kilometern an. (VW-Diesel-Skandal: Volkswagen verlangt Schadenersatz von Winterkorn und Stadler)

Audi Q4 e-tron: Der Edel-Zwilling von VW ID.4 und Škoda Enyaq – innen findet sich Bekanntes

Sobald man in einen Q4 e-tron einsteigt, trifft man auf die bekannte Audi-Welt. Das Interieur verzichtet ganz bewusst auf die Elektromobilitäts-Luftigkeit mit freischwebenden Mittelkonsolen. Das zeigt sich sowohl an der Formgebung des Cockpits, das den Fahrer eher organisch umschmiegt anstelle strenger geometrischer Elemente wie senkrecht stehende Bildschirme und das Armaturenbrett. Die erste Sitzprobe in dem Audi Q4 e-tron zeigt, dass die Materialanmutung im Q4-etron wertiger als bei den Brüdern ist. Das wirkt sich natürlich auch auf den Preis aus, der rund 8.000 Euro über dem des Škoda liegt. (Audi-Typenschilder verwirren weiterhin: Das verbirgt sich hinter den Zahlen)

Der Kofferraum des Audi Q4 e-tron
Der Kofferraum des Audi Q4 e-tron hat ein Fassungsvermögen von 520 Litern – mit umgeklappten Sitzen sind es 1.490 Liter. © Audi

Das Infotainment ist ebenfalls weitgehend mit dem der Verbrenner identisch. Ein Highlight ist das große Head-up-Display mit den fliegenden Pfeilen und der Augmented Reality. Allerdings gibt es das feine Stück Technik auch im VW ID.4 und im Škoda Enyaq. Mit einer Länge von 4,59 Meter ist der Audi Q4 e-tron etwas länger als der Wolfsburger Bruder und sechs Zentimeter kürzer als der Skoda Enyaq. Durch den Radstand von 2,76 Meter geht es im Fond bequem mit viel Beinfreiheit zu. (Von Wolfgang Gomoll/press-inform)

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