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Aufgepasst: MPU droht Autofahrern schneller als bisher – das ist der Grund dafür

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Von: Christian Schulz

Die MPU überprüft auffällige Verkehrssünder auf ihre grundsätzliche Fahrtauglichkeit. Die auch „Idiotentest“ genannte Untersuchung droht nun schneller als bisher.

München – Dass die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) zur Überprüfung mancher Verkehrssünder auf grundsätzliche Fahrtauglichkeit nun früher als bisher droht, hatten Unfallforscher und Verkehrspsychologen schon lange gefordert. In der bisherigen Rechtsprechung wurden bei Erstauffälligen erst ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille Zweifel an der Fahreignung erhoben. (Drogen auf Blitzer-Foto: Kokst dieser Mann (21) ernsthaft bei voller Fahrt?)

Jetzt können Fahrerlaubnisbehörden bereits ab 1,1 Promille Alkohol im Blut ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten – im Volksmund auch „Idiotentest“ – zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis fordern. Und das auch dann, wenn der Fahrer bei der Kontrolle keine oder nur geringe alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt. (Ihr Führerschein ist weg? Wie Sie ihn auch ohne „Idiotentest“ zurückbekommen)

Ein Schild mit der Aufschrift „Polizeikontrolle“ bei einer Kontrolle von Autofahrern (Symbolbild)

Ausgebremst: Bei manchen Verkehrsvergehen verlieren Autofahrer nicht nur ihre Fahrerlaubnis – sondern müssen auch zur MPU. (Symbolbild) © dpa / Uwe Anspach

Aufgepasst: MPU droht Autofahrern schneller als bisher – das ist der Grund dafür

Zahlreiche Sicherheitsexperten begrüßen die Verschärfung. „Alkohol zählt nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Unfälle im Straßenverkehr“, betont Verkehrspsychologe Dr. Don DeVol vom TÜV Thüringen. Vor allem Hochrisikogruppen wie an starken Alkoholkonsum gewöhnte Menschen stellten eine enorme Gefahr für sich, aber vor allem auch alle anderen Verkehrsteilnehmer dar: „Wir wissen, dass das Unfallrisiko bei einer Blutalkoholkonzentration ab 1,1 Promille rund zehnmal höher ist als bei einem nüchternen Fahrer.“ Ein eklatanter Wert – der so nicht hingenommen werden kann. (Ihr MPU-Gutachten ist negativ? Dann sollten Sie schleunigst handeln)

Das zeigen auch die Ergebnisse der Unfallforschung und die aktuelle Unfallstatistik: Laut Statistischem Bundesamt waren mehr als die Hälfte (51,2 Prozent) der Alkoholunfälle mit Personenschaden sogenannte Fahrunfälle. Also fatale Crashs, die ohne Zutun anderer Verkehrsteilnehmer verursacht wurden. Alkoholisierte Fahrer schätzen dabei beispielsweise den Straßenverlauf falsch ein oder sind mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs. (Experten warnen: Darum sollten Sie sich immer auf eine MPU vorbereiten)

Achtung Autofahrer: MPU droht jetzt schneller als bisher – zu oft Alkohol im Spiel

Dem soll jetzt Einhalt geboten werden – daher die entsprechenden Regelverschärfung: Denn im Normalfall machen Fahrunfälle gerade einmal einen Anteil von 18,1 Prozent am Unfallgeschehen mit Personenschaden aus. Im Jahr 2019 war insgesamt bei 4,6 Prozent dieser schlimmen Verkehrsunfälle Alkohol im Spiel. 228 Menschen kamen dabei ums Leben. (Mit Material des mid)

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