Neue Mercedes S-Klasse kopiert Tesla: Diese Technik gibt’s bei Elon Musk schon lange
Im September feiert die neue Mercedes S-Klasse (Baureihe W223) ihre Premiere. Mittlerweile sickern immer mehr Details durch und der Innenraum wurde jetzt offiziell enthüllt.
- Mercedes zeigt den Innenraum der neuen S-Klasse, die im Herbst erscheint
- Ein zentrales Element im Innenraum des Stuttgarter Flaggschiffs erinnert stark an Tesla
- Auch ein Fingerabdrucksensor ist an Bord – und dafür ist er gut
Stuttgart – Die Dimensionen der neuen Mercedes S-Klasse werden trotz des neuen Designs und einer komplett neuen Plattform ziemlich identisch bleiben. Nach wie vor gibt es das Volumenmodell mit langem Radstand sowie speziell für einige Kunden auf dem europäischen Markt eine Variante mit normalem Radstand und dazu noch eine XXL-Variante aus dem Hause Maybach (Extrem teuer – und oft extrem überflüssig: die kuriosesten Extras in Luxusautos). Das wichtigste Modell ist die Version, die bei uns unter dem Zusatz „langer Radstand“ läuft und ehemals SEL hieß. Denn die kurze S-Klasse wird auf den Märkten in den USA und Asien nicht angeboten, weil man hier durchweg luxuriöser reist und der normale (kurze) Radstand sich kaum mit dem Status und den Anforderungen an eine Mercedes S-Klasse, einen 7er BMW oder einen Audi A8 vereinbaren lässt.
Neue Mercedes S-Klasse: MBUX-Bediensystem der zweiten Generation
Platzangebot und Sitzkomfort des S-Klasse-Vorgängers („Hot oder Schrott“: TV-Star Hubert Fella über seine Mercedes S-Klasse zum Schnäppchenpreis) waren bereits beeindruckend. Beim Nachfolgemodell mit der internen Bezeichnung W223 legen die Schwaben eine ganze Klasse drauf. Das gilt insbesondere für die Sitze im Fond, die nochmals bequemer und variabler als bei der Version zuvor werden. Mit der neuen S-Klasse-Generation führt Mercedes auch das Bediensystem MBUX der zweiten Generation ein. Das überrascht mit einem vergleichsweise kleinen Bildschirm für die Instrumenteneinheit hinter dem Steuer.

Die wichtigsten Informationen werden jedoch über ein üppig dimensioniertes Augmented-Reality-Head-up-Display auf die Straße rund zehn Meter vor dem Auto und somit ins Blickfeld des Fahrers projiziert. Es ist allerdings auch ein Head-up-Display ohne Augmented-Reality-Inhalte erhältlich, beide sind aber natürlich Sonderausstattung. Serienmäßig ist hingegen das mächtige Hochkant-Display zwischen Fahrer und Beifahrer, über das sich alle Bedienungen des Fahrzeugs steuern lassen – im Prinzip ähnlich, wie man es aus dem Tesla Model S (Video: Tesla Model 3 verliert dieses Bauteil in Pfütze – „wie ein riesiger Fallschirm“) schon seit Jahren kennt.
Video: Tesla Model 3 verliert dieses Bauteil in Pfütze – „wie ein riesiger Fallschirm“
Die Marke Mercedes-Benz | |
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Hauptsitz | Stuttgart |
Gründungsjahr | 1926 |
Chef | Ola Källenius |
Bekannteste Modelle | A-Klasse, B-Klasse, C-Klasse, E-Klasse, S-Klasse, GLC |
Ausgelieferte Fahrzeuge 2019 | 2,34 Millionen (Mercedes-Benz Cars) |
Neue Mercedes S-Klasse: MBUX jetzt auch für die Fond-Passagiere
Erstmals gibt es das Bediensystem MBUX auch für die Insassen in der zweiten Reihe. Hier stehen ebenso wie beim 7er BMW nunmehr ein zentrales Bediendisplay auf der Mittelarmlehne zur Verfügung, das man auch in die Hand nehmen kann. Zudem lassen sich die wichtigsten Bedienungen für Fenster, Verschattung und Sitz auch über Schalter in den Türtafeln ansteuern. Neu sind zwei Touchdisplays an der Rückenlehne der Frontsitze. Hierüber kann man nicht nur die Wunschmusik finden, im Web surfen oder Filme anschauen, sondern auch zahlreiche Fahrzeugfunktionen bedienen.

Neue Mercedes S-Klasse: Touchscreens ersetzen viele Schalter
Wie bisher kann man bei der Instrumenteneinheit aus verschiedenen Themen auswählen. Neu ist ein besonders tiefer 3D-Effekt in dem Display hinter einem der zwei Dreispeichen-Lenkräder. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das Cockpit deutlich entschlackt. Nach Mercedes-Informationen gibt es 27 Taster-Schalter und Bedienelemente weniger als beim Vorgänger – und das bei einer deutlichen Erweiterung der Bedienfunktionen.
Neu ist eine Schalterleiste unter dem zentralen Touchscreen mit Direktzugriffen auf die wichtigsten Funktionen wie Fahrprogramm, Warnblinkanlage, Kameras oder laut/leise. Den Fingerabdruckscanner gab es schon einmal bei der vorletzten Generation des Audi A8 (Audi A8 Plug-in-Hybrid: Beeindruckende Reichweite, viel Luxus – nur eines nervt). Er soll jedoch nicht nur als Erkennungsmerkmal, sondern später auch für Bezahlfunktionen im Auto als letzte Bestätigung genutzt werden können. Der Zugriff auf gespeicherte Individualisierungen läuft neben dem Fingerabdruckscanner auch über eine kleine Kamera in der Instrumenteneinheit sowie das gesprochene Wort (von Stefan Grundhoff/press-inform).