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Mercedes-Boss blickt siegessicher in die Zukunft: „Alle wollen von uns Elektroautos“

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Von: Julian Baumann

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Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender der Mercedes-Benz AG, steht vor dem Konzeptauto Vision EQXX.
Mercedes-Chef Ola Källenius blickt zuversichtlich in die Zukunft. Ihm zufolge sind alle Märkte an E-Autos der Marke mit dem Stern interessiert. © Mercedes-Benz AG - Communication

Die Mercedes-Benz AG will ab 2030 nur noch E-Autos produzieren. CEO Ola Källenius ist sich sicher, dass auch weiterhin weltweit Mercedes gefragt sein werden.

Stuttgart - Nachdem die Daimler AG erfolgreich aufgespalten wurde, verfolgt die nun offiziell umbenannte Mercedes-Benz Group AG im Kern zwei Visionen. Die Mercedes-Benz AG will ab 2030 ausschließlich E-Autos produzieren und die weltbekannte Marke wieder stärker auf den Luxus ausrichten. In einem Interview mit der Zeit zeigte sich Mercedes-Chef Ola Källenius von der verfolgten Strategie überzeugt. Durch die Elektrifizierung des Traditionskonzerns aus der Landeshauptstadt Stuttgart werden die Mercedes-Modelle weltweit nicht weniger werden. Im Gegenteil: Alle Märkte wollen E-Autos der Marke mit dem Stern, berichtet BW24.

Im vergangenen Jahr leitete die Mercedes-Benz AG mit der Weltpremiere des elektrischen Flaggschiffs EQS endgültig das E-Auto-Zeitalter des Traditionskonzerns ein. Die Luxuslimousine ist das erste Mercedes-Modell, das auf einer eigens entwickelten E-Auto-Architektur basiert. In Kürze soll die elektrische Businesslimousine EQE folgen. Dieses Modell wurde im Jahr 2021 auf der Automesse IAA in München offiziell präsentiert. Auf der internationalen Messe waren auch Mercedes-Vertriebspartner aus Ländern wie Kolumbien anwesend. „Alle Märkte wollen von uns Elektroautos“, sagte Ola Källenius.

Mercedes-Benz AG: Konzernchef Källenius sicher - „es wird nicht auf Dauer zwei Welten geben“

Die heutige Mercedes-Benz AG geht auf die Erfinder des Automobils Gottlieb Daimler und Carl Benz zurück. Dementsprechend liegt hinter dem Stuttgarter Konzern eine lange Unternehmensgeschichte, in der vor allem Verbrenner-Modelle gebaut wurden. Diese Fahrzeuge sind auf der ganzen Welt beliebt und werden auch in jedem Land verkauft und gefahren. Die Vorstellung, dass ab 2030, wenn Mercedes nur noch E-Autos baut, in manchen Ländern keine Modelle der Stuttgarter mehr fahren könnten, teilt der Vorstandsvorsitzende nicht. „Auf der Automesse IAA in München habe ich Vertriebskollegen getroffen, zum Beispiel aus Kolumbien“, sagte Ola Källenius der Zeit. „Die habe ich gefragt: Was wollt ihr für Autos? Die Antwort war: Elektroautos.“

Mit der Entscheidung, zum Ende des Jahrzehnts nur noch batteriebetriebene Modelle zu bauen, wendet sich die Mercedes-Benz AG zumindest in der Produktion auch endgültig vom Verbrenner ab. Nach dem aktuellen Stand ist die E-Mobilität zwar deutlich auf dem Vormarsch; weltweit fahren auf den Straßen aber noch immer deutlich mehr Autos mit Verbrenner-Motor. Das wird jedoch nicht ewig anhalten, ist sich Ola Källenius sicher. „Es wird nicht auf Dauer zwei Welten geben in unserem Segment“, so der Mercedes-Chef. „Wer sich für ein Luxusprodukt entscheidet, will nicht die Vergangenheit kaufen.“

Mercedes-Chef: „Unsere Produkte sind ein Versprechen für eine bessere Zukunft“

Wie erfolgreich die elektrischen Modelle von Mercedes-Benz bereits sind, zeigt sich bei den Geschäftszahlen des vergangenen Jahres. Die Absatzzahlen sanken zwar durch die anhaltende Corona-Krise insgesamt, Mercedes verkaufte aber mehr E-Autos als jemals zuvor. Andererseits zeigt aktuell die extreme Nachfrage nach der Mercedes-G-Klasse, wie beliebt auch die Verbrenner-Modelle der Schwaben noch immer sind. Mercedes musste für die G-Klasse sogar einen temporären Bestellstopp verhängen. Mit den E-Autos der Baureihe EQ setzen die Stuttgarter dennoch ganz bewusst auf die Technologie von morgen. „Unsere Produkte sind auch ein Versprechen für eine bessere Zukunft“, sagte Ola Källenius der Zeit.

In Deutschland wird der Kauf eines E-Autos derzeit mit Prämien subventioniert. Ab diesem Jahr können sich Käufer, die sich für ein E-Auto entscheiden, eine jährliche Prämie sichern. Laut dem Chef der Mercedes-Benz AG hat der staatliche Kaufanreiz trotz der steigenden Beliebtheit der batteriebetriebenen Modelle einen bestimmten Grund. „In diesem Jahrzehnt sind die variablen Kosten für ein E-Auto weit höher als beim Verbrenner“, erklärte Ola Källenius. „Nicht nur für die Produzenten, sondern auch für die Kunden.“ Die Mobilität dürfe aber kein Luxusgut sein, weswegen die hohe Nachfrage behutsam gedreht werden müsse. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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