Nur 7:27,8 Minuten

Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+: Nordschleifen-Rekord zurückgeholt – vorher hielt ihn ein ...

  • Sebastian Oppenheimer
    vonSebastian Oppenheimer
    schließen

Die knapp 21 Kilometer lange Nürburgring-Nordschleife gilt als das Nonplusultra unter Rennfahrern. Nun hat Mercedes-AMG in der „Grünen Hölle“ einen wichtigen Rekord zurückerobert.

Affalterbach – Wer als Autohersteller bei echten PS-Freaks punkten will, der kommt kaum darum herum, seinen Boliden werbewirksam auf der Nürburgring-Nordschleife zu testen. Oder noch besser: Auf der legendären Rennstrecke einen Rundenrekord in den Asphalt zu brennen. Und genau das ist nun der Power-Schmiede Mercedes-AMG mit Sitz in Affalterbach gelungen. Hinter dem Lenkrad des Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+ Viertürer saß Entwicklungsingenieur Demian Schaffert – der allerdings früher einmal Rennfahrer war und dementsprechend weiß, was er tut. Die Nordschleife gilt schließlich gemeinhin als die schwierigste Rennstrecke der Welt. Mit seiner Fahrt unterbot Demian Schaffert die Zeit eines Porsche Panamera Turbo S aus dem Juli 2020. (Dieser Porsche kostet 9,2 Millionen Euro – doch es gibt noch eine Kleinigkeit obendrauf)

Die besten Rundenzeiten der Nürburgring-Nordschleife sind in folgende Kategorien eingeteilt:

Am Steuer des Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+ Viertürer saß Entwicklungsingenieur Demian Schaffert.

Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+: Nordschleifen-Rekord zurückgeholt – vorher hielt ihn ein ...

Der Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+ Viertürer hält nun mit 7:27,800 Minuten den Rekord in der Kategorie „Oberklasse“. Damit rutschte der Porsche Panamera Turbo S, gelenkt von Lars Kern, mit einer Zeit von 7:29,810 Minuten auf Rang zwei (tz.de* berichtete). Mit seiner Fahrt unterbot AMG-Pilot Demian Schaffert aber auch seinen eigenen Nordschleifen-Rekord aus dem Oktober 2018 um 2,4 Sekunden. Nur zum Vergleich: Den „absoluten“ Rekord auf der Nordschleife hält Rennfahrer Timo Bernhard (39), der im Jahr 2018 mit einem zur Kategorie „Prototypen“ gehörenden Porsche 919 Hybrid Evo die unglaubliche Zeit von 5:19,546 Minuten hinlegte. Davor hielt die Bestzeit 35 Jahre lang der Rennfahrer Stefan Bellof (27, † 1985), der 1983 mit einem Rothmans Porsche 956 C nur 6:11,13 Minuten für die Umrundung der Nordschleife benötigte. (Mercedes-AMG GT Black Series: So viele Mehr-PS bringt das Werkstuning)

Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+: Bedingungen für Nordschleifen-Rekordfahrt nicht ganz optimal

Für ein Serienfahrzeug wie den Mercedes-AMG GT mit einem Leergewicht von mehr als 2,1 Tonnen ist die nun gefahrene Zeit dennoch beeindruckend. Wie Mercedes-AMG betont, sei das Auto im Serientrimm auf Rekordjagd gegangen. Aufgezogen waren beispielsweise Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Reifen, diese kann jeder Kunde optional ordern. Um das Letzte aus dem Boliden herauszuholen, war der Rekordwagen mit dem optionalen Aeropaket ausgestattet, das die Stabilität bei höheren Geschwindigkeiten verbessert und den cw-Wert reduziert. (Russischer Influencer zündet absichtlich 165.000-Euro-Mercedes an – das ist der Grund)

Technische Daten Mercedes-AMG GT 63 S 4Matic+
Motor/Getriebe/Antrieb4,0-Liter-V8-Biturbo, 9-Gang-Automatik, Allradantrieb
Leistung/Drehmoment470 kW (639 PS) / 900 Nm bei 2.500–4.500 U/min
Vmax/0–100 km/h315 km/h / 3,2 s
Leergewicht2120 kg
Länge/Breite/Höhe5054 / 1953 / 1447 mm
Kofferraumvolumen455 bis 1324 Liter
CO2-Emission286 g/km
Basispreis165.253,60 Euro

Wie Mercedes-AMG in einer Pressemitteilung andeutet, wäre möglicherweise sogar eine noch schnellere Zeit drin gewesen. Schließlich habe die Außentemperatur rund sieben und die Asphalttemperatur zehn Grad Celsius betragen, zudem sei die Strecke auf manchen Abschnitten noch feucht gewesen.*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Mercedes-Benz AG

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare