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Wegen Corona-Masken: Uber-Fahrer weigert sich, Frauen zu befördern – Situation eskaliert komplett

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Von: Jasmin Pospiech

Verstörende Szenen im Uber-Taxi: Als der Fahrer sich weigert, drei Frauen ohne Mund-Nasen-Schutz zu befördern, flippen die völlig aus – und fangen an zu randalieren.

San Francisco (Kalifornien) – Ein Drama in drei Akten: Nicht anders lässt sich beschreiben, was sich kürzlich in San Francisco abgespielt hat. Drei Freundinnen wollen nach Hause fahren und bestellen sich dafür ein Uber-Taxi. An dessen Steuer: Subhakar Khadka, ein Immigrant aus Nepal, der seit ein paar Jahren für das Unternehmen tätig ist.

Wegen Corona-Masken: Uber-Fahrer weigert sich, Frauen zu befördern – dann eskaliert es völlig

In Kalifornien gilt gerade wegen Corona ebenfalls Maskenpflicht im Auto, wenn mehrere Personen darin Platz nehmen. Doch nach ein paar Minuten Fahrt bemerkt Khadka, dass sich eine der Frauen nicht daran hält, und weist sie darauf hin. Doch die will sich nichts sagen lassen – und so fordert er die drei jungen Damen auf, sein Uber-Taxi zu verlassen. Schließlich weigert er sich weiterzufahren. (Ridepooling, Ridehailing, Ridesharing: So funktionieren Uber, CleverShuttle, MOIA & Co.)

Ein Uber-Fahrer in seinem Auto
Der 32-jährige Uber-Fahrer hält an, damit die Freundinnen das Auto verlassen. Doch die weigern sich – und beginnen zu randalieren. © Instagram (keepinupwforeign)

Daraufhin gerät die Situation völlig außer Kontrolle: Die drei Freundinnen schreien ihn an, beschimpfen ihn sogar, lassen rassistische Bemerkungen los. Als es dem Fahrer schließlich zu viel wird, will er einfach nach Hause fahren – doch mitten auf der Fahrt auf dem Highway wird eine der Frauen übergriffig und reißt ihm seine Maske vom Gesicht. Dabei filmt sie ihn noch und lädt mehrere Video-Clip auf ihrem persönlichen Instagram-Account hoch. (Nach Streit um Corona-Maske: Mann rastet er so aus, dass er mit seinem Auto in den Graben fährt).

Die Maske kann sich Khadka zwar schnell wieder zurückholen und aufsetzen, doch nun wird die Stimmung im Auto immer aufgeladener: Die Mitfahrenden beginnen, sich über den 32-Jährigen lustig zu machen, husten ihn sogar mehrmals absichtlich an. Und das in Zeiten einer weltweiten Pandemie und der potenziell tödlichen Bedrohung durch das Coronavirus. Da fährt Khadka schließlich rechts ran und will die Polizei rufen. (In Corona-Zeiten: Bin ich im Auto wirklich sicherer vor gefährlichen Erregern?)

Wegen Corona-Masken: Beschimpfungen, Anhusten und brutale Pfefferspray-Attacke

In dem Moment versucht eine der Fahrgäste, ihm das Telefon zu entreißen, und alle drei steigen schnell aus. Doch es kommt noch dicker: Eine sprüht durch ein offenes Fenster Pfefferspray in Richtung des Uber-Fahrers. Dann verschwinden sie. Nur kurze Zeit später können zwei der Frauen vom San Francisco Police Department ausfindig gemacht werden, wie es in einer offiziellen Mitteilung der Polizei heißt.

Die 24-jährige Arna K. wird daraufhin festgenommen, ebenso so die gleichaltrige Malaysia K., nachdem Erstere sich auf Anraten ihres Anwalts selbst der Polizei gestellt hat. Ihnen drohen nun Anklagen wegen tätlichen Angriffs, Verschwörung und der Verletzung der Gesundheits-und Sicherheitspolitik. Dass sich allerdings sogar Verantwortliche nicht immer an die Maskenpflicht im Auto halten, hat jetzt auch eine Landesministerin aus Sachsen bewiesen.

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