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Mann zerstört Bremsschwelle mit Spitzhacke – das steckt dahinter

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Von: Sebastian Oppenheimer

Eine Bremsschwelle in seiner Straße hat einen Mann in Chicago derart in Rage gebracht, dass er sie einfach zerstört. Doch seine Aktion hat Konsequenzen.

Chicago – In den USA nennt man sie „Speed Bumps“, bei uns bezeichnet man sie – etwas bürokratisch – als Brems- oder Rüttelschwelle. Die künstlichen Straßenerhöhungen gibt es in verschiedenen Ausführungen – beispielsweise aus Kunststoff, Beton oder Asphalt. Der Zweck ist jedoch immer der gleiche: Verkehrsteilnehmer sollen ihr Tempo drosseln. In Wohngegenden oder vor Schulen ist das eine effiziente Methode, um Raser auszubremsen. Doch ein Mann aus Chicago befand eine solche Asphalt-Schwelle in seiner Straße als problematisch – und beseitigte sie kurzerhand. (Ford-Fahrer randaliert mit Wohnwagen an Drive-in – „kompletter Vollidiot“)

Eine Straße mit einer Bremsschwelle (Symbolbild)
Eine Bremschwelle hat einen Mann in Chicago derart genervt, dass er sie kurzerhand mit der Spitzhacke beseitigte. (Symbolbild) © Peter Glass/Imago

Mann zerstört Bremsschwelle mit Spitzhacke – das steckt dahinter

Offenbar hatte sich der Mann namens Nicolas B. schon des Öfteren bei der Stadt Chicago über die betreffende Bremsschwelle beschwert: Sie sei zu hoch, zu breit und habe sein Auto bereits beschädigt. Doch anscheinend reagierte die Stadt nicht – beziehungsweise nicht so, wie der wütende Bürger sich das vorstellte. Wie die „Chicago Tribune“ berichtet, schritt Nicolas B. daher einfach selbst zur Tat: Er griff zur Spitzhacke – und begann, den Asphalt der Temposchwelle abzutragen. (Polizei lässt BMW M3 Touring verschrotten – das steckt dahinter (mit Video))

Mann zerstört Bremsschwelle mit Spitzhacke – „so funktioniert das nicht“

Wie zu erwarten, blieb seine Abriss-Aktion in Eigenregie nicht unbemerkt. Der zuständige Stadtrat Raymond Lopez bekam per Twitter Wind von der Demontage – und eilte an den „Tatort“. „Wir fanden den Asphalt ordentlich vor der Garage aufgetürmt – offensichtlich darauf wartend, dass er von der Stadt abholt wird“, erklärte Lopez der Zeitung. Daraufhin bat der Stadtrat Nicolas B. um ein Treffen. Dieser gab die Tat zu – er habe einfach nicht warten wollen. „Aber so funktioniert das nicht“, ärgerte sich der Stadtrat. (Mitsubishi Pajero rast über Bahngleis – der Schaden ist immens)

Von dem Treffen hat Lopez ein Bild auf Twitter gepostet. Wie in dem Tweet zu lesen ist, gab es den „Speed Bump“ in der Straße offenbar schon mehr als zehn Jahre:

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Die „Speed Bump“-Zerstörung hat nun finanzielle Konsequenzen für Nicolas B.: Er bekam von der Stadt eine Strafe in Höhe von 500 US-Dollar (umgerechnet knapp 430 Euro) für die Zerstörung städtischen Eigentums aufgebrummt. Das will Nicolas B. aber nicht hinnehmen – er will vor Gericht dagegen kämpfen. Ob er damit durchkommt? Schwer vorstellbarecht.

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