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Ferrari-Fahrer glaubt, sein SF90 braucht vorne kein Kennzeichen – Polizei sieht’s anders

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Von: Sebastian Oppenheimer

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In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei einen Ferrari SF90 ohne Frontkennzeichen gestoppt – der Fahrer war überzeugt, das sei in Ordnung so.

Eslohe – Das Jahr 2022 stand für Ferrari-Fahrer bislang unter keinem guten Stern: In Großbritannien crashte ein Käufer seinen Boliden nur drei Kilometer nach der Abfahrt vom Händler-Hof, in den Niederlanden zerlegte ein Mechaniker einen Ferrari Enzo und in Nordrhein-Westfalen zog die Polizei eine F8 Tributo aus dem Verkehr, weil der Besitzer die Versicherung nicht bezahlt hatte. Nun geriet erneut ein Ferrari-Fahrer mit den Ordnungshütern in Konflikt – und zwar wegen seines vorderen Kennzeichens.

In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei einen Ferrari SF90 ohne Frontkennzeichen gestoppt – der Fahrer war überzeugt, das sei in Ordnung so.
Dieser Ferrari SF90 Stradale wurde ohne Frontkennzeichen gestoppt – der Besitzer war überzeugt, das sei okay. © Kreispolizeibehörde Hochsauerlandkreis

Ferrari-Fahrer glaubt, sein SF90 braucht vorne kein Kennzeichen – Polizei sieht’s anders

Ein Ferrari SF90 Stradale ist nicht unbedingt das unauffälligste Gefährt auf den Straßen – und selten bekommt man so ein Geschoss „in freier Wildbahn“ zu Gesicht. Der Supersportwagen ist der erste Plug-in-Hybrid der Marke Ferrari – und sowohl mit abnehmbarem Hardtop (Spider – mit so einem beschenkte sich Fußballstar Zlatan Ibrahimović selbst zum Geburtstag) als auch als geschlossene Variante (Stradale) erhältlich. Mit Unterstützung von drei Elektromotoren bringt es der in Mittelmotor-Position verbaute 4,0-Liter-V8 auf eine Gesamtleistung von 1.000 PS.

Ferrari SF90 ohne vorderes Kennzeichen unterwegs – Polizei stellt Mängelkarte aus

Allerdings war es in diesem Fall weder das Fahrzeugdesign, noch dessen Leistung – und auch nicht die Fahrweise der Person hinter dem Lenkrad, die die Beamten auf den Ferrari aufmerksam werden ließen: Dem Boliden aus Maranello fehlte schlicht das Kennzeichen an der Front. Darauf angesprochen erklärte der Fahrer den Beamten, dass für den SF90 werksmäßig keine vordere Kennzeichenhalterung vorgesehen sei – und deswegen würde man das Auto einfach ohne vorderes Kennzeichen fahren.

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Ferrari SF90 ohne vorderes Kennzeichen unterwegs – Besitzer muss nachbessern

Die Polizisten wollten sich der Meinung des Ferrari-Fahrers allerdings nicht anschließen: Sie leiteten gegen den Mann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und stellten eine sogenannte Mängelkarte aus. Nun muss der SF90-Besitzer zusehen, dass sein Supersportwagen mit einer entsprechenden Kennzeichenhalterung an der Front ausgestattet wird. Denn ein Kennzeichen ist bei Pkw vorne und hinten (dieses muss auch beleuchtet sein) Pflicht, wie sich beispielsweise beim Verkehrsministerium nachlesen lässt.

Weiterfahren durfte der Ferrari aber trotzdem – zumindest bis zu der Wohnadresse des Besitzers im Rheinland. Allerdings erst, nachdem er das Kennzeichen „von außen gut sichtbar“ hinter die Frontscheibe gelegt hatte. Ob der Ferrari SF90 mit Kennzeichen weniger schick aussieht, liegt ohnehin im Auge des Betrachters – denn Geschmäcker sind verschieden: So ließ ein Kunde beispielsweise seinen Ferrari SF90 mit Jeans-Sitzen ausstatten.

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