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Lamborghini Reventón für 22.400 Euro: Wie kann das sein?

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Supersportwagen gehen aktuell weg wie warme Semmeln – in den USA ist ein vermeintliches Lamborghini-Schnäppchen im Angebot.

Atlanta (USA) – Es gibt Lamborghini-Modelle, die vermutlich fast jeder kennt: den legendären Countach, den Diablo oder Huracán beispielsweise. Der Lamborghini Reventón hingegen ist nicht jedem ein Begriff. Das hängt damit zusammen, dass nur sehr wenige Exemplare gebaut wurden – gerade einmal 20 Fahrzeuge wurden gefertigt. Vorgestellt wurde der bis zu 340 km/h schnelle Bolide auf der IAA in Frankfurt 2007. Nun ist in den USA eine „Spezialversion“ des Lambos für gerade einmal 25.000 Dollar (umgerechnet rund 22.400 Euro) im Angebot – doch die Sache hat selbstverständlich einen Haken.

Ein zu einem Lamborghini Reventón umgebauter Honda Civic
Dieser „Lamborghini Reventón“ kostet nur 25.000 US-Dollar – natürlich handelt es sich um einen Nachbau. © Autoway of Atlanta

Lamborghini Reventón für 22.400 Euro – mit einem „kleinen“ Haken

Für 22.400 Euro bekommt man Neuwagen wie einen Ford Fiesta, einen Kia Stonic oder einen Opel Crossland. Zu einem Lamborghini führt bei diesem Budget kein Weg – auch nicht als Gebrauchtwagen. Wie kann das Angebot eines Händlers in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia dann so billig sein? Klar: Es handelt sich um einen Nachbau. Bei dessen Anblick ist durchaus zu erkennen, wohin optisch die Reise geht – Verwechslungsgefahr mit einem „echten“ Reventón besteht aber nicht. Auch wenn der Umbau nicht ganz so schräg daher kommt wie eine auf eBay angebotene Ferrari-Replika.

Lamborghini Reventón für 22.400 Euro ist eine Replika auf Honda-Basis

Unter der „Lambo“-Haut steckt ein Honda Civic, Baujahr 2009 – auch in Indien haben Bastler schon mal einen Civic zu einem Lamborghini umgebaut. Die Fahrleistungen des frontgetriebenen Kompaktwagens mit 1,8-Liter-Vierzylindermotor dürften hinter der Power eines „echten“ Boliden aus Sant‘Agata Bolognese dann doch etwas zurückbleiben. Der Civic-Lambo ist genau das Gegenteil eines Sleepers wie etwa eines auf eBay angebotenen Škoda Yeti mit knapp 500 PS. Allerdings hat sich der Bastler bei dem Reventón-Umbau durchaus Mühe gegeben: So hat die Replika sogar Scherentüren an Bord. Besonders das Heck des Civic zeigt durchaus Ähnlichkeit mit dem des echten Reventón, der eigentlich ein modifizierter Lamborghini Murciélago ist – aber schon mal eine kleine Design-Vorausschau auf den Nachfolger Aventador gab.

Ein zu einem Lamborghini Reventón umgebauter Honda Civic
Die Lamborgini-Reventón-Replika basiert auf einem Honda Civic – und hat sogar Scherentüren an Bord. © Autoway of Atlanta

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Lamborghini Reventón: Replika für 22.400 Euro hat schon ein paar Kilometer runter

Um die vermeintlichen Italo-Gene zu unterstreichen, verpasste der Bastler seinem Civic am Heck ebenfalls ein Lamborghini-Emblem – obwohl das Original hier gar keines trägt, sondern hier stattdessen ein „Lamborghini“-Schriftzug angebracht ist. Auch die Rückenlehnen der Ledersitze im Honda wurden mit einem Lamborghini-Logo verziert. Ansonsten versprüht der Innenraum dann doch eher den Charme japanischer Hausmannskost anstatt italienischer Exzentrik.

Laut Beschreibung hat der Honda Civic schon einiges an Laufleistung auf dem Buckel: 132.090 Meilen hat der Italo-Japaner runter, das sind umgerechnet rund 213.000 Kilometer. Der Preis von umgerechnet 22.400 Euro ist natürlich nicht ganz ohne – allerdings ist einem mit diesem Fahrzeug die Aufmerksamkeit auf der Straße garantiert.

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