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Lamborghini Huracán mit über 100 km/h zu viel – nur so kann die Polizei den Raser stoppen

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Von: Jasmin Pospiech

Wilde Verfolgungsjagd: Ein Raser im Lamborghini Huracán macht der Motorrad-Polizei zu schaffen. Ihn zur Strecke zu bringen, gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Petershagen (NRW) – Rasante Verfolgungsjagden, uneinsichtige Fahrer und gefährliche Situationen: Raser machen der Polizei tagtäglich den Alltag auf der Straße schwer. Besonders Fahrer von Sportwagen scheint es geradezu in den Fingern zu jucken, wenn sie hinter dem Steuer eines Luxus-Boliden sitzen. Vor allem, wenn sie sich auf der Autobahn befinden, drücken sie dann gerne richtig aufs Gaspedal. In diesem Fall allerdings völlig übertrieben.

Lamborghini Huracán mit über 100 km/h zu viel – nur so kann die Polizei den Raser stoppen

Baustellen, scharfe Kurven oder auch Geschwindigkeitsbeschränkungen werden von Rasern gerne mal ignoriert. „Warum auch runterbremsen?“, scheinen sie sich zu fragen. Auch wenn die Fahrzeuglenker sich selbst – sowie andere unbeteiligte Verkehrsteilnehmer (!) – durch ihr unvorsichtiges Fahrverhalten oftmals in erhebliche Gefahr bringen. Daher kennt die Autobahnpolizei auch wenig Pardon mit Rasern und reagiert häufig sofort. Wie rücksichtslos manche Raser sind und was am Ende dabei herauskommen kann, zeigt dieses Beispiel eines Duos, das einen Lamborghini komplett zerlegt.

Dieser Fall ist besonders krass: Einem Motorrad-Polizisten auf seiner zivilen mit dem „ProViDa“-System ausgestatteten Maschine fällt auf der L 770 im Bereich Petershagen in Nordrhein-Westfalen ein pfeilschneller schwarzer Lamborghini Huracán auf. Er macht sich augenblicklich an die Verfolgung. (Audi-A8-Raser prescht mit Rekordgeschwindigkeit durch Elbtunnel – die Strafe ist empfindlich)

Ein schwarzer Lamborghini fährt eine Straße entlang.

Ein Raser in einem schwarzen Lamborghini hat einem Zivilbeamten jetzt eine rasante Verfolgungsjagd beschert. (Symbolbild) © MiS/IMAGO

„ProViDa“ steht für ein mobiles Verkehrsüberwachungssystem der Polizei. Die Abkürzung steht für „Proof Video Data System“ (dt.: „Beweisvideo-Daten-System“) – was bedeutet, dass mit der Technik Verkehrsverstöße mit ihren spezifischen Daten, wie der Geschwindigkeit, in Kombination mit Videoaufnahmen beweissicher festgehalten werden können. (Illegales Autorennen nicht genug? Lamborghini-Raser versucht Betrug mit falschem Führerschein)

Lamborghini Huracán mit mehr als 100 km/h zu viel – Luxus-Bolide beschlagnahmt, Lappen weg

Im Laufe der Verfolgungsjagd videofotografiert der Motorrad-Polizist mehrere erhebliche Geschwindigkeitsverstöße: Etwa wie der Lamborghini Huracán mit Tempo 126 durch eine 70er-Zone rast. „Den traurigen Höhepunkt seiner Raserei fuhr der 35-Jährige in Höhe Osterwald“, berichtet die Polizei. Dort soll der Fahrer bei erlaubten 100 km/h sein Fahrzeug auf Tempo 210 (!) beschleunigt haben. Mehr als 100 Sachen über dem Tempolimit – ein Wahnsinn! (Mit Tempo 330 erwischt: Raser-Rowdy entpuppt sich als Formel-3-Star – seine Ausrede ist irre)

Dem Raser auf den Fersen zu bleiben, gestaltet sich für den Zivilbeamten dadurch schwieriger als gedacht. Schließlich ist sein Motorrad kein Feuerstuhl – und er will sich selbst nicht über Gebühr gefährden. Daher kann der irre Raser erst mit Unterstützung einer Streifenwagenbesatzung schlussendlich gestoppt werden. Die gerechte Folge: Der Führerschein des Braunschweigers ist weg – und die Beamten haben seinen edlen Lamborghini Huracán umgehend beschlagnahmt.

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