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Strafe für FC-Bayern-Star Kingsley Coman: Auto-Liebe kommt ihn teuer zu stehen

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Von: Christian Schulz

Normal parken die Fußballer des FC Bayern in der clubeigenen Tiefgarage. Weltmeister Kingsley Coman wurde nicht hinein gelassen – und musste dafür blechen. Schuld war das Auto.

München – Es hätte ein ganz normaler Trainingstag werden sollen für Kingsley Coman. Doch dafür hätte der flinke Flügelstürmer, der den Roten das siegbringende Tor im Champions-League-Finale 2020 gegen seinen Jugendklub Paris Saint-Germain (1:0 in Lissabon) schenkte, mit einem anderen Automobil anreisen müssen. So handelte sich der 24-jährige Fußball-Star jede Menge Ärger ein als er das Trainingsgelände des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München erreichte. Den hätte der französische Weltmeister denkbar einfach vermeiden können. War seine Auto-Liebe einfach zu groß? (Mercedes-AMG G 63 für eine Million Euro: 6x6-Gebrauchtwagen ist absolute Seltenheit)

Fußball-Flügelstürmer Kingsley Coman vom FC Bayern München bei einem Bundesligaspiel in Stuttgart
Kingsley Coman leistete sich einen teuren Regelverstoß. War seine Auto-Liebe schuld? Oder einfach nur die Laune? © Tom Weller/dpa

Strafe für FC-Bayern-Star Kingsley Coman: Auto-Liebe kommt ihn teuer zu stehen

Als er an der Säbener Straße 51 vorfuhr, hätte Kingsley Coman eigentlich wissen müssen, was folgte. Die anwesenden Parkwächter des FC-Bayern-Ordnungsdienstes verweigerten dem „King“ doch tatsächlich die Einfahrt in die von der Außenwelt abgeschirmte Tiefgarage des Spielertraktes. Also durfte Coman sein Fahrzeug nicht dort parken, wo die hochbezahlten Fußball-Millionäre normalerweise unter sich sind – sondern musste es wie jeder Fan oder Anwohner am Straßenrand abstellen. Der Parkplatz war kostenlos – dafür setzte es eine teure Geldstrafe von den Vereinsoberen. (Auto kaputt: Jogi Löw verpasst Bundesligaspiel – Bundestrainer bleibt auf Autobahn liegen)

Denn die Klub-Bosse waren über Kingsley Comans Autowahl ganz und gar nicht erfreut. Schließlich hatte der junge Franzose sich zum wiederholten Male einer internen Anweisung an die Kicker widersetzt. Die Ordner handelten daher wie vorgeschrieben – und ließen den Fußballer nicht mit dem Wagen auf das Klubgelände. Was war geschehen? (Razzia bei Autohändler von David Alaba (FC Bayern) – Verdacht auf Geldwäsche)

Dicke Strafe für FC-Bayern-Star Kingsley Coman: Mercedes-AMG G 63 statt Dienst-Audi

Das Vergehen des 24-Jährigen bestand darin, dass er morgens entschieden hatte in seinen weißen Mercedes-AMG G 63 (Neupreis ab 152.000 Euro) zu steigen. Gemäß der Statuten, die der deutsche Branchenprimus seinen fürstlich entlohnten Angestellten vorschreibt, ist dies nicht erlaubt. Denn alle Spieler des Bayern-Starensembles von Cheftrainer Hansi Flick (56) sind per Vertrag dazu verpflichtet, zu den Trainingseinheiten und anderen offiziellen Veranstaltungen mit einem Dienstwagen von Anteilseigner Audi zu erscheinen. Diese Politik des Rekordmeisters ergibt sich aus der Rücksichtname auf den Großsponsor und Mitinhaber aus Ingolstadt. Der bayerische Autohersteller hält immerhin 8,33 Prozent der Aktien der FC Bayern München AG, in die der Verein nach dem Europapokal-Sieg des Jahres 2001 (5:4 nach Elfmeterschießen gegen Valencia CF in Mailand) den Profi-Betrieb ausgegliedert hat. (Jérôme Boateng kracht mit Mercedes G-Klasse in Maserati Levante – der Staatsschutz ermittelt)

Ein weißer Mercedes-AMG G 63 fährt auf einer kurvigen Küstenstraße.
Der Mercedes-AMG G 63: Weil Bayern-Profi Kingsley Coman mit seiner weißen G-Klasse zum Training kam, gab‘s Ärger. © Mercedes-AMG

Die Regelung gibt es schon lange – doch wie tz.de berichtet*, hat Sportvorstand Hasan „Brazzo“ Salihamidzic (44) vor etwa einem Jahr darauf gedrungen, dass sie strikter gehandhabt wird – und seinen Profis leicht erzürnt eine Ansage gemacht. Seitdem werden „fremde“ Automarken endgültig nicht mehr toleriert – und jede Pflichtverletzung hat eine entsprechende interne Geldstrafe zur Folge. Hintergrund war, dass immer mehr Spieler mit ihren privaten Luxus-Boliden zum Training kamen – Verteidiger Niklas Süle (25) und Goalgetter Robert Lewandowski (32) beispielsweise tanzten im Ferrari an. Im jetzigen Fall kostet es Kingsley Coman 50.000 Euro, dass er statt zum Dienst-Audi lieber zu seinem luxuriösen, 585 PS starken G-Klasse Geländewagen aus Affalterbach gegriffen hat. (Max Kruse von Union Berlin: Fußball-Star schimpft im Netz wegen Blitzer – „Schweine“)

Dicke Strafe für FC-Bayern-Star Kingsley Coman: Der „King“ wird es verschmerzen können

Klar, ein gewöhnlicher Straffzettel wäre billiger gewesen und auch nicht jeder, der sich einen sündhaft teuren Mercedes-AMG G 63 leisten kann, bezahlt gerne eine solch hohe Geldbuße – wenn man allerdings wie der Bayern-Profi rund 8 Millionen Euro im Jahr verdient, dürfte es zu verschmerzen sein. Denn legt man dieses Bruttogehalt zugrunde, hat der eigenwillige Franzose seinen Fauxpas in zweieinhalb Tagen wieder „abgearbeitet“. *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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