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Crash in Papas Mercedes: Unfallflucht mit 14 Jahren – Schuld ist der Weihnachtsbaum

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Von: Christian Schulz

Ein Baum liegt auf dem Dach eines Pkw. (Symbolbild)
Mit dem Mercedes-Coupé seiner Eltern in die Schule – so transportierte ein 14-Jähriger einen Weihnachtsbaum. (Symbolbild) © imago images / Cavan Images

Mit einem Weihnachtsbaum an Bord fährt ein 14-Jähriger im Mercedes-Coupé seiner Eltern zur Schule. Erst scheint alles gut zu gehen – doch dann passiert ein Unfall.

Monheim – Ein 14-jähriger Schüler aus Monheim im bayerischen Landkreis Donau-Ries hatte eine ziemlich dumme Idee: Auf den Schulweg macht er sich nämlich nicht wie üblich mit dem Bus, sondern im Mercedes-Benz Coupé seiner Eltern. Für die flottere Transportvariante entscheidet sich der Schüler nach eigener Aussage spontan, so die Polizei. Ebenso erstaunlich wie die dreiste Fahrt des jungen Mannes ist seine Fracht – er transportiert in dem Wagen tatsächlich einen Weihnachtsbaum.

14-Jähriger düst mit Weihnachtsbaum zur Schule – der Grund ist erstaunlich

Doch was motiviert den Teenager dazu? Eben genau dieses „Transportproblem“. Der 14-Jährige will an diesem Tag unbedingt einen Christbaum mit in seine Schule nehmen – und dafür wie sonst eigentlich den Bus nehmen. Diese Rechnung macht er allerdings ohne den Busfahrer. Der traut seinen Augen nicht und verweigert dem Schüler die Mitfahrt – zumindest inklusive Baum. Davon jedoch lässt sich der Jugendliche nicht aufhalten, macht kehrt und geht zurück nach Hause. (Im Opel Corsa: Teenager (13 und 16) liefern sich irre Verfolgungsjagd mit der Polizei)

Dort nimmt er ohne das Wissen seiner Eltern deren Autoschlüssel an sich, marschiert schnurstracks in die Garage, schnappt sich das Mercedes-Benz Coupé und geht aufs Ganze. Der 14-Jährige steuert den rund 200 PS starken Wagen (Mercedes-Benz CLK 230) samt Weihnachtsbaum routiniert über mehr als zehn Kilometer vom Wohnhaus seiner Familie bis auf den Parkplatz der Grund- und Mittelschule Monheim. Dort angekommen stellt er das Auto ordnungsgemäß ab, lädt den Christbaum aus und nimmt wie jeden Tag ganz normal am Unterricht teil – ohne dass irgendjemand etwas mitbekommt. (Paar im Audi im Schneckentempo auf Autobahn – ihre Ausrede ist schräg)

Um nicht aufzufallen, muss der Jugendliche den Wagen seiner Eltern nach der Schule allerdings auch wieder heimbringen. Also entscheidet er sich, den Nachhauseweg auf die gleiche Art anzutreten wie den Hinweg. Zu seinem Pech verläuft die illegale Fahrt diesmal nicht ganz so glatt. Beim Ausparken passiert dem 14-Jährigen ein Malheur: Offensichtlich fehlt dann doch die nötige Übung – und er kracht mit dem Mercedes-Coupé ins Heck eines Toyota Corolla. Eine kostspielige Angelegenheit: Die Kollision verursacht einen Sachschaden von geschätzt ca. 1.500 Euro. (Blitzer-Rekord des Jahres? Raser im Mercedes-AMG heizt mit 244 km/h durch Baustelle)

14-Jähriger düst mit Weihnachtsbaum zur Schule – Fahrer begeht Unfallflucht

Die hohen Kosten des Schadens fürchtet wohl auch der Teenager. Da man darüber hinaus als 14-Jähriger noch keinen Autoführerschein besitzt und so ein Unfall daher ein paar negative Konsequenzen nach sich zieht, lässt sich der junge Fahrer zu einer Kurzschlusshandlung hinreißen: Er entscheidet sich, mit dem Auto vom Unfallort abzuhauen – und begeht also Fahrerflucht. (Ohne Führerschein unterwegs: 23-Jähriger wird 20-mal geblitzt – mit voller Absicht)

Das nützt dem Schüler allerdings wenig. Denn diesmal sind mehr Augen auf ihn gerichtet als auf der Hinfahrt: Der Zusammenstoß wird vom geschädigten Toyota-Fahrer und zwei weiteren Zeugen beobachtet. Diese verständigen umgehend die zuständige Polizeiinspektion in Donauwörth – und weisen auch auf das augenscheinlich jugendliche Alter des flüchtigen Unfallfahrers hin. (Kein Führerschein: So viele Jahre war eine Rentnerin ohne Fahrerlaubnis unterwegs)

Aufgrund der Zeugenaussagen kann die Polizei den Jungen schnell ermitteln – und stattet ihm einen Hausbesuch ab. Der 14-Jährige, der die Heimfahrt im Mercedes-Coupé ohne weitere Unfälle absolvierte und glücklicherweise unverletzt blieb, muss sich nun nicht nur gegenüber seinen Eltern erklären: Auf ihn warten Strafanzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, unbefugtem Gebrauch eines Kraftfahrzeugs sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Künftig wird der junge Mann wohl wieder den Schulbus nehmen.

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