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Generation Greta lieber autofrei? Studie zeigt, wie Jugend wirklich tickt

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Von: Marcus Efler

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Junge Leute wollen das Klima schützen – aber deshalb auch auf das Auto verzichten? Eine aktuelle Studie fördert überraschende Ergebnisse zutage.

Kempten im Allgäu – Junge Leute wollen das Klima schützen, sind sauber mit Bahn, Rad oder Roller unterwegs und sehen das Auto durchaus skeptisch. So weit die vorherrschende Meinung. Aber was ist dran an dem Klischee? Wie Bundesdeutsche im Alter von 14 bis 29 Jahren wirklich ticken, untersucht seit 2010 die renommierte Trendstudie „Jugend in Deutschland“ von Jugendforscher Simon Schnetzer und Bildungsforscher Klaus Hurrelmann. (Autofahren so schädlich wie Rauchen? Greenpeace-Kampagne gegen Werbung)

Generation Greta lieber autofrei? Studie zeigt, wie Jugend wirklich tickt

Die Auswertung der aktuellen Befragung von 1.014 deutschsprachigen Bürgern (diese Zahl gilt als zuverlässig repräsentativ) zeigt, dass jedenfalls der erste Teil der Annahme schon mal stimmt: Der Klimawandel bereitet der Generation Greta mit Abstand die größten Sorgen. Mit 56 Prozent liegt dieses Problem klar auf Platz eins, dann folgt auf Platz allerdings schon ein typisch deutsches Geldthema: 48 Prozent befürchten einen Zusammenbruch des Rentensystems, 46 Prozent fürchten die Inflation. („Freie-Straßen-Prämie“: Wer aufs Auto verzichtet, soll 1.100 Euro pro Jahr kriegen)

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Generation Greta lieber autofrei? Fast alle wollen fahren und fliegen

Folgt aus der Klimasorge denn nun auch ein Verzicht, etwa aufs Auto? Eher nein. Über 80 Prozent der Befragten können sich ein Leben ohne Auto nicht vorstellen, dementsprechend zeigten sich nur 19 Prozent bereit, dauerhaft auf ein eigenes Auto zu verzichten. Rund 60 Prozent sind regelmäßig per Pkw unterwegs. (Fridays-Aktivistin Luisa Neubauer will billiges Benzin – was ist denn nun los?)

Jugendliche in Cabrio (Symbolbild)
Klima ist wichtig, aber Auto ist klasse: Jugendliche möchten nicht verzichten. (Symbolbild) © YAY Image/Imago

Generation Greta lieber autofrei? Politik soll nachhelfen

Ein ähnliches Bild zeigte sich übrigens beim Thema Fliegen: Nur 27 Prozent wollen nach eigenen Angaben darauf verzichten. „Die große Mehrheit ist noch nicht bereit, die lieb gewordenen Gewohnheiten in den Bereichen Konsum, Mobilität, Ernährung aufzugeben und wartet erst einmal auf Entscheidungshilfen durch die Politik“, stellt Studien-Mitautor Hurrelmann fest und folgert: „Unter diesen Umständen kann der von jungen Leuten mehrheitlich befürwortete Klimaschutz nur mit klaren Regeln und Vorgaben durch die Politik gelingen.“

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