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JP Kraemer spricht über sein Vermögen – damit verdient er am meisten Geld

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Von: Sebastian Oppenheimer

In einem Interview hat Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer offen über seine schwere Kindheit und den Selbstmord seiner Mutter gesprochen – aber auch über seine Firmen und sein Vermögen.

Dortmund – Beim Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer (40) dreht sich alles um Autos – fast alles. Manchmal lässt er seine Fans auch etwas tiefer in seine Seele blicken. Zum einen mit seinem Buch „Ich bin Jean Pierre und angstgetrieben“, das er im vergangenen Jahr unter Tränen präsentierte – aber auch mit seinen Instagram-Storys und den gelegentlich auf seinem YouTube-Kanal „JP Performance“ erscheinenden Frage-Antwort-Videos. Doch nun hat der Tuner ein sehr offenes Interview gegeben. Und darin spricht er nicht nur über seine schwierige Kindheit und den Selbstmord seiner Mutter, sondern auch über seine inzwischen zahlreichen Firmen und sein Vermögen.

JP Kraemer spricht über sein Vermögen – damit verdient er am meisten Geld

Mehr als eine Stunde hat sich der ebenfalls vor allem als YouTuber bekannte Leeroy Matata (24) mit JP Kraemer unterhalten – abrufbar ist die Folge von „Leeroys Podcast – Backstage Gespräche“ auf Amazon Music. „Meine Kindheit war sehr, sehr schlimm“, erzählt der Dortmunder Tuner. Weder Vater noch Mutter hätten wirklich „Bock“ auf ihn gehabt. Mal habe er beim Vater gelebt, mal bei der Mutter, mehr als ein Jahr auch bei einer „fremden Frau“ – einer Freundin des Vaters. Er sei schließlich in einer Wohnung ohne Möbel groß geworden. „Wir hatten zum Beispiel keinen Esstisch“, berichtet JP Kraemer. Daheim habe er oben auf seinem Bett gegessen, seine Mutter unten. Sie habe auf einer Matratze geschlafen. „Das war nicht so dieses Familiending, wie man es kennt.“ (JP Kraemer verwundert über Erziehung: „Krass“, wie manche Kinder mit Geschenken überhäuft werden)

JP Kraemer filmt sich selbst am Schreibtisch.
In einem Interview hat sich der Tuner JP Kraemer nun zu seinen Firmen und seinem Vermögen geäußert. © Instagram (jeanpierrekraemer)

JP Kraemer über die Folgen seiner Kindheit: „Ich hab Anti-Depressiva genommen bis zum Umfallen“

„Ich gehe schon davon aus, dass meine Mutter nicht ganz normal war“, sagt der 40-Jährige. „Meine Mutter hat Selbstmord begangen.“ Allerdings habe er zu dem Zeitpunkt, als es passierte, schon viele Jahre keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt. „Traurig war ich nicht“, sagt JP Kraemer. Sicher: Es habe ihm leid getan, dass ein Mensch so etwas tun müsse. Doch im Prinzip sei es ihm nicht wirklich nahegegangen. Es sei eher gewesen, als sei die Mutter eines Freundes gestorben. Erfahren habe er von dem Suizid durch seine Schwester, die ihn in der Firma angerufen habe. Auch zu der Schwester habe er aber heute keinen Kontakt. Die Mutter habe ihm auch einen Haufen Schulden hinterlassen – diese habe er später beglichen. (Schock für JP Kraemer: Reifenplatzer bei seinem „Supergolf“ – „Was so ein Reifen anrichten kann“)

Ganz offen spricht JP Kraemer in dem Interview mit Leeroy Matata auch über seine Depressionen: „Ich war in Therapie. Ich hab Anti-Depressiva genommen bis zum Umfallen.“ Besser geworden sei alles schließlich vor allem durch seine Arbeit – wobei Depressionen eben nie ganz weggehen würden. Zudem hätte er viele Zwänge. So habe er für jeden Tag der Woche ein Duschgel. Und wenn er zu Hause trinke, trinke er immer exakt zehn Schlucke. „Ich hab ganz viele Eigenarten.“ (Tuning-Ikone JP Kraemer spielt in Netflix-Film mit – auch eine bekannte Schlagersängerin ist dabei)

Jean Pierre „JP“ Kraemer
BerufAutotuner, Gastronom, YouTuber, Museumsbetreiber
FirmenJP Performance, Big Boost Burger (beide in Dortmund)
Geburtstag12. September 1980 (Alter: 40)
GeburtsortPlettenberg (Nordrhein-Westfalen)
BuchIch bin Jean Pierre und angstgetrieben
FernsehsendungenDie PS-Profis – Mehr Power aus dem Pott, Turbo – Das Automagazin, 2 Profis für 4 Räder, JP Kraemer – Alles Auto
SchuleGesamtschule Gartenstadt

JP Kraemer: Das Vermögen des Tuners ist offenbar deutlich größer als acht Millionen Euro

Und dann geht es ums Thema Geld: Leeroy Matata konfrontiert den Tuner damit, dass im Internet sein Vermögen auf bis zu acht Millionen Euro geschätzt werde. Das sei völlig falsch, erklärt JP Kraemer. „Das ist viel mehr.“ Und so oft, wie er diesen Satz wiederholt, scheint er das tatsächlich ernst zu meinen. Manchmal fielen ihm gar nicht alle seine Firmen ein. Und dann beginnt er aufzuzählen, womit er alles Geld verdient: Da wäre etwa sein Fastfood-Restaurant „Big Boost Burger“, in das laut seiner Aussage in sieben Tagen schon mal zehntausend Leute zum Essen kommen würden. Außerdem das neue PACE-Museum, für das er offenbar eine eigene Zimtschnecken-Marke entwickelt hat (auch die Zimtschnecken führt er als Firma beziehungsweise Einkommensquelle an). Dann die Felgen-Marke Rotiform, deren Deutschland-Ableger er als Geschäftsführer leitet, und natürlich sein YouTube-Kanal – außerdem mache er auch noch Moderationen. (JP Kraemer: Ärger wegen PACE-Museum – „Steine in den Weg geschmissen“)

JP Kraemer: „Ich mache sehr viel Beratung für große Automobilhersteller“

Was bislang wohl eher unbekannt war: „Ich mache sehr viel Beratung für große Automobilhersteller“, erklärt der Tuner. Für welche Marken er dabei tätig ist, sagt er nicht. Dann wären da noch der normale Werkstattbetrieb von „JP Performance“ , und er mache „relativ viel Immobilien“ – auch hier verrät er keine weiteren Details. Und schließlich: Sein Klamottenlabel, „was der stärkste finanzielle Zweig leider fast ist.“ Im Klartext: Hiermit verdient er das meiste Geld – warum „leider“, erklärt der 40-Jährige dagegen nicht. (Tuner Sidney Hoffmann startet Podcast: Sein erster Gast ist ein bekannter Fernsehkoch)

Allerdings verprasse er das Geld, das er verdiene nicht. „Ich pack das Geld nicht an. Ich hab meistens zehn Euro in der Tasche.“ Er investiere sein Vermögen oder helfe Leuten – „auch ohne YouTube oder Instagram-Post.“ Einen Schuh, der ihm gefalle, aber 120 Euro koste, kaufe er nicht. „Weil er mir zu teuer ist.“ Auch eine PlayStation 5 habe er sich nicht gekauft, weil ihm der Preis zu hoch gewesen sei. Daraufhin hätten die Mitarbeiter zusammengelegt und ihm eine geschenkt. Oft vergesse er auch die PIN seiner Bankkarte. Dann müsse er auch mal wie früher mit zehn Euro zehn Tage lang auskommen. Wenn kein Sprit mehr im Auto sei, wechsele er das Auto. „Also das ist ein ganz eigenartiges Leben.“

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