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Ionity baut Netz aus: 700 Millionen Euro für Ladesäulen 

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Von: Simon Mones

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Das Joint Venture will sein Schnellladenetz bis 2025 deutlich ausbauen. Dann könnte es auch eigene Raststätten geben.

München – Wir schrieben das Jahr 2030: Auf den deutschen Straßen sind 15 Millionen Elektroautos unterwegs, die an einer Million Ladesäulen geladen werden können. Nein, das ist kein Blick in die Glaskugel, sondern das Ziel der Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP.

Um die eine Million Ladesäulen zu erreichen, muss jedoch noch einiges passieren. Aktuell gibt es grade einmal 25.800, darin sind jedoch auch private Ladepunkte und Lademöglichkeiten in Parkhäusern enthalten, die nicht unbedingt für jeden Autofahrer zugänglich sind. Allerdings kommt langsam Bewegung in den Ausbau der Ladeinfrastruktur. (Ladesäulen werden Pflicht: Großbritannien regelt’s per Gesetz)

Ionity baut Netz aus: 700 Millionen Euro für Ladesäulen 

So hat Porsche jüngst angekündigt, ein eigenes Schnellladenetz aufbauen zu wollen und auch Audi plant eigene Ladestationen. Hinzu kommt das Schnellladenetz von Ionity, das nun massiv ausgebaut werden soll. Die 350-kW-Ladesäulen an den Autobahnen sollen künftig an 1.000 statt wie bisher 400 Standorten verfügbar sein. (VW-Boss Herbert Diess kritisiert Ladenetz – interner Zoff garantiert)

Eine Animation einer Ionity-Raststätte.
So könnte eine Ionity-Raststätte aussehen. © Ionity

Bis 2025 soll die Zahl der Ladepunkte europaweit von aktuell 1.500 auf 7.500 steigen. Zudem sollen auch Standorte in der Nähe von Großstädten und an stark befahrenen Fernstraßen entstehen. Pro Standort plant das Joint Venture – an dem neben Volkswagen auch BMW, Ford, Hyundai, Kia und Mercedes-Benz beteiligt sind – künftig mit durchschnittlich sechs bis zwölf Ladesäulen. Bei entsprechender Nachfrage sollen zusätzliche Ladesäulen an bestehenden Standorten installiert werden. (Schnellste Ladesäule der Welt vorgestellt – aber die Sache hat einen Haken)

Ionity baut Netz aus: Joint Venture plant eigene Raststätten

Zudem will Ionity auch eigene Grundstücke erwerben und dort standortabhängig eigene Raststätten betreiben. Ein entsprechendes Konzept hat das Joint Venture bereits entwickelt. „Mit Oasis zeigen wir, wie ein ganz neues Ladeerlebnis aussehen kann. Ob überdachte Ladestationen oder Ladeparks mit angebundenen Cafés, Restaurants oder Shops – wir möchten unseren Kunden zukünftig mehr Komfort bieten“, erklärte Ionity-COO Marcus Groll. (Tesla mit ehrgeizigem Plan: So viele Supercharger soll es bald geben)

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700 Millionen Euro will Ionity bis 2025 in die Verbesserung der Ladeinfrastruktur investieren. Mit BlackRocks steigt zudem erstmals eine branchenfremde Firma in das Joint Venture ein. Die Investmentgesellschaft investiert mit ihrer „Global Renewable Power Platform“ auch in Windkraft- und Fotovoltaikanlagen. (Elektroauto oder Verbrenner: Verkehrswende hat in den Köpfen bereits begonnen)

Wie wichtig der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist, zeigt eine Umfrage der Unternehmensberatung AlixPartners. Demnach spielt die Verfügbarkeit von öffentlichen Ladestationen für deutlich mehr als die Hälfte der Befragten eine Rolle bei der Kaufentscheidung.

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