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55-Jähriger kauft Mercedes, den es nicht gibt – und fährt 1.400 Kilometer umsonst

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Für einen Mercedes-Van hat ein Käufer eine lange Reise auf sich genommen – völlig umsonst. Der 55-Jährige war auf einen Betrüger hereingefallen.

Gestörte Lieferketten durch die Corona-Pandemie, dazu noch der Chipmangel: Wer aktuell einen Neuwagen kaufen möchte, muss teils lange warten – und große Rabatte sind ebenfalls nicht drin. Auch Gebrauchtwagen sind knapp – und entsprechend teuer. Dementsprechend langwierig gestaltet sich eventuell dann auch die Suche nach dem gewünschten Fahrzeug. Der ein oder andere mag für das Wunschfahrzeug sogar einen weiten Weg auf sich nehmen. So wie nun ein Käufer, der 1.400 Kilometer für einen Mercedes Van reiste – nur um am Ende festzustellen, dass er einem Betrüger aufgesessen war.

Für einen Mercedes Van hat ein Käufer eine lange Reise auf sich genommen – doch der Weg war umsonst. Der 55-Jährige war auf einen Betrüger hereingefallen.
Ein Mann aus Spanien bezahlte für einen Mercedes und reiste 1.400 Kilometer, um ihn abzuholen – doch er wurde betrogen. (Symbolbild) © Rene Traut/Imago

55-Jähriger kauft Mercedes, den es nicht gibt – und fährt 1.400 Kilometer umsonst

Wie die Polizei berichtet, war der in der Nähe von Barcelona lebende Mann über ein Internetportal auf einen Mercedes Van aufmerksam geworden. Das Angebot stammte vermeintlich von einem Fahrzeughändler in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen). Mit dem Anbieter einigte sich der Interessent auf ein Abholdatum und einen Kaufpreis – den er leider auch überwies, nachdem er eine Rechnung erhalten hatte. Am vereinbarten Datum machte sich der Mann mit dem Zug auf die etwa 1.400 Kilometer weite Reise.

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55-Jähriger kauft Mercedes, den es nicht gibt – Polizei warnt vor Bezahlung im voraus

In Engelskirchen, dann jedoch der Schock: Der Mercedes-Interessent musste feststellen, dass die Firma, der er das Geld überwiesen hatte, überhaupt nicht existiert. Wie viel Geld der Mann bei dem Fake-Deal verloren hat, verriet die Polizei nicht. Möglicherweise war der 55-Jährige aber auch etwas leichtgläubig: Laut Polizei hätte schon eine einfache Internetrecherche ergeben, dass mit dem Händler etwas nicht stimmen kann. Außerdem betonen die Beamten, dass man auf keinen Fall vor Übernahme der Ware Geld bezahlen sollte.

55-Jähriger kauft Mercedes, den es nicht gibt – ADAC empfiehlt Autos nie ohne Besichtigung zu kaufen

Der ADAC rät Gebrauchtwagenkäufern generell niemals ein Auto ungesehen zu kaufen, keine Zusagen am Telefon zu machen und vor der Besichtigung keinen Kaufvertrag online abzuschließen. Darüber hinaus empfiehlt der Automobilklub, am besten eine zweite Person zum Besichtigungstermin mitzunehmen – und auch eine Probefahrt zu machen. Der Gesamteindruck des Wagens sollte zum Kilometerstand passen – wenn nicht, ist Vorsicht geboten: Kürzlich gingen der Polizei wieder mutmaßliche Tacho-Betrüger ins Netz. Besonders skeptisch sollte man auch bei extremen Schnäppchen-Angeboten sein.

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