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„Blendender“ Innenraum: Diesen Porsche 911 Turbo S gibt’s zum Hammerpreis

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Von: Sebastian Oppenheimer

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Vor dem Einsteigen: Sonnenbrille nicht vergessen! Der Innenraum dieses aktuell zum Verkauf stehenden Porsche 911 Turbo S zieht farblich alle Register.

Toronto – Es gibt Autos, deren Design gemeinhin polarisiert. Modelle der Marke Porsche zählen in der Regel eher nicht zu dieser Kategorie. Nur wenige Autofans dürften einen 911er unästhetisch finden – oder auch legendäre Modelle wie den Porsche 959, von dem ein Prototyp aktuell zum Verkauf steht. Und so wird wohl auch ein aktuell in Kanada angebotener Porsche 911 Turbo S (993) aus dem Jahr 1998 die Herzen vieler Petrolheads höher schlagen lassen. Doch während beim Anblick des famosen Exterieurs im positiven Sinne die Pulsfrequenz steigt, droht beim Blick in den Innenraum ein Herzinfarkt: Denn hier sieht es aus, als hätte Ronald McDonald höchstpersönlich die Farbauswahl getroffen.

Blick in den grellen Innenraum eines Porsche 911 Turbo S von 1998
Farbexplosion: Der Innenraum dieses Porsche 911 Turbo S (993) von 1998 „erstrahlt“ in Gelb und Orange. © Pfaff Reserve

„Blendender“ Innenraum: Diesen Porsche 911 Turbo S gibt’s zum Hammerpreis

Wie das Angebot von Pfaff Reserve in Toronto verrät, wurde der Sportwagen ab 2010 von Porsche Classic in Deutschland von Grund auf restauriert. Den Auftrag gab Scheich Nasser Al-Mohammed Al-Sabah, der 6. Premierminister von Kuwait. Ein Mann mit einem offenbar sehr, sagen wir mal, „speziellen“ Geschmack. Denn der Begriff „Farbexplosion“ ist fast schon eine maßlose Untertreibung für diese Innenraum-Ausstattung. (Kurioser Porsche-Umbau – dieses Art Car sorgt für Aufsehen)

Nicht nur die Sitze sind mit Leder in grellem Orange und Gelb bezogen, auch die Türverkleidungen, das Armaturenbrett und der Dachhimmel erstrahlen in dieser „Pracht“. Sogar die Instrumente, das Lenkrad, der Rückspiegel und der Schaltstock kreischen die Insassen mit ihrer schrillen Farbe förmlich an. Die Wurzelholz-Einlagen schlagen dem Design-Fass dann endgültig den Boden aus. Optischer Ruhepol in diesem Porsche ist das schwarze Radio, das offenbar nicht in Gelb oder Orange verfügbar war. (Porsche aus „Bad Boys“ wird versteigert: Wie viel bringt der Film-Bolide?)

Ein Porsche 911 Turbo S (993) aus dem Jahr 1993
Von außen macht dieser Porsche 911 Turbo S (993) aus dem Jahr 1993 einen exzellenten Eindruck. © Pfaff Reserve

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Porsche 911 Turbo S mit irrer Innenausstattung: Händler will knapp 800.000 Euro

Dieser Porsche ist quasi das Innenraum-Gegenstück zum Exterieur des Mitte der 1990er-Jahre gebauten Polo Harlekin. Gut möglich, dass der Scheich von dem Kleinwagen aber noch nie etwas gehört hatte, als er den Porsche in Auftrag gab – sonst hätte er vielleicht auch beim Exterieur seines Gefährts noch einmal „nachgelegt“. Wer jetzt übrigens meint, diesen Porsche 911 Turbo S gibt es wegen des „besonderen“ Interieurs besonders günstig, liegt leider falsch: 888.888 US-Dollar (umgerechnet rund 790.000 Euro) möchte der Händler dafür haben. Ein extravaganter Lebenstil hat eben seinen Preis.

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